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GP von China: Doppelsieg für Red Bull

Vettel dominiert im Regen

Dem Regenchaos von Malaysia folgten die Wasserspiele von Shanghai. Sebastian Vettel krönte sich in China engültig zum Regenkönig und feierte nach seinem Sensationserfolg von Monza 2008 seinen zweiten Grand-Prix-Sieg. Und das erneut unter widrigsten Bedingungen. Mark Webber machte den Doppelsieg für Red Bull perfekt. Der WM-Führende Jenson Button komplettierte das Podium in China.

Rotlichtbezirk: Sebastian Vettel und Mark Webber fahren hinter dem Safety-Car durch den Regen.
Rotlichtbezirk: Sebastian Vettel und Mark Webber fahren hinter dem Safety-Car durch den Regen.
© picture allianceZoomansicht

Polesetter Sebastian Vettel bewies unter schwierigsten Bedingungen einmal mehr seine außerordentliche Klasse. Während sich in Shanghai die gesamte Konkurrenz mindestens einen Fahrfehler im Regen leistete, Abflüge und Karambolagen nicht zu knapp produzierte, feierte der Heppenheimer einen fehlerlosen Start- und Zielsieg.

Nach den beiden Auftakterfolgen für Brawn-GP-Pilot Jenson Button in Melbourne und Kuala Lumpur war dies der erste Saison-Erfolg eines Autos ohne den umstrittenen Doppel-Diffusor. Button musste sich diesmal Vettel und dessen Red-Bull-Teamkollegen Mark Webber geschlagen geben, setzte sich aber erneut gegen Teamkollege Rubens Barrichello (4.) durch.

Bilder aus Shanghai
GP von China 2009
Sebastian Vettel feierte nach Monza 2008 (im Toro Rosso) in China den zweiten Grand-Prix-Sieg seiner Karriere.
Der zweite Streich

Sebastian Vettel feierte nach Monza 2008 (im Toro Rosso) in China den zweiten Grand-Prix-Sieg seiner Karriere.
© picture alliance

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McLaren-Mercedes belegte mit Heikki Kovalainen vor Weltmeister Lewis Hamilton die Plätze fünf und sechs. Timo Glock kam im Toyota als zweitbester Deutscher auf Rang sieben, Sebastien Buemi ergatterte im Toro Rosso als Achter noch einen WM-Punkt.

Der Gräfelfinger Adrian Sutil verpasste die Punkte-Premiere für seinen Force-India-Rennstall, als er in der 51. Runde auf Platz sechs liegend ausschied. Auch BMW-Sauber-Fahrer Nick Heidfeld als Zwölfter und Nico Rosberg im Williams, der 15. wurde, blieben ohne Punkte.

Wenig erbaulich war einmal mehr die Vorstellung der Scuderia Ferrari. Vizeweltmeister Felipe Massa schied bereits in der 21. Runde aus. Kimi Räikkönen, Titelträger von 2007, wurde 10. Damit ist das erfolgsverwöhnte Team neben Force India der einzige Rennstall, der in der Konstrukteurswertung noch ohne jeden Punkt dasteht.

In der WM-Gesamtwertung der Fahrer führt der Brite Button mit nun 21 Punkten vor Barrichello aus Brasilien, der 15 Zähler hat. Vettel hat zehn Zähler und ist WM-Dritter vor dem punktgleichen Glock.

Start hinter dem Safety-Car

Schon vor dem Start sorgte das schlechte Wetter für Verwirrung. Die Rennleitung entschied, hinter dem Safety-Car zu starten. Nach acht ermüdenden Runden - die Zuschauer pfiffen bereits - hinter Bernd Mayländer wurde der Start freigegeben. Während Vettel vor Webber und den beiden Brawn ins Rennen gehen konnte, hatten Alonso als Zweiter des Qualifyings und Rosberg als Siebter bereits in der neutralisierten Phase getankt und fanden sich am Ende des Feldes wieder.

Blindflug durch die Gischt

Nach dem Start stellte sich nicht nur der mangelnde Grip auf der Strecke, sondern auch die extrem schlechte Sicht in der Gischt als Problem für die Piloten heraus. Während Vettel als Spitzenreiter noch akzeptable Bedingungen hatte, mussten sich die restlichen 19 Fahrer auf einen Blindflug einstellen.

