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Red Bull übernimmt Gesamtführung

Webbers zweiter Streich

Mark Webber feierte beim Grand Prix von Monaco einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg. In einem eher unspektakulären Rennen sicherte sich der Red-Bull-Pilot seinen zweiten Sieg in Folge. Zweiter wurde sein Teamkollege Sebastian Vettel, auf Rang drei fuhr Robert Kubica (Renault). Das Red-Bull-Duo setzte sich auch in der Gesamtführung an die Spitze. Nico Hülkenberg (Williams) und Timo Glock (Virgin) schieden aus.

Mark Webber
Dominierte in Monte Carlo: Mark Webber feierte einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg.
© picture allianceZoomansicht

"Der zweite Platz war am Ende für mich das Optimum. Ich bin sehr glücklich und habe viele Punkte geholt", sagte Vettel: "Besonders zu Beginn des Rennens und nach den Safety-Car-Phasen konnte ich mit Mark nicht mithalten. Für die nächsten Rennen bin ich aber sehr zuversichtlich, ich denke, dass es dann wieder anders aussieht." Webber war nach seinem Erfolg überwältigt. "Das ist absolut unglaublich, der größte Tag in meinem Leben. Hier zu gewinnen, ist etwas ganz besonderes."

Bereits beim Start machte Webber einen großen Schritt zu seinem zweiten Sieg in Folge. Der 33-Jährige verteidigte seine Pole Position, Veränderungen gab es nur hinter ihm.

Denn Vettel setzte sich, von Platz drei kommend, gegen Kubica durch und erwischte hinter dem Pole-Setter die erste Kurve. Dahinter konnte Rubens Barrichello (Williams) mit einem Traumstart beide MercedesGP passieren und sich auf Platz sechs einordnen. Weltmeister Jenson Button (McLaren-Mercedes) war der Verlierer des Starts. Der Brite wurde durchgereicht.

Das Rennen dauerte aber zunächst nur eine halbe Runde, bis Hülkenberg im Tunnel frontal in die Begrenzungsmauer fuhr und eine Safety-Car-Phase nötig machte. Erst nach sechs Runden machte sich das Feld wieder unter Rennbedingungen auf den Weg. Allerdings fehlte Button, der mit Motor-Problemen inzwischen ausgefallen war.

Diese erste Safety-Car- Phase nutzte Fernando Alonso (Ferrari), um an die Box zu fahren und sich harte Reifen aufziehen zu lassen. Zwar musste sich der zweimalige Weltmeister hinter dem kompletten Feld einordnen, doch seine Taktik ging auf. Am Ende fuhr der Spanier ohne einen weiteren Boxenstopp bis auf Rang sechs vor.

Wie in Monaco üblich waren während des Rennens Überholvorgänge in der Folgezeit selten. An der Spitze setzten sich die beiden Red-Bull-Boliden von Webber und Vettel langsam aber sicher von Kubica ab. Für Spannung sorgten erst wieder die Reifenwechsel zwischen Runde 20 und 28.

Als Barrichello in der 32. Runde die Leitplanke vor dem Casino küsste und damit seinen Williams völlig zerstörte, war Webbers Vorsprung mit der zweiten Safety-Car-Phase des Rennens wieder dahin.

Der Australier ließ sich an der Spitze aber nicht beirren. Auch eine weitere, kurze Gelb-Phase wegen eines losen Gulli-Deckels auf der Piste brachte den Australier nicht aus dem Konzept. Immer wenn Vettel und Kubica hinter ihm Druck entwickeln wollten, konnte er noch zusetzen und seinen Spitzenplatz verteidigen. Auch im restlichen Feld waren nach gut 50 Runden die Positionen bezogen. Alle Piloten konnten ihre Plätze verteidigen und legten vor allem Wert darauf die Wagen sicher ins Ziel zu bringen.

Für Aufregung sorgten dann aber noch Jarno Trulli (Lotus) und Karun Chandhok (HRT1) in der 74. Runde. Der Italiener fuhr auf den Inder auf, beide Boliden krachten in die Begrenzungsmauer. So musste eine weitere Gelb-Phase her. Mit dieser ging der Große Preis von Monaco auch zu Ende.

Ein Ausrufezeichen setzte dann noch Michael Schumacher (Mercedes GP). Der siebenmalige Weltmeister überholte aus der letzten Kurve heraus noch Alonso und fuhr auf Rang sechs. Allerdings konnte sich der Rekord-Weltmeister nur kurz über seinen Coup freuen, nach einer Untersuchung des Manövers durch die Rennkommissare bekam er eine 20-Sekunden-Strafe aufgebrummt und fiel vom sechsen auf den zwölften Platz zurück.

Aus deutscher Sicht fuhren Nico Rosberg im zweiten MercedesGP als Siebter sowie Adrian Sutil (Force India) einen Rang dahinter noch in die Top Ten.

Hochspannung herrscht nun in der Gesamtwertung. Denn Webber und Vettel führen nun mit jeweils 78 Punkten das Feld an. Da Webber mehr Siege auf seinen Konto hat, wird er als derzeit Führender geführt. Dritter ist nun Alonso (73), Button rutschte auf Rang vier zurück.

 

Aktuelle Platzierung

Pl. Fahrer Team Box Zeit
1 M. Webber Aston Martin ... 0 1:50:13,335
 
2 S. Vettel Aston Martin ... 0 + 0,448
 
3 R. Kubica Renault Sport ... 0 + 1,675
 
4 F. Massa Scuderia ... 0 + 2,666
 
5 L. Hamilton McLaren F1 ... 0 + 4,363
 
6 F. Alonso Scuderia ... 0 + 6,341
 
7 N. Rosberg Mercedes AMG ... 0 + 6,651
 
8 A. Sutil Sahara Force ... 0 + 6,970
 
9 V. Liuzzi Sahara Force ... 0 + 7,305
 
10 S. Buemi Red Bull Toro ... 0 + 8,199
 
11 J. Alguersuari Red Bull Toro ... 0 + 9,135
 
12 M. Schumacher Mercedes AMG ... 0 + 25,712
 
13 V. Petrov Renault Sport ... 0 5 Rd. zurück
 
14 K. Chandhok HRT Formula 1 ... 0 8 Rd. zurück
 
15 J. Trulli Team Lotus 0 8 Rd. zurück
 
16 H. Kovalainen Team Lotus 0 Defekt, 59. Rd.
 
17 B. Senna HRT Formula 1 ... 0 Defekt, 59. Rd.
 
18 R. Barrichello Williams ... 0 Unfall, 32. Rd.
 
19 K. Kobayashi Team Lotus 0 Defekt, 29. Rd.
 
20 L. di Grassi Manor ... 0 Defekt, 28. Rd.
 
21 T. Glock Manor ... 0 Aufhängungsschaden, 24. Rd.
 
22 P. de la Rosa Alfa Romeo ... 0 Defekt, 23. Rd.
 
23 J. Button McLaren F1 ... 0 Motorschaden, 2. Rd.
 
24 N. Hülkenberg Williams ... 0 Unfall, 1. Rd.

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