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Piquet überrascht - Heidfeld wird Vierter

Hamilton: Eine Klasse für sich

Lewis Hamilton ist derzeit eine Klasse für sich. Der Brite sah in Hockenheim lange Zeit wie ein sicherer Sieger aus, doch nach einem bösen Unfall von Timo Glock schob sich das Feld in der Safety-Car-Phase wieder eng zusammen. Fortan musste Hamilton mächtig um den Sieg kämpfen, wobei er mit einem Super-Manöver Felipe Massa im Ferrari abkochte. Nelson Piquet wurde dank kluger Strategie Zweiter. Nick Heidfeld ist als Vierter bester Deutscher.

Silberpfeil: Lewis Hamilton fuhr die Konkurrenz in Hockenheim in Grund und Boden.
Silberpfeil: Lewis Hamilton fuhr die Konkurrenz in Hockenheim in Grund und Boden.
© dpaZoomansicht

Lewis Hamilton setzte sich mit einem famosen Grand Prix wieder alleinig an die WM-Spitze. Der britische McLaren-Mercedes-Pilot ließ seinen bis dato punktgleichen Ferrari-Kontrahenten Felipe Massa und Kimi Räikkönen keine Chance und gewann bei seiner Hockenheim-Premiere souverän den Großen Preis von Deutschland.

"Das war so nicht geplant"

"Ein großartiges Wochenende. Ich bin sehr glücklich", jubelte der Silber-Star nach seinem Coup und der obligatorischen Champagner-Dusche. Trotz aller überschäumender Freude übte Hamilton nach seinem achten Grand-Prix-Sieg seiner Karriere wegen des beinahe verhängnisvollen Taktik-Patzers auch Kritik: "Das war so nicht geplant. Ich hätte gerne eine lockere Spazierfahrt gemacht."

Überraschender Zweiter wurde Renault-Pilot Nelson Piquet junior, der von der Safety-Car-Phase nach Timo Glocks schlimmen Crash profitierte. Von Startplatz 17 aus ins Rennen gegangen, fuhr der Brasilianer seine ersten Führungskilometer ein und feierte sein bisher bestes Ergebnis in der Formel 1. Es war zudem die erste Podiumsplatzierung für Renault in dieser Saison.

Der zehnte Saisonlauf wurde von einem schweren Unfall Timo Glocks überschattet. Der Toyota-Pilot aus Wersau schlug nach einem Hinterachsbruch eingangs von Start und Ziel rückwärts auf der Zielgeraden in die Mauer ein. Nach einigen Schrecksekunden, als er zunächst regungslos im Wrack saß, gab Glock jedoch mit erhobenem Daumen das Zeichen für Entwarnung und konnte mit Hilfe der Mediziner selbst aus dem Cockpit klettern.

"Timo ist okay. Er hat keine sichtbaren Verletzungen", gab Toyota-Ingenieur Dieter Gass nach Rennende Entwarnung. "Er kommt ins Krankenhaus zur genauen Untersuchung." Glock klagte zunächst über Rückenschmerzen, wird aber aller Voraussicht nach beim nächsten Grand Prix am 3. August in Ungarn an den Start gehen können.

Bilder vom GP von Deutschland
Hockenheimring 2008
Im Qualifying gab er seinem Teamkollegen Nick Heidfeld zwar wieder das Nachsehen, im Rennen musste sich der Pole Robert Kubica im BMW-Sauber aber mit Rang sieben zufrieden geben.
Ausgebremst

Im Qualifying gab er seinem Teamkollegen Nick Heidfeld zwar wieder das Nachsehen, im Rennen musste sich der Pole Robert Kubica im BMW-Sauber aber mit Rang sieben zufrieden geben.
© dpa

