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Horrorcrash von Heikki Kovalainen

Räikkönens perfekter Grand Prix

Ein Horrorcrash von McLaren-Mercedes-Pilot Heikki Kovalainen überschattete den souveränen Doppelsieg der Ferrari-Piloten Kimi Räikkönen und Felipe Massa auf dem Circuit de Catalunya. Lewis Hamilton steuerte seinen McLaren-Mercedes auf das Podest. Für die deutschen Piloten war es - sportlich gesehen - ein schwarzer Sonntag.

Doppelsieg: Kimi Räikkönen gewann überlegen vor Ferrari-Teamkollege Felipe Massa.
Doppelsieg: Kimi Räikkönen gewann überlegen vor Ferrari-Teamkollege Felipe Massa.
© dpaZoomansicht

Weltmeister Kimi Räikkönen feierte in Barcelona ein perfektes Wochenende. Nach der Dominanz am Freitag im freien Training und der Pole Position vom Samstag steuerte der Finne seinen Ferrari zu einem überlegenen Start- und Zielsieg, den er mit der Schnellsten Rennrunde krönte. Den Erfolg perfekt machte aus Sicht der Scuderia Felipe Massa, der nach seinem Vorjahreserfolg und dem Sieg zuletzt in Bahrain nun auf Platz zwei fuhr.

Bei McLaren-Mercedes konnte sich niemand über den dritten Platz von Lewis Hamilton so richtig freuen, denn Teamkollege Heikki Kovalainen krachte in der 22. Runde nahezu ungebremst mit seinem Boliden mit mehr als 200 km/h in die Reifenstapel. Der Finne war zwar hernach bei Bewusstsein, musste aber mit dem Rettungshubschrauber nach Barcelona geflogen werden.

Keine sichtbaren Verletzungen

"Nach unserem Kenntnisstand ist Heikki den Umständen entsprechend in Ordnung, und wenn sich das bestätigt, ist dies die allerwichtigste Meldung heute", sagte der erleichterte Mercedes-Sportchef Norbert Haug unmittelbar nach dem Rennen. Eine erste Untersuchung des 26-Jährigen im Streckenhospital hatte keine sichtbaren Verletzungen ergeben. Zur Sicherheit wurde er für weitere Checks aber noch in ein nahe gelegenes Krankenhaus gebracht. Auch von dort kam Entwarnung, es wurden keine Verletzungen festgestellt.

"Es gibt keine sichtbaren Verletzungen, aber er hat sich natürlich seinen Kopf angeschlagen, und als Vorsichtsmaßnahme wird er nun noch auf eine Gehirnerschütterung untersucht", sagte McLaren-Geschäftsführer Martin Whitmarsh: "Er beklagte sich darüber, dass er sich seinen Ellbogen angeschlagen hat, ich denke jedoch, dass dies ziemlich normal ist." Whitmarsh ging zunächst nicht davon aus, dass Kovalainens Start in zwei Wochen in Istanbul in Gefahr sei.

Bilder aus Barcelona
GP von Spanien
Die gesamte Ferrari-Crew war auf der Boxenmauer in Barcelona angetreten, um Kimi Räikkönens Start-Ziel-Sieg zu feiern. Die italienische Tricolore ist bei der Scuderia in solchen Momenten immer griffbereit.
Start- und Ziel-Sieg

Die gesamte Ferrari-Crew war auf der Boxenmauer in Barcelona angetreten, um Kimi Räikkönens Start-Ziel-Sieg zu feiern. Die italienische Tricolore ist bei der Scuderia in solchen Momenten immer griffbereit.
© dpa

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Aus deutscher Sicht war der Grand Prix von Spanien ein total verkorkstes Rennen. Bereits in der 1. Runde kollidierten Adrian Sutil und Sebastian Vettel, beide schieden aus. Für Nico Rosberg (wahrscheinlich Motorschaden) war der GP nach 41 von 66 Runden beendet, Nick Heidfeld als Neunter und Timo Glock als Elfter verpassten die Punkte.

