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GP von Ungarn: Null Punkte für Vettel

Lewis Hamilton is back!

McLaren-Mercedes-Pilot Lewis Hamilton meldete sich in Ungarn eindrucksvoll zurück. Der Weltmeister gewann am Hungaroring vor dem ebenfalls wiedererstarkten Ferrari-Fahrer Kimi Räikkönen und Red-Bull-Pilot Mark Webber. Die deutsche WM-Hoffnung Sebastian Vettel erlebte dagegen einen ebenso rabenschwarzen Tag wie Polesetter Fernando Alonso.

Erster Saisonsieg: McLaren-Mercedes-Pilot Lewis Hamilton gewann den Großen Preis von Ungarn.
Erster Saisonsieg: McLaren-Mercedes-Pilot Lewis Hamilton gewann den Großen Preis von Ungarn.
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Am Tag nach dem schlimmen Unfall von Ferrari-Pilot Felipe Massa hat sich das Kräfteverhältnis in der Formel 1ein weiteres Mal verschoben. Die so arg gescholtenen Teams von McLaren-Mercedes und Ferrari durften in Ungarn jubeln, während der Seriensieger des Saisonstarts, Brawn GP, arg gebeutelt wird und Red Bull ebenfalls stark an Performance verliert.

Der britische Weltmeister Lewis Hamilton sicherte sich im McLaren-Mercedes seinen ersten Saisonsieg. Kimi Räikkönen fuhr als Zweiter über den Zielstrich und verwies den neuen Zweiten der WM-Wertung, Mark Webber im Red Bull, auf den dritten Rang.

Bilder vom Hungaroring
GP von Ungarn 2009
Nachdem beim Boxenstopp von Fernando Alonso das rechte Vorderrad nicht richtig festgezogen worden war, befreite sich der Renault zwanglos vom ganzen Rad und zwang den Ex-Weltmeister zu einer Runde auf einem Dreirad.
Dreirad

Nachdem beim Boxenstopp von Fernando Alonso das rechte Vorderrad nicht richtig festgezogen worden war, befreite sich der Renault zwanglos vom ganzen Rad und zwang den Ex-Weltmeister zu einer Runde auf einem Dreirad.
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Sebastian Vettels WM-Hoffnungen erhielten nach technischem K.O. seines Red Bull ebenso einen herben Dämpfer wie die Sieghoffnungen von Polesetter Fernando Alonso, der seinen Renault ebenfalls frühzeitig abstellen musste.

Bester Deutscher beim Großen Preis von Ungarn war Williams-Pilot Nico Rosberg, der das Podium als Vierter knapp verpasste.

Bilder vom Hungaroring
GP von Ungarn 2009: Massas Horrorcrash
Langsam und extrem vorsichtig wird Massa aus seinem Boliden gehoben.
Bergung

Ferrari-Pilot Felipe Massa wird 2009 auf dem Hungaroring von einer Stahlfeder am Kopf getroffen. Langsam und extrem vorsichtig wird Massa aus seinem Boliden gehoben.
© picture alliance

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BMW Sauber blieb ein weiteres mal um Längen hinter den eigenen Ansprüchen zurück, Nachdem bereits das Qualifying mit Platz 15 und 18 in der Startaufstellung in die Hose ging, fuhren die Münchner auch im Rennen unauffällig hinterher und belegten mit Heidfeld (11.) und Kubica (13.) nur Plätze unter ferner liefen. Besser machte es die Toyota-Crew, die mit Timo Glock auf P6 und Jarno Trulli auf P8 beide Autos in die Punkte brachte.

Die Seriensieger des Saisonbeginns, Brawn GP, enttäuschten. Sowohl der WM-Führende Button als Siebter als auch Barrichello als 10. blieben hinter den eigenen Erwartungen zurück.

Als erfolgreich darf dagegen das Debüt des Spaniers Jaime Alguersuari eingestuft werden. Mit 19 Jahren und 125 Tagen nun der jüngste Fahrer in der Formel-1-Geschichte, kam er als 15. ins Ziel und distanzierte Teamkollege Sebastien Buemi.

Der Rennverlauf

Der befürchtete Crash in der ersten Kurve blieb zwar aus. Allerdings verhaute Vettel die Startphase völlig und wurde von Hamilton und Räikkönen so bedrängt, dass der Red-Bull-Pilot auf den siebten Platz zurückfiel. Vorne kam Alonso als Trainingsschnellster mit einem leichten Auto gut weg. Webber konnte folgen, dahinter fuhren die mit KERS ausgerüsteten Wagen von Hamilton und Räikkönen an die Positionen drei und vier.