Hamilton und Buemi kamen mit der tropfnassen Strecke am besten zurecht und überholten die vor ihnen liegenden Wagen. Der Titelverteidiger fiel allerdings bald wieder zurück, als er sich aus einer Kurve drehte und die gerade überholten Räikkönen und Massa wieder durchlassen musste. Buemi fuhr unauffällig, aber sicher und schob sich Position um Position nach vorne. Zehn Runden nach dem Start hatte er sich hinter den Brawn auf Platz fünf etabliert.


Die leicht gestarteten Red Bull von Vettel und Webber mussten früh an die Box, um Benzin und Reifen zu fassen. So konnte Button die Führung in Runde 16 kampflos übernehmen. Der Brite nutzte seine Chance als Führender sofort und vergrößerte den Vorsprung auf seinen Teamkollegen Barrichello kontinuierlich bis auf rund 15 Sekunden. Ein heftiger Crash zwischen Kubica und Trulli machte diese Anstrengungen aber zunichte. Der Pole krachte dem Toyota-Piloten fast ungebremst hinten ins Getriebe und stieg in die Luft auf. Beide Autos schleppten sich an die Box zurück (Aus für Trulli), doch die herumliegenden Schrott-Teile machten eine weitere Safety-Car-Phase nötig.

Ausrutscher von Button

Auch nach dem Re-Start besserte sich weder die Sicht noch das Wetter, so dass Dreher und Ausritte an der Tagesordnung blieben. Vor allem der Japaner Nakajima im Williams rotierte immer wieder von der Strecke und sorgte für viel Kurzweil. An der Spitze konnte sich Vettel immer weiter absetzen und vergrößerte den Vorsprung auf Button, der sich in der 29. Runde ebenfalls einen Ausrutscher leistete und Webber passieren lassen musste.

Während Vettel an der Spitze des Feldes einsam seine Runden zog, schaffte es Webber zu Beginn der zweiten Rennhälfte, Button in Schach zu halten und sich einen kleinen Vorsprung zu erarbeiten. Damit lagen vor den zweiten Stopps die beiden Red Bull vor den beiden Brawn. In Lauerstellung befanden sich die beiden McLaren Mercedes, die auf einer Ein-Stopp-Strategie unterwegs waren.

Machtdemonstration von Vettel

Dass Vettel nicht nur in Front liegend bei relativ guter Sicht schnell ist, bewies der Heppenheimer nach seinem zweiten Stopp mit einem hervorragenden Überholmanöver gegen Jenson Button.

Sechs Runden vor Schluss verlor Adrian Sutil nach einem bis dahin tollen Rennen die Kontrolle über den Force India und krachte in die Reifenstapel neben der Strecke.

 

Aktuelle Platzierung

Pl. Fahrer Team Box Zeit
1 S. Vettel Aston Martin ... 0 1:57:43,485
 
2 M. Webber Aston Martin ... 0 + 10,970
 
3 J. Button Brawn GP 0 + 44,975
 
4 R. Barrichello Brawn GP 0 + 1:03,704
 
5 H. Kovalainen McLaren F1 ... 0 + 1:05,102
 
6 L. Hamilton McLaren F1 ... 0 + 1:11,866
 
7 T. Glock Toyota 0 + 1:14,476
 
8 S. Buemi Red Bull Toro ... 0 + 1:16,439
 
9 F. Alonso Renault Sport ... 0 + 1:24,309
 
10 K. Räikkönen Scuderia ... 0 + 1:31,750
 
11 S. Bourdais Red Bull Toro ... 0 + 1:34,156
 
12 N. Heidfeld BMW Sauber F1 ... 0 + 1:35,834
 
13 R. Kubica BMW Sauber F1 ... 0 + 1:46,853
 
14 G. Fisichella Sahara Force ... 01 Rd. zurück
 
15 N. Rosberg Williams ... 0 1 Rd. zurück
 
16 N. Piquet jr. Renault Sport ... 0 2 Rd. zurück
 
17 A. Sutil Sahara Force ... 0 6 Rd. zurück
 
18 K. Nakajima Williams ... 0 Defekt, 43. Rd.
 
19 F. Massa Scuderia ... 0 Defekt, 21. Rd.
 
20 J. Trulli Toyota 0 Unfallschaden, 19. Rd.

Schnellste Runde im aktuellen Rennen

Rubens Barrichello (Brawn GP)
Runde: 42
1:52,592
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