Beim Start hatte Räikkönen seine Spitzenposition behauptet, Massa war gleich an Alonso vorbeigezogen. Auch Hamilton überholte Kubica, und Heidfeld machte gleich zwei Plätze gut und verbesserte sich vom neunten auf den siebten Platz. Rosberg schob sich mit einem guten Start bis auf Rang 11 nach vorne, wogegen Glock von Position 14 noch weiteren Boden verlor.

Am Ende des Feldes war dagegen für Sutil und Vettel das Rennen gleich nach wenigen hundert Metern beendet. Sutil drehte sich nach einem missglückten Überholmanöver auf der Strecke, der von hinten kommende Vettel hatte im Toro Rosso keine Chance mehr, dem Force-India-Ferrari auszuweichen und stieß frontal mit ihm zusammen.

Für den Heppenheimer, der Sutil ein "hirnloses Manöver" vorwarf, war es im vierten Rennen der vierte Ausfall und nach Australien und Bahrain bereits der dritte in der ersten Runde. Sutil kommentierte seinen Aufall: "Ich bin sehr enttäuscht von mir selber. Schlimmer kann es nicht werden, nur besser."

Der Asturier Fernando Alonso, der am Samstag mit Platz zwei im Qualifying bei seinem Heimspiel in Spanien eine große Show im Renault bot, schied im Rennen vor 132 600 Fans mit Motorschaden aus.

Großes Pech hatte Nick Heidfeld, der während der zweiten Safety-Car-Phase des Rennens nach dem Kovalainen-Unfall wegen Spritmangels zum Tanken musste und dafür mit einer Stop-and-Go-Strafe belegt wurde.

In der Fahrer-WM hat Räikkönen (29 Punkte) mit seinem Sieg die Führung ausgebaut, auf Platz zwei rangiert nun Hamilton (20) vor Kubica (19) und Massa (18). Nick Heidfeld als bester Deutscher hat nach wie vor 16 Zähler auf dem Konto.

In der Konstrukteurs-WM verlor BMW Sauber die Führung. Ferrari ist mit 47 Punkten Erster vor den Weiß-Blauen (35) und McLaren-Mercedes (34).

 

Aktuelle Platzierung

Pl. Fahrer Team Box Zeit
1 K. Räikkönen Scuderia ... 0 1:38:19,051
 
2 F. Massa Scuderia ... 0 + 3,228
 
3 L. Hamilton McLaren F1 ... 0 + 4,187
 
4 R. Kubica BMW Sauber F1 ... 0 + 5,654
 
5 M. Webber Aston Martin ... 0 + 35,938
 
6 J. Button Honda Racing ... 0 + 53,010
 
7 K. Nakajima Williams ... 0 + 58,244
 
8 J. Trulli Toyota 0 + 59,435
 
9 N. Heidfeld BMW Sauber F1 ... 0 + 1:03,037
 
10 G. Fisichella Sahara Force ... 0 1 Rd. zurück
 
11 T. Glock Toyota 0 1 Rd. zurück
 
12 D. Coulthard Aston Martin ... 0 1 Rd. zurück
 
13 T. Sato Super-Aguri 0 1 Rd. zurück
 
14 N. Rosberg Williams ... 0 Motorschaden, 42. Rd.
 
15 F. Alonso Renault Sport ... 0 Defekt, 35.Rd.
 
16 R. Barrichello Honda Racing ... 0 Defekt, 34.Rd.
 
17 H. Kovalainen McLaren F1 ... 0 Unfall, 22. Rd.
 
18 A. Davidson Super-Aguri 0 Defekt, 9.Rd.
 
19 S. Bourdais Red Bull Toro ... 0 Unfall, 8. Rd.
 
20 N. Piquet jr. Renault Sport ... 0 Unfall, 8. Rd.
 
21 S. Vettel Red Bull Toro ... 0 Unfall, 1. Rd.
 
22 A. Sutil Sahara Force ... 0 Unfall, 1. Rd.

Schnellste Runde im aktuellen Rennen

Kimi Räikkönen (Scuderia Ferrari)
Runde: 46
1:21,670
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