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Premierentag am Hungaroring: Glock feiert

Kovalainens Sternstunde

Favoritensterben am Hungaroring! McLaren-Mercedes-Pilot Heikki Kovalainen profitierte vom späten Aus Felipe Massas und fuhr seinen ersten GP-Sieg ein! Ebenso groß ist Timo Glocks Freude über Rang zwei. Das erste Podium für den Toyota-Piloten. Kimi Räikkönen rettete als Dritter sechs WM-Zähler. Vorjahressieger und Polesetter Lewis Hamilton hatte mit einem Plattfuß Pech und wurde Fünfter hinter Alonso.

Überschäumend: McLaren-Mercedes-Pilot Heikki Kovalainen begießt seinen ersten F1-Sieg.
Überschäumend: McLaren-Mercedes-Pilot Heikki Kovalainen begießt seinen ersten F1-Sieg.
© dpaZoomansicht

Premierentag am Hungaroring! Riesenfreude bei Heikki Kovalainen und Timo Glock! Der Finne hat beim Großen Preis von Ungarn in Budapest erstmals einen Formel-1-Grand-Prix gewonnen. Der McLaren-Mercedes-Pilot profitierte allerdings vom großen Pech des Brasilianers Felipe Massa (Ferrari), der drei Runden vor dem Ende in Führung liegend von einem Motorschaden gestoppt wurde. Zweiter wurde Toyota-Fahrer Glock aus Wersau, der vor Titelverteidiger Kimi Räikkönen (Ferrari) zum ersten Mal in seiner Formel-1-Karriere auf das Siegerpodest fuhr.

"Es ist einfach unglaublich, zur Halbzeit meiner ersten Saison auf dem Podium zu stehen. Es war für mich ein perfektes Wochenende", meinte der überglückliche Glock: "Als ich Massa ausrollen sah und wusste, dass ich Zweiter bin, konnte ich es kaum glauben." Auch Kovalainen war überwältigt. "Ich hoffe, das ist der erste von vielen Siegen. Ich habe dafür so hart gearbeitet", meinte der Finne, der erst am Donnerstag als Stammpilot auch für 2009 bestätigt worden war. "Es tut mir Leid für Felipe, ich kenne dieses Gefühl selbst gut genug", meinte der 26-Jährige.

Bilder vom Hungaroring
GP von Ungarn 2008
Die Träume Massas vom Sieg und der Führung in der WM lösten sich in diesem Moment im Rauch des explodierenden Ferrari-Motors auf.
Die Führung endet im Qualm

Die Träume Massas vom Sieg und der Führung in der WM lösten sich in diesem Moment im Rauch des explodierenden Ferrari-Motors auf.
© dpa

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Schadensbegrenzung hieß das Motto von Polesetter und Vorjahressieger Lewis Hamilton. Der WM-Spitzenreiter wurde durch einen Reifenschaden an seinem McLaren-Mercedes an zweiter Position liegend zurückgeworfen, belegte am Ende Rang fünf und verteidigte damit zumindest seine WM-Führung mit nun fünf Punkten Vorsprung auf den drittplatzierten Räikkönen.

Mit 62 Punkten liegt Hamilton jetzt fünf Zähler vor Titelverteidiger Kimi Räikkönen (57), der in dem turbulenten Rennen am Ende noch Dritter wurde. Pechvogel Massa (54) liegt jetzt acht Zähler zurück. Glock bestätigte mit einer beherzten Fahrt seinen am Samstag erkämpften fünften Startplatz und holte erstmals WM-Punkte außerhalb von Montreal. In Kanada hatte er 2004 Rang sieben und in dieser Saison Platz vier belegt.

Der aktuelle WM-Stand

"Sorry für Felipe und Ferrari, Lewis hatte Pech. Sensationell der erste Sieg von Heikki", bilanzierte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug nach dem Erfolg des weitgehend fehlerfrei fahrenden Kovalainen, der nach 70 Runden in 1:37:27,067 Stunden triumphierte.

Perfekter Start von Felipe Massa

Nach einem sensationellen Start von Massa, der die in der Startaufstellung vor ihm platzierten McLaren-Mercedes überholte, hatte zunächst alles auf den vierten Saisonsieg des Brasilianers hingedeutet. Von Rang drei zog er schon nach wenigen Metern mühelos an dem als Zweiten ins Rennen gegangenen Kovalainen vorbei und rauschte dann mit qualmenden Reifen in der ersten Kurve auch an Hamilton vorbei.

Husarenstreich: Ferrari-Pilot Felipe Massa fährt am Start von Platz drei an die Spitze!
Husarenstreich: Ferrari-Pilot Felipe Massa fährt am Start von Platz drei an die Spitze!
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Im Schatten Massas rutschte auch Glock nach vorn, als er sich vor Kubica im BMW Sauber auf Platz vier verbesserte. Der nach seinem Desaster in der Qualifikation nur als 15. gestartete Nick Heidfeld machte gleich drei Plätze gut.

