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Button siegt vor Kubica - Rosberg 5., Schumi 10.

Vettels Stotterstart: Diesmal waren's die Bremsen

In Bahrain zum Auftakt war es eine defekte Zündkerze, beim zweiten Grand Prix des Jahres vermasselten die Bremsen Sebastian Vettel die Tour. Der Heppenheimer landete mit seinem Red Bull in Führung liegend im Kiesbett. Weltmeister Jenson Button gewann auf dem Stadtkurs im australischen Melbourne vor dem überraschend starken Robert Kubica im Renault und Felipe Massa im Ferrari. Nico Rosberg wurde im Mercedes Fünfter und landete klar vor Teamkollege Michael Schumacher (10.).

Alonso dreht sich
Erste Kurve, Alonso dreht sich: Das Rennen in Melbourne war keineswegs Formel Gähn.
© picture-allianceZoomansicht

Sebastian Vettel hatte am Samstag das Qualifying gewonnen und war umso mehr auf Wiedergutmachung nach dem verpatzten Auftakt in Bahrain aus. Es sollte einmal mehr anders kommen. Während am Golf Ferrari einen Doppelerfolg gefeiert hatte, hieß das siegreiche Team im Albert Park McLaren. Jenson Button gewann trotz eines Drehers in der Frühphase des Rennens wie schon im Vorjahr in Australien. Es war der achte Grand-Prix-Sieg des 30-jährigen Briten, der damit auch das Stallduell gegen den von den Fachleuten favorisierten Lewis Hamilton (Sechster) gewann. Der Pole Robert Kubica wurde sensationell Zweiter vor der Scuderia Ferrari mit Fernando Alonso, der weiterhin die Fahrerwertung anführt, und Felipe Massa. Nico Rosberg kam als bester Deutscher auf Platz fünf ins Ziel, Rekordweltmeister Michael Schumacher fuhr im letzten Moment als Zehnter noch einen Punkt ein. Alle anderen deutschen Piloten schieden aus.

Rennverlauf

Pole-Setter Vettel kam am Start gut weg, während der neben ihm gestartete Teamkollege Webber seine zweite Position an Massa verlor, der den Ferrari am Red Bull vorbei in die erste Kurve quetschte. Dahinter sorgten drei Weltmeister für Aufregung. Button schob beim Einbiegen Alonso an, der mit seinem Ferrari auf Schumacher auffuhr und den Frontflügel des Mercedes demolierte. Während Button weiterfahren konnte, fielen der Spanier und Schumacher weit zurück. Nachdem auch noch Kobayashi einige Kurven später mit demolierten Fronflügel von der Strecke flog und dabei Hülkenberg abschoss, wurde zunächst das Safety-Car auf die Strecke geschickt.

Nach dem Restart führte Vettel das Feld sicher in die nächste Runde, während sich dahinter Massa und Webber bekriegten. Trotz der noch feuchten Piste entschlossen sich die meisten Piloten nach der siebten Runde auf Trockenreifen zu wechseln. Gewinner der Reifen-Session waren zunächst Button und Kubica, die sich auf Position zwei bzw. drei festsetzen konnten. Webber dagegen verlor Plätze und reihte sich erst auf P5 wieder ein.

Während die vier führenden Piloten Vettel, Button, Kubica und Rosberg sich an der Spitze nicht beharkten, kämpften dahinter Webber, Massa und Hamilton auf der letzten Rille. Immer wieder begeisterten die drei Piloten die Zuschauer mit rasanten Überholmanövern. Zur Rennmitte gesellte sich auch noch der von hinten kommende Alonso zu den drei Kampfhähnen.

In der 25. Runde stieg die Aufregung in der Red-Bull-Box. Die Renn-Ingenieure wollten den führenden Vettel an die Box holen, doch dazu kam es nicht mehr. Der Heppenheimer drehte sich ins Kiesbett und schied aus. Sichtlich frustriert kommentierte der Hesse den Zwischenfall wenig später im Fahrerlager: "Sehr ärgerlich. Man kann allerdings nichts daran ändern. Aber es ist schon Scheiße."

Ehrlich gesagt würde ich im Moment am liebsten nach Hause fliegen. Aber Lebbe geht weiter.Sebastian Vettel nach seinem Ausscheiden in Melbourne.

Mitterweile hatte sich Hamilton an Rosberg vorbei gequetscht und Position drei hinter Button und Kubica übernommen.

Nach 33 Runden entschieden sich die meisten Piloten, die Reifen noch einmal zu wechseln. Lediglich Button, Kubica, Massa und Alonso blieben auf der Strecke, hielten dadurch aber auch die Spitze. Dahinter jagten Hamilton, Webber und Rosberg mit frischen Gummis und um bis zu zwei Sekunden besseren Rundenzeiten hinterher.

Währen Button im McLaren vorne immer weiter wegzog und einsam einem sicheren Sieg entgegen fuhr, verteidigte Kubica im Renault zäh seinen zweiten Platz vor den beiden Ferraris mit Massa und Alonso. Hamilton und Webber hatten sich acht Runden vor dem Ziel aber ans Heck des Ferraris von Alonso herangesaugt. Eine spannende Schlussphase stand an - gekrönt vom Dreikampf Alonso, Hamilton, Webber.

Zwei Runden vor Schluss wollte Hamilton an Alonso vorbei, auch Webber mischte bei seinem Heimrennen mit. Doch während der Spanier durchkam, berührten sich Hamilton und Webber und mussten durchs Kiesbett. Rosberg profitierte davon und kletterte auf P5, Schumacher landete als Zehnter doch noch in den Punkten.

 

Aktuelle Platzierung

Pl. Fahrer Team Box Zeit
1 J. Button McLaren F1 ... 0 1:33:36,531
 
2 R. Kubica Renault Sport ... 0 + 12,034
 
3 F. Massa Scuderia ... 0 + 14,488
 
4 F. Alonso Scuderia ... 0 + 16,304
 
5 N. Rosberg Mercedes AMG ... 0 + 16,683
 
6 L. Hamilton McLaren F1 ... 0 + 29,898
 
7 V. Liuzzi Sahara Force ... 0 + 59,847
 
8 R. Barrichello Williams ... 0 + 1:00,536
 
9 M. Webber Aston Martin ... 0 + 1:07,319
 
10 M. Schumacher Mercedes AMG ... 0 + 1:09,391
 
11 J. Alguersuari Red Bull Toro ... 0 + 1:11,301
 
12 P. de la Rosa Alfa Romeo ... 0 + 1:14,084
 
13 H. Kovalainen Team Lotus 0 2 Rd. zurück
 
14 K. Chandhok HRT Formula 1 ... 0 5 Rd. zurück
 
15 T. Glock Manor ... 0 Defekt, 44.Rd.
 
16 L. di Grassi Manor ... 0 Defekt, 26.Rd.
 
17 S. Vettel Aston Martin ... 0 Brems-Defekt, 26. Rd.
 
18 A. Sutil Sahara Force ... 0 Defekt, 12.Rd.
 
19 V. Petrov Renault Sport ... 0 Dreher, 10.Rd.
 
20 B. Senna HRT Formula 1 ... 0 Defekt, 6.Rd.
 
21 K. Kobayashi Alfa Romeo ... 0 Unfall, 1. Rd.
 
22 N. Hülkenberg Williams ... 0 Unfall, 1. Rd.
 
23 S. Buemi Red Bull Toro ... 0 Unfall, 1. Rd.
 
24 J. Trulli Team Lotus 0 Defekt, 1.Rd.

Schnellste Runde im aktuellen Rennen

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