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Alonso siegt beim Großen Preis von Deutschland

Massa darf nicht gewinnen

Ferrari zerstörte Sebastian Vettels Traum vom ersten Heimsieg. Fernando Alonso revanchierte sich für die knappe Qualifying-Niederlage und gewann nach dem Auftaktrennen in Bahrain seinen zweiten Grand Prix dieser Saison. Felipe Massa, der den Spanier vorbeilassen musste, komplettierte den Ferrari-Doppelsieg. Red-Bull-Pilot Vettel durfte zumindest mit aufs Treppchen.

Sieger mit Beigeschmack: Ferrari-Pilot Fernando Alonso.
Sieger mit Beigeschmack: Ferrari-Pilot Fernando Alonso.
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Ferrari meldet sich beim Großen Preis von Deutschland auf dem Hockenheim eindrucksvoll zurück und feiert wie schon beim Auftakt-Grand-Prix in Bahrain einen Doppelsieg mit dem besseren Ende für Fernando Alonso. Der spanische Weltmeister von 2005 und 2006 durfte allerdings seinen in Front liegenden Teamkollegen Felipe Massa nach einem Funkspruch aus der Box kampflos überholen. Wegen verbotener Teamorder wurde die Scuderia Ferrari deswegen zu einer Geldstrafe von 100 000 Dollar verurteilt. Zudem wird der Fall zur weiteren Untersuchung an das Motor Sports World Council übergeben. Am Rennergebnis von Hockenheim ändert sich allerdings nichts.

Polesetter Sebastian Vettel muss weiter auf seinen ersten Heimsieg warten, ergatterte als Dritter aber noch 15 Punkte in der WM-Wertung. In der WM-Gesamtwertung liegt Vettel nun punktgleich mit dem diesmal sechstplatzierten Teamkollegen Mark Webber und 136 Punkten auf Rang vier.

Führender bleibt McLaren-Mercedes-Pilot Lewis Hamilton, der als Vierter zwölf WM-Punkte einheimste und nun 157 Zähler auf dem Konto hat. 143 Punkte sammelte Teamkollege Jenson Button, in Hockenheim Fünfter.

Auch beim Heim-Grand Prix in Hockenheim zeigte die Mercedes-GP-Mannschaft eine durchwachsene Vorstellung. Weder Rosberg noch Schumacher konnten den Speed an der Spitze gehen und mussten mit den Plätzen acht und neun zufrieden sein. Dabei zeigten die beiden Piloten zwar jeweils eine solide Leistung, doch kann ein Mittelfeld-Platz die Ansprüche von Mercedes auf Dauer wohl nicht zufrieden stellen.

Die weiteren deutschen Piloten kamen nicht unter die Top-Ten. Sutil hatte früh Probleme mit den Reifen. Seine Crew verbockte den Wechsel aber völlig, so dass er noch einmal hereinkommen musste und viel Zeit verlor. Ohne jede Chance im Kampf um die Punkte brachte er den Force India auf Platz 17 nach Hause. Noch einen Platz dahinter stellte Glock seinen Virgin ins Ziel. Hülkenberg versuchte es mit einem langen ersten Stint und wechselte spät die Pneus, doch diese Taktik zahlte sich nicht aus - P13.

Polesetter vernascht: Beide Ferrari - rechts Massa, links Alonso - zogen am Start an Vettel vorbei.
Polesetter vernascht: Beide Ferrari - rechts Massa, links Alonso - zogen am Start an Vettel vorbei.
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Rennverlauf

Der Start verlief dramatisch. Alonso kam von Position zwei gut weg, Polesetter Vettel ließ sich auf ein direktes Duell mit dem Spanier vor der ersten Kurve ein. Davon profitierte der von Platz drei gestartete Massa, indem er an beiden Kampfhähnen außen vorbeizog und die Führung übernahm. Dahinter nutzten Webber und Button die Auslaufzone, um ihre Boliden noch um die Kurve zu beten. Dies nutzte Hamilton, der sich von Platz sechs auf die vierte Position schob. Im Hinterfeld crashten Alguersuari und Buemi in der Spitzkehre, was zum ersten Ausfall führte. Buemi musste seinen Boliden mit Heckschaden parken.

Nach zwei Umläufen hatte sich an der Spitze die Hektik gelegt. Während die beiden Ferrari ihre Doppelführung leicht ausbauten, hatten dahinter die Kontrahenten ihre Positionen bezogen. Rekordweltmeister Schumacher - von P 11 gestartet - hatte Boden gut gemacht, zog auf Platz acht seine Runden.