Start: Alonso biegt vor Hamilton (li.) und Webber in die erste Kurve ein.
Start: Alonso biegt vor Hamilton (li.) und Webber in die erste Kurve ein.
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Im weiteren Verlauf des ersten Stints stellte Hamilton unter Beweis, dass sich McLaren-Mercedes stark verbessert hat. Zunächst drückte sich der Brite an Webber vorbei und holte auch sukzessive auf Alonso an der Spitze auf. Als dieser bereits in Runde zwölf erwartungsgemäß zum Boxenstopp musste, übernahm der Brite die Führung von Alonso. Mit diesem Stopp büßte der Renault-Pilot aber alle Chancen ein, da die Crew den rechten Vorderreifen nicht richtig festgezogen hatte. Bei der Out-Lap verlor er das Rad, schleppte sich mit drei Rädern an die Box zurück, war aber auf den letzten Platz chancenlos zurückgefallen. Wenige Runden später gab der Spanier endgültig auf.

Der WM-Stand

Zum Ende der ersten Boxenstopp-Runde hatte sich Hamilton eine bequeme Führung vor Räikkönen gesichert, der seinerseits Webber, Kovalainen und Rosberg auf Distanz halten konnte. Derweil kämpfte Vettel mit den Tücken der Technik. In der 27. Runde musste der Heppenheimer einen außerplanmäßigen Stopp einlegen. Dabei wechselte die Red-Bull-Crew die Nase des Wagens und versuchte Rauchentwicklung am Heck zu ergründen. Die Techniker bekamen das Problem aber nicht in den Griff, so dass Vettel den Red Bull endgültig parken musste (30. Runde).


Nach der ersten Runde der Stopps beruhigte sich das Rennen zusehends. Hamilton und Räikkönen etablierten sich mit respektablem Abstand an der Spitze, während Kovalainen und Rosberg den langsameren Webber um die Strecke jagten, aber keine Anstalten machten, den Australier zu überholen. Dahinter kämpfte der WM-Führende Button verzweifelt auf P8 um den letzten WM-Punkt und fluchte über den Boxenfunk wie ein Rohrspatz über die Fahreigenschaften des Brawn GP.

Nachdem Räikkönen seinen zweiten Stopp leicht verbockt hatte, konnte Hamilton beruhigt seinen ersten Grand-Prix-Sieg 2009 entgegen fahren. Mit 15 Sekunden Vorsprung ging der Brite in das letzte Renndrittel und ließ am Sieg keinen Zweifel aufkommen. Dahinter konnten sich Räikkönen, Webber und Rosberg ebenfalls ihrer Plätze sicher sein. Kovalainen verteidigte P5 gegen den sehr spät tankenden Glock, während der WM-Führende Button mit Platz sieben zufrieden sein musste, und Trulli den zweiten Toyota als letztes Fahrzeug in die Punkte steuerte.

 

Aktuelle Platzierung

Pl. Fahrer Team Box Zeit
1 L. Hamilton McLaren F1 ... 0 1:38:23,876
 
2 K. Räikkönen Scuderia ... 0 + 11,529
 
3 M. Webber Aston Martin ... 0 + 16,886
 
4 N. Rosberg Williams ... 0 + 26,967
 
5 H. Kovalainen McLaren F1 ... 0 + 34,392
 
6 T. Glock Toyota 0 + 35,237
 
7 J. Button Brawn GP 0 + 55,088
 
8 J. Trulli Toyota 0 + 1:08,172
 
9 K. Nakajima Williams ... 0 + 1:08,774
 
10 R. Barrichello Toyota 0 + 1:09,256
 
11 N. Heidfeld BMW Sauber F1 ... 0 + 1:10,612
 
12 N. Piquet jr. Renault Sport ... 0 + 1:11,512
 
13 R. Kubica BMW Sauber F1 ... 0 + 1:14,046
 
14 G. Fisichella Sahara Force ... 0 1 Rd. zurück
 
15 J. Alguersuari Red Bull Toro ... 0 1 Rd. zurück
 
16 S. Buemi Red Bull Toro ... 0 1 Rd. zurück
 
17 S. Vettel Aston Martin ... 0 Aufhängungsschaden, 30. Rd.
 
18 F. Alonso Renault Sport ... 0 Aufhängungsschaden, 16. Rd.
 
19 A. Sutil Sahara Force ... 0 Defekt am Kühlsystem, 1. Rd.

Schnellste Runde im aktuellen Rennen

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