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GP von Kanada: Kubica vor Heidfeld

Montréal trägt Blau und Weiß!

Riesenjubel bei den Bajuwaren! BMW Sauber feiert auf der "Ile de Notre Dame" in Montréal den ersten Sieg der Firmengeschichte und das gleich mit einem Doppelerfolg! Kubica distanzierte Heidfeld. Überhaupt bot der Grand Prix von Kanada nahezu alles, was das Racer-Herz höher schlagen lässt! Höhepunkt: Der bis dato WM-Führende, Lewis Hamilton, schoss Weltmeister Kimi Räikkönen in der Boxengasse ab

Überschäumend: Sektdusche von Kubica (li.) und Heidfeld (re.) für BMW-Motorsportdirektor Dr. Theissen.
Überschäumend: Sektdusche von Kubica (li.) und Heidfeld (re.) für Dr. Theissen.
© dpaZoomansicht

Robert Kubica und Nick Heidfeld haben in Montréal ein Märchen wahr gemacht und dem BMW-Sauber-Team den ersten Doppelsieg der Geschichte beschert. Die Münchner, die ihren ersten Formel-1-Erfolg überhaupt einfuhren, profitierten dabei von einem kuriosen Auffahrunfall von McLaren-Mercedes-Pilot Lewis Hamilton in der Boxengasse.

Nach einem Unfall von Adrian Sutil gab es eine Safety-Car-Phase. Die Führenden kamen allesamt an die Box. Die Ampel stand bei der Boxenausfahrt auf Rot, weil das Safety car gerade an der Ausfahrt vorbeifuhr. Räikkönen und Kubica hielten nebeneinander an. Hamilton, offenbar unkonzentriert, krachte Räikkönen ins Heck! Auch Rosberg konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und fuhr Hamilton hinten rein. Während Rosberg aber weitermachen konnte, mussten Hamilton und Räikkönen ihre Boliden vorzeitig verlassen.

Für Hamilton und Rosberg hat das Verkehrsvergehen ein Nachspiel: Beide Piloten müssen beim nächsten Rennen im französischen Magny-Cours in zwei Wochen in der Startaufstellung um zehn Plätze nach hinten rücken. Das entschied die Rennleitung am Sonntag in Montréal.

"Das ist sensationell"

"Ich weiß nicht, wie das passiert ist. Es ging alles so schnell. Es tut mir fürchterlich leid, ich entschuldige mich, wenn es mein Fehler war", sagte der Brite nach seinem Patzer zerknirscht. Hamiltons Pech folgte das große Glück für BMW Sauber. "Das ist sensationell, das ist klasse", jubelte BMW-Motorsportdirektor Dr. Mario Theissen. Ausgerechnet Kubica, der noch im vergangenen Jahr spektakulär mit über 280 Stundenkilometern in eine Betonmauer geprallt und sich danach mehrfach überschlagen hatte, fuhr in seinem 29. Rennen zum ersten Sieg - zugleich der erste Erfolg eines Osteuropäers in der Königsklasse des Motorsports.

Bilder aus Montréal
GP von Kanada 2008
Der erste Sieg für BMW und der erste Sieg eines Polen in der Formel 1. Robert Kubica hatte nach dem Rennen in Montreal allen Grund zum Jubeln.
Premiere

Der erste Sieg für BMW und der erste Sieg eines Polen in der Formel 1. Robert Kubica hatte nach dem Rennen in Montreal allen Grund zum Jubeln.
© dpa

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Der 23-jährige Kubica nutzte in Montréal, wo er vor einem Jahr einen wahren Horrorcrash wie durch ein Wunder nahezu unverletzt überstanden hatte, die Pannen der Favoriten eiskalt aus und übernahm nach seinem Husarenritt sogar die Spitze der WM-Wertung von Hamilton. Nach 70 abwechslungsreichen Runden gewann der Pole vor rund 100.000 Zuschauern den Großen Preis von Kanada mit 16,4 Sekunden Vorsprung vor Heidfeld, der damit einem Beinamen "Quick Nick" endlich mal alle Ehre machte.

Glocks bester Grand Prix

Den dritten Platz belegte der Schotte David Coulthard im Red Bull. Zweitbester Deutscher war Timo Glock (Wersau), der mit einem Stopp über die Runden kam und auf Platz vier sein bislang bestes Ergebnis in der Königsklasse verbuchte. Der Toyota-Pilot hatte das Rennen zwischendurch für einige Runden sogar angeführt - das hatten in der F1-Geschichte vor ihm bislang nur elf andere Deutsche geschafft.

Der Heppenheimer Sebastian Vettel, der nach dem Qualifying-Verzicht vom Samstag aus der Boxengasse dem Feld hinterherfahren musste, holte im Toro-Rosso-Ferrari Rang acht. Williams-Pilot Nico Rosberg (Wiesbaden) landete nach drei Stopps letztlich abgeschlagen auf dem 10. Platz.

Unter keinem glücklichen Stern stand das Rennen für Adrian Sutil (Gräfelfing). Der Force-India-Pilot musste sein Auto mit einem defekten Getriebe schon in Runde 15 neben der Strecke abstellen. Die resultierende Safety-Car-Phase hatte bekanntlich rennentscheidenden Charakter.

Start: Da war die Welt für Polesetter Lewis Hamilton noch in Ordnung.
Start: Da war die Welt für Polesetter Lewis Hamilton noch in Ordnung.
© dpaZoomansicht

In der WM-Wertung führt Kubica nach dem 7. von 18 Saisonrennen jetzt mit 42 Punkten vor den punktgleichen Hamilton und Massa (38). Kubica ist zudem der erste Pole, der sich in die Formel-1-Siegerliste eingetragen hat.

In der Teamwertung hat Ferrari mit 73 Punkten die Nase noch knapp vor BMW Sauber (70) vorn. McLaren-Mercedes ging leer aus und hat weiter 53 Punkte.

 

Aktuelle Platzierung

Pl. Fahrer Team Box Zeit
1 R. Kubica BMW Sauber F1 ... 0 1:36:24,447
 
2 N. Heidfeld BMW Sauber F1 ... 0 + 16,495
 
3 D. Coulthard Aston Martin ... 0 + 23,352
 
4 T. Glock Toyota 0 + 42,627
 
5 F. Massa Scuderia ... 0 + 43,934
 
6 J. Trulli Toyota 0 + 47,775
 
7 R. Barrichello Honda Racing ... 0 + 53,597
 
8 S. Vettel Red Bull Toro ... 0 + 54,120
 
9 H. Kovalainen McLaren F1 ... 0 + 54,433
 
10 N. Rosberg Williams ... 0 + 57,749
 
11 J. Button Honda Racing ... 0 + 1:07,540
 
12 M. Webber Aston Martin ... 0 + 1:11,229
 
13 S. Bourdais Red Bull Toro ... 0 1 Rd. zurück
 
14 G. Fisichella Sahara Force ... 0 Unfall, 53. Rd.
 
15 K. Nakajima Williams ... 0 Unfall, 47. Rd.
 
16 F. Alonso Renault Sport ... 0 Unfall, 45. Rd.
 
17 N. Piquet jr. Renault Sport ... 0 Defekt, 42. Rd.
 
18 K. Räikkönen Scuderia ... 0 Unfall, 20. Rd.
 
19 L. Hamilton McLaren F1 ... 0 Unfall, 20. Rd.
 
20 A. Sutil Sahara Force ... 0 Getriebeschaden, 15. Rd.

Schnellste Runde im aktuellen Rennen

Kimi Räikkönen (Scuderia Ferrari)
Runde: 14
1:17,387
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