Bilder aus Hockenheim
GP von Deutschland 2010
: Mit dem Heimspiel für Schumacher, Rosberg, Vettel und drei weitere deutsche Piloten entwickelte sich der Hockenheimring wieder zum Zuschauermagneten.
Gut besetzte Tribünen

Mit dem Heimspiel für Schumacher, Rosberg, Vettel und drei weitere deutsche Piloten entwickelte sich der Hockenheimring wieder zum Zuschauermagneten.
picture alliance

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Nach 14 Runden waren die ersten Reifenwechsel fällig. Vettel versuchte es als erster, konnte sich aber nicht verbessern. Das Ferrari-Paket an der Spitze schob sich durch die Wechsel nah zusammen, so dass Alonso in der 21. Runde zum Überholen seines Teamkollegen ansetzte. Der wehrte sich aber nach Kräften, was den Spanier im Boxenfunk zum Fluchen und Hadern brachte. Vorbei kam Alonso nicht.

Nachdem sich der Staub an der Spitze gelegt hatte, zogen die beiden Roten aus Maranello wieder im Gleichtakt ihre Runden. Dahinter hatte Vettel keine echte Chance einzugreifen, konnte seinen dritten Platz gegen Hamilton und Button aber sicher verteidigen. Webber kam an Button zwar heran, einen Überholvorgang traute sich der Australier allerdings nicht zu.

Nach 40 Runden fuhr Alonso erneut auf Massa auf. Zu einer ungestümen Aktion ließ sich der Asturier aber nicht mehr hinreißen. Zeitgleich hatte Webber technische Probleme, er verbrauchte zu viel Öl. Die Boxen-Crew bremste den Australier per Funk ein.

Massa darf nicht gewinnen

Mit einer versteckten Team-Order brachte in der 49. Runde die Ferrari-Crew Alonso an Massa vorbei. Der Funkspruch lautete sinngemäß: "Kannst Du bitte bestätigen, dass Fernando schneller ist als Du." Daraufhin ging Massa demonstrativ vom Gas und ließ Alonso passieren.

Durch das Einbremsmanöver Massas rückte Vettel im Red Bull zwar noch einmal näher an den zweiten Platz heran, doch eine echte Chance, den Brasilianer zu überholen, bekam der Heppenheimer nicht mehr. Derweil trat Alonso die Flucht nach vorne an und setzte sich immer weiter von Massa ab. Der Ex-Weltmeister fuhr einem ungefährdeten Sieg entgegen.

 

Aktuelle Platzierung

Pl. Fahrer Team Box Zeit
1 F. Alonso Scuderia ... 0 1:27:38,864
 
2 F. Massa Scuderia ... 0 + 4,196
 
3 S. Vettel Aston Martin ... 0 + 5,121
 
4 L. Hamilton McLaren F1 ... 0 + 26,896
 
5 J. Button McLaren F1 ... 0 + 29,482
 
6 M. Webber Aston Martin ... 0 + 43,606
 
7 R. Kubica Renault Sport ... 0 1 Rd. zurück
 
8 N. Rosberg Mercedes AMG ... 0 1 Rd. zurück
 
9 M. Schumacher Mercedes AMG ... 0 1 Rd. zurück
 
10 V. Petrov Renault Sport ... 0 1 Rd. zurück
 
11 K. Kobayashi Alfa Romeo ... 0 1 Rd. zurück
 
12 R. Barrichello Williams ... 0 1 Rd. zurück
 
13 N. Hülkenberg Williams ... 0 1 Rd. zurück
 
14 P. de la Rosa Alfa Romeo ... 0 1 Rd. zurück
 
15 J. Alguersuari Red Bull Toro ... 0 1 Rd. zurück
 
16 V. Liuzzi Sahara Force ... 0 2 Rd. zurück
 
17 A. Sutil Sahara Force ... 0 2 Rd. zurück
 
18 T. Glock Manor ... 0 3 Rd. zurück
 
19 B. Senna HRT Formula 1 ... 0 4 Rd. zurück
 
20 H. Kovalainen Team Lotus 0 Unfall, 56. Rd.
 
21 L. di Grassi Manor ... 0 Aufhängungsschaden, 53. Rd.
 
22 S. Yamamoto HRT Formula 1 ... 0 Defekt, 19. Rd.
 
23 J. Trulli Team Lotus 0 Defekt, 4. Rd.
 
24 S. Buemi Red Bull Toro ... 0 Defekt, 2. Rd.

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