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GP von Ungarn: Höchststrafe für Heidfeld

Doppel-Silber, Glock Fünfter

Was für eine starke Vorstellung des Wersauers Timo Glock im heißen Ungarn! Der Toyota-Pilot hat seinen Hockenheim-Unfall ausgesprochen gut verkraftet und geht als Fünfter ins Rennen, das am Sonntag um 14 Uhr startet. In der ersten Startreihe stehen zwei McLaren-Mercedes: Lewis Hamilton setzt seine starke Serie mit einer weiteren Pole Position fort, Heikki Kovalainen fing Robert Kubica am Ende noch ab. Für Nick Heidfeld war's ein schwarzer Samstag.

Lewis Hamilton
Volle Kraft voraus: Lewis Hamilton startet von Platz eins ins Rennen.
© dpaZoomansicht

McLaren-Mercedes könnte den Rückstand auf Ferrari also am Sonntag weiter verkürzen. Derzeit liegen die Silbernen mit 86:105 zurück, BMW-Sauber liegt mit 89 Zählern zwischen beiden. Und Lewis Hamilton ist nun der heiße Favorit auf den Sieg in Ungarn. Der junge Brite kann seinen dritten Sieg in Folge und den fünften in dieser Saison feiern, einen großen Schritt in Richtung Titel machen. Kovalainen könnte ihm im Rennen zunächst den Rücken freihalten. Denn Überholen ist auf dem Hungaroring traditionsgemäß schwer. "Das ist ein Traum", kommentierte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug das Resultat. "Lewis war das ganze Wochenende super, Heikki auf zwei - das ist natürlich wunderbar."

Denn auf Rang drei lauert Felipe Massa im ersten Ferrari, der seinem Teamkollegen Kimi Räikkönen (Sechster) knapp vier Zehntel abnahm. Dazwischen finden sich Robert Kubica, einmal mehr teaminterner BMW-Sieger über Nick Heidfeld, und Timo Glock, der im hitzebeständigen Toyota seine beste Platzierung einfuhr. "Es freut mich, dass ich den Leuten bisher schon mal eine gute Show bieten konnte. Nach der zweiten K.o.-Runde hatte ich mir noch ein bisschen mehr ausgerechnet. Aber ich bin ganz zufrieden", sagte der 26 Jahre alte Glock. "Wenn ich Kimi beim Start hinter mir halten kann, ist vielleicht ein Platz in den Top 5 drin."

Der aktuelle WM-Stand

Nach Platz zwei in Silverstone und der Aufholjagd in Hockenheim (Vierter) will der Mönchengladbacher Nick Heidfeld auf dem Hungaroring seine Aufholjagd auf Teamkollege Robert Kubica und die Spitzenleute fortsetzen. In Ungarn sieht es für "Quick Nick" nach einem katastrophalen Qualifying nicht gut aus. Nach Platz sechs im Abschlusstraining hatte sich der BMW-Sauber-Pilot sicherlich eine gute Top-Ten-Platzierung ausgerechnet. Doch daraus wurde nichts. Im Gegenteil: Heidfeld kassierte die schlechteste Platzierung im Qualifikationstraining seit drei Jahren und scheiterte bereits an der ersten Hürde. Höchststrafe. Am Sonntag wird er wieder eine Aufholjagd starten müssen.

Was machten die anderen Deutschen? Neben Heidfeld, der bei seinem letzten schnellen Versuch in der finalen Kurve unter anderem mit dem zu langsam vor ihm fahrenden Sebastien Bourdais zu kämpfen hatte (der Franzose wurde hernach um fünf Plätze zurückgestuft) und dementsprechend ungehalten reagierte, schied auch Adrian Sutil im Force India in der ersten Etappe aus. Heidfeld ("Ich bin total enttäuscht. Von dem Startplatz aus ist es eigentlich aussichtslos") wurde 15., Sutil 20. und Letzter im Klassement. Nico Rosberg (Williams), der die erste Hürde genommen hatte, kam im zweiten Abschnitt wegen Hydraulikproblemen gar nicht mehr auf die Strecke und musste mit Platz 14 vorlieb nehmen. Sebastian Vettel kämpfte mit dem Toro Rosso verbissen um den Einzug in die Top Ten. Der Heppenheimer rutschte in den letzten Sekunden noch auf Rang elf ab. Nelson Piquet Jr. war als Zehnter vier Hundertstelsekunden schneller.

Vor dem elften Saisonlauf am Sonntag (Start: 14 Uhr, live bei kicker online) liegt Hamilton in der Fahrer-WM mit 58 Punkten an der Spitze. Dahinter folgt das Ferrari-Duo Massa (54) und Titelverteidiger Räikkönen (51). Heidfeld (41) ist als bester Deutscher Gesamtfünfter.

 

Aktuelle Platzierung

Pl. Fahrer Team Zeit
1 L. Hamilton McLaren F1 ... 1:20,899
 
2 H. Kovalainen McLaren F1 ... 1:21,140
 
3 F. Massa Scuderia ... 1:21,191
 
4 R. Kubica BMW Sauber F1 ... 1:21,281
 
5 T. Glock Toyota 1:21,326
 
6 K. Räikkönen Scuderia ... 1:21,516
 
7 F. Alonso Renault Sport ... 1:21,698
 
8 M. Webber Aston Martin ... 1:21,732
 
9 J. Trulli Toyota 1:21,767
 
10 N. Piquet jr. Renault Sport ... 1:22,371
 
11 S. Vettel Red Bull Toro ... 1:20,144
 
12 J. Button Honda Racing ... 1:20,332
 
13 D. Coulthard Aston Martin ... 1:20,502
 
14 S. Bourdais Red Bull Toro ... 1:20,963
 
15 N. Rosberg Williams ...
 
16 N. Heidfeld BMW Sauber F1 ... 1:21,045
 
17 K. Nakajima Williams ... 1:21,085
 
18 R. Barrichello Honda Racing ... 1:21,332
 
19 G. Fisichella Sahara Force ... 1:21,670
 
20 A. Sutil Sahara Force ... 1:22,113

Schnellste Runde im aktuellen Rennen

Kimi Räikkönen (Scuderia Ferrari)
Runde: 61
1:21,195
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