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Nick Heidfeld belegte als bester Deutscher beim Heim-Grand-Prix den vierten Platz. Der 31 Jahre alte BMW-Sauber-Pilot aus Mönchengladbach, der nur vom zwölften Startplatz losgefahren war, schob sich durch eine beherzte Aufholjagd Stück für Stück nach vorn. Sebastian Vettel (Heppenheim) sicherte sich im Toro Rosso als Achter noch einen WM-Punkt. Williams-Toyota-Pilot Nico Rosberg (Wiesbaden) als Zehnter und Force-India-Vertreter Adrian Sutil (Gräfelfing) gingen dagegen leer aus. Sutil machte am Ende noch einen Platz gut, da Teamrivale Giancarlo Fisichella eine 25-Sekunden-Zeitstrafe wegen eines unerlaubten Boxenstopps von der FIA aufgebrummt bekam und im Klassement hinter den Deustschen zurückfiel.

Hamilton beerbt Häkkinen

Hamilton beendete mit seinem Triumph die lange Durststrecke der Silberpfeile in Hockenheim: Mika Häkkinen hatte vor zehn Jahren für den letzten Sieg beim Mercedes-Heimrennen gesorgt. Allerdings schien Hamiltons Erfolg durch einen Taktik-Patzer schon verloren: Während seine härtesten Rivalen alle während der Safety-Car-Phase nach Glocks Unfall tankten, ließen die McLaren-Mercedes-Strategen ihren Schützling überraschend auf der Piste. Dadurch fiel er hinter dem lange überraschend führenden Renault-Piloten Piquet und Massa zurück. Nach brillanter Aufholjagd überholte der Vizechampion erst den Ferrari-Mann in der 57. Runde und drei Umläufe später Piquet.

Nicht zu halten in Hockenheim: Lewis Hamilton gewinnt den Grand Prix von Deutschland.
Nicht zu halten in Hockenheim: Lewis Hamilton gewinnt den Grand Prix von Deutschland.
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Hamilton war trotz Heidfelds Schnellster Rennrunde (52.) zu jedem Zeitpunkt Herr des Rennens, die Konkurrenz konnte seinen Speed nicht annähernd mitgehen. Bereits vor der Safety-Car-Phase war der Brite unwiderstehlich davongezogen.

Nach 10 von 18 Rennen führt Hamilton mit 58 Punkten allein die WM an. Massa (54) ist Zweiter vor Räikkönen (51). Der Pole Robert Kubica, der Tagessiebter wurde, bleibt Vierter (48) vor seinem BMW-Sauber-Teamkollegen Heidfeld (41).

 

Aktuelle Platzierung

Pl. Fahrer Team Box Zeit
1 L. Hamilton McLaren F1 ... 0 1:31:20,874
 
2 N. Piquet jr. Renault Sport ... 0 + 5,586
 
3 F. Massa Scuderia ... 0 + 9,339
 
4 N. Heidfeld BMW Sauber F1 ... 0 + 9,825
 
5 H. Kovalainen McLaren F1 ... 0 + 12,411
 
6 K. Räikkönen Scuderia ... 0 + 14,483
 
7 R. Kubica BMW Sauber F1 ... 0 + 22,603
 
8 S. Vettel Red Bull Toro ... 0 + 33,282
 
9 J. Trulli Toyota 0 + 37,199
 
10 N. Rosberg Williams ... 0 + 37,658
 
11 F. Alonso Renault Sport ... 0 + 38,625
 
12 S. Bourdais Red Bull Toro ... 0 + 39,111
 
13 D. Coulthard Aston Martin ... 0 + 54,971
 
14 K. Nakajima Williams ... 0 + 1:00,003
 
15 A. Sutil Sahara Force ... 0 + 1:09,488
 
16 G. Fisichella Sahara Force ... 0 + 1:24,093
 
17 J. Button Honda Racing ... 0 1 Rd. zurück
 
18 R. Barrichello Honda Racing ... 0 Kollision
 
19 M. Webber Aston Martin ... 0 Motorschaden
 
20 T. Glock Toyota 0 Bruch Radaufhängung

Schnellste Runde im aktuellen Rennen

Nick Heidfeld (BMW Sauber F1 Team)
Runde: 52
1:15,987
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