Plattfuß beendet Aufholjagd

Ganz vorn aber war Massa zunächst nicht zu stoppen. Er baute auf dem 4,381 Kilometer langen, welligen und winkligen Berg-und-Tal-Kurs einen kleinen Vorsprung auf die silbernen Verfolger auf und blieb auch nach der ersten Runde der Boxenstopps an der Spitze. Zwar kam der Brasilianer nach 18 Runden als Erster zum Tanken, doch Hamilton folgte nur einen Umlauf später und konnte daher keinen Boden gutmachen. In der 41. Runde war die Aufholjagd des Briten endgültig beendet: Beim Anbremsen in einer Kurve ging seinem linken Vorderreifen die Luft aus. Mühsam schleppte sich der 23-Jährige zurück an die Box und kam als Zehnter zurück auf die Strecke.

Immerhin konnte Hamilton, der nach seinen furiosen Erfolgen in Silverstone und Hockenheim in Ungarn den Hattrick schaffen wollte, am Ende noch Schadensbegrenzung betreiben. Als Fünfter rettete er vier WM-Zähler und hat nun 62 Punkte auf dem Konto. Massas Traum vom WM-Thron indes platzte in der 68. Runde, als er mit rauchendem Motor ausrollte und seinen roten Renner abstellen musste.

Ferrari bremst Räikkönen

Damit war auch die Aufholjagd von Titelverteidiger Räikkönen beendet. Der Champion hatte nach langem Kampf an Renault-Pilot Fernando Alonso vorbeigetankt und näherte sich auch dem verzweifelt kämpfenden Glock bedrohlich. Doch nach Massas Aus bremste die Ferrari-Teamleitung auch Räikkönen ein und mahnte den Finnen in den finalen Umläufen zur schonenden Fahrweise. Von den Angriffen des Ferrari-Piloten befreit steuerte Glock seinen Toyota mit elf Sekunden Rückstand auf Kovalainen ins Ziel und feierte in seinem 15. Formel-1-Rennen als Zweiter das beste Resultat seiner noch jungen Karriere in der Königsklasse.

Lange Gesichter in der Formel D

Für die anderen Deutschen verlief das Rennen hingegen enttäuschend. Der Gladbacher Heidfeld wurde lediglich Zehnter und liegt als WM-Fünfter mit weiterhin 41 Punkten nun 23 Zähler hinter Hamilton. Zum sechsten Mal nicht ins Ziel kam Sebastian Vettel. Der Heppenheimer schied in der 24. Runde mit einem technischen Defekt aus und war danach ratlos. "Heute ist alles etwas in die Hose gegangen", klagte der 21-Jährige. Auch der Wiesbadener Nico Rosberg war im Williams-Toyota einmal mehr chancenlos und blieb als 14. zum sechsten Mal hintereinander ohne WM-Punkte. Der Gräfelfinger Adrian Sutil fiel mit seinem Force India in der 64. Runde aus.

 

Aktuelle Platzierung

Pl. Fahrer Team Box Zeit
1 H. Kovalainen McLaren F1 ... 0 1:37:27,067
 
2 T. Glock Toyota 0 + 11,061
 
3 K. Räikkönen Scuderia ... 0 + 16,856
 
4 F. Alonso Renault Sport ... 0 + 21,614
 
5 L. Hamilton McLaren F1 ... 0 + 23,048
 
6 N. Piquet jr. Renault Sport ... 0 + 32,298
 
7 J. Trulli Toyota 0 + 36,449
 
8 R. Kubica BMW Sauber F1 ... 0 + 48,321
 
9 M. Webber Aston Martin ... 0 + 58,834
 
10 N. Heidfeld BMW Sauber F1 ... 0 + 1:07,709
 
11 D. Coulthard Aston Martin ... 0 + 1:10,407
 
12 J. Button Honda Racing ... 0 1 Rd. zurück
 
13 K. Nakajima Williams ... 0 1 Rd. zurück
 
14 N. Rosberg Williams ... 0 1 Rd. zurück
 
15 G. Fisichella Sahara Force ... 0 1 Rd. zurück
 
16 R. Barrichello Honda Racing ... 0 2 Rd. zurück
 
17 F. Massa Scuderia ... 0 3 Rd. zurück
 
18 S. Bourdais Red Bull Toro ... 0 3 Rd. zurück
 
19 A. Sutil Sahara Force ... 0 Bremsen-Defekt, 64. Rd.
 
20 S. Vettel Red Bull Toro ... 0 Defekt, 24. Rd.

Schnellste Runde im aktuellen Rennen

Kimi Räikkönen (Scuderia Ferrari)
Runde: 61
1:21,195
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