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Podium für Heidfeld und Rosberg

Hamilton triumphiert Down Under

Was für ein Auftakt in die neue F1-Saison! Drei Safety-Car-Phasen, 15 Ausfälle, eine Schmach für Weltmeister Ferrari und Kimi Räikkönen, der nur aufgrund von Barrichellos Disqualifikation einen Punkt erhielt! Über allem triumphierte McLaren-Mercedes-Pilot Lewis Hamilton, der einen ungefährdeten Start-Zielsieg feierte. BMW-Sauber-Pilot Nick Heidfeld und Williams-Toyota-Fahrer Nico Rosberg folgten dem Briten aufs Podium.

Triumphator: McLaren-Mercedes-Pilot Lewis Hamilton feirte einen überragenden Auftaktsieg in Melbourne.
Triumphator: McLaren-Mercedes-Pilot Lewis Hamilton feirte einen überragenden Auftaktsieg in Melbourne.
© dpaZoomansicht

Riesenjubel im Lager der "Silbernen", Enttäuschung und Ernüchterung bei den "Roten". McLaren-Mercedes feiert mit Lewis Hamilton einen überzeugenden Sieg beim Grand Prix von Melbourne, während bei Ferrari nahezu alles schief lief. Einziger Wermutstropfen im britisch-schwäbischen Rennstall: Durch die dritte Safety-Car-Phase verpassten die "Silberpfeile" einen lange Zeit sicher geglaubten Doppelsieg, Heikki Kovalainen landete am Ende auf Rang fünf. Vierter wurde der zweimalige Champion Fernando Alonso aus Spanien im Renault

Rosbergs erstes Podium!

Einen super Saisoneinstand gab es auch für Nick Heidfeld und Nico Rosberg, die Hamilton aufs Podium folgten. Für Williams-Pilot Rosberg war es der erste Sprung aufs Treppchen überhaupt.

Für die anderen deutschen Fahrer verlief das Rennen dagegen nicht nach Wunsch. Sebastian Vettel schied im Toro-Rosso-Ferrari schon in der ersten Kurve nach einer Kollision aus. Timo Glocks Premiere bei Toyota war nach einem heftigen Abflug 15 Runden vor Schluss zu Ende. Erst wurde er ein wenig aus der Kurve getragen, kam ins Gras. Dann sprang der Bolide über einen Hügel, das Auto war unkontrollierbar und krachte in die Mauer! Glock verletzte sich aber nur leicht an der rechten Hand. Adrian Sutil musste derweil seinen Force-India-Ferrari wegen eines Hydraulikschadens vorzeitig abschalten.

"Lotteriespiel mit den Safety-Car-Phasen"

"Ich fühle mich fantastisch. Ich danke meinem Team für ein tolles Auto und eine perfekte Strategie. Ich bin überglücklich für alle, die so hart gearbeitet haben", meinte der Brite Hamilton. Auch Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug sprach von einem "Traumstart": "All unsere harte Arbeit hätte nicht besser belohnt werden können." Sein BMW-Kollege Dr. Mario Theissen, der nur den Ausfall von Robert Kubica zu bedauern hatte, meinte: "Das war ein Lotteriespiel mit den Safety-Car-Phasen. Für Nick hat es gut gepasst. Es war ein echtes Strategiespiel. Platz zwei war das Beste, was wir rausholen konnten."

Bilder aus Melbourne
GP von Australien
David Coulthard kollidierte mit Felipe Massa und flog mit dem Red Bull von der Strecke.
Off-Road

David Coulthard kollidierte mit Felipe Massa und flog mit dem Red Bull von der Strecke.
© dpa

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Hamilton dagegen erwischte einen Auftakt nach Maß. Vom Start weg diktierte er das Rennen. Er siegte nach 58 Runden auf dem 5,303 Kilometer langen Kurs und 307,574 Kilometer in 1:34:50:616 Stunden und hatte 5,478 Sekunden Vorsprung auf Heidfeld. "Wir sind begeistert, dass wir vorne sind. Schade, dass es nicht auch mit Platz zwei geklappt hat", sagte McLaren-Mercedes-Teamchef Ron Dennis.

Einen total verpatzten Saisonstart legte Honda hin. Nachdem für Jenson Button bereits in der ersten Runde nach dem Massen-Crash das Rennen beendet war, wurde Rubens Barichello, der als Sechster drei WM-Punkte ergattert hätte, nachträglich disqualifiziert. Der Brasilianer hatte nach einem Boxenstopp die Gasse verlassen, obwohl die Ampel noch auf Rot stand.

Eine Strafe erhielt im Nachhinein auch Kazuki Nakajima, die trübte. Der Japaner, der in seinem erst zweiten Formel-1-Rennen Platz sechs belegte, wird beim nächsten Rennen in der Startaufstellung zehn Plätze nach hinten versetzt. Die Rennkommissare bestraften Nakajima für eine von ihm verursachte Kollision mit BMW-Sauber-Pilot Robert Kubica (Polen), der danach ausschied.

Der große Verlierer war Ferrari. Weltmeister Räikkönen war nach der missglückten Qualifikation nur von Platz 15 ins Rennen gegangen. Der Finne konnte sich zwar bis auf den dritten Rang vorarbeiten. Doch bei Überholmanövern gegen seinen Landsmann Kovalainen in der 29. und später gegen Toyota-Fahrer Glock in der 44. Runde landete er jeweils neben der Strecke und schied in der 55. Runde aus. Immerhin erhielt er durch die nachträgliche Disqualifizierung als Achter mit fünf Runden Rückstand noch einen Punkt. Nicht viel besser erging es Teamkollege Massa. Erst rutschte der Brasilianer in der ersten Runde von der Strecke, in der 31. Runde blieb sein Auto mit Problemen stehen, nachdem er zuvor den Red Bull von David Coulthard "abgeschossen" hatte.

Am Ende waren nach zahlreichen Crashs, Abflügen, Überholmanövern und Safety-Car-Phasen nur sieben Fahrer ins Ziel gekommen, acht wurden gewertet. Der GP von Australien machte Appetit auf mehr. In einer Woche geht's weiter mit dem Großen Preis von Malaysia!

 

Aktuelle Platzierung

Pl. Fahrer Team Box Zeit
1 L. Hamilton McLaren F1 ... 0 1:34:50,616
 
2 N. Heidfeld BMW Sauber F1 ... 0 + 5,478
 
3 N. Rosberg Williams ... 0 + 8,163
 
4 F. Alonso Renault Sport ... 0 + 17,181
 
5 H. Kovalainen McLaren F1 ... 0 + 18,014
 
6 K. Nakajima Williams ... 0 1 Rd. zurück
 
7 S. Bourdais Red Bull Toro ... 0 3 Rd. zurück
 
8 K. Räikkönen Scuderia ... 0 5 Rd. zurück
 
9 R. Kubica BMW Sauber F1 ... 0 Unfall, 49. Rd.
 
10 T. Glock Toyota 0 Unfall, 44. Rd.
 
11 T. Sato Super-Aguri 0 Defekt, 33. Rd.
 
12 N. Piquet jr. Renault Sport ... 0 Defekt, 31. Rd.
 
13 F. Massa Scuderia ... 0 Defekt, 30. Rd.
 
14 D. Coulthard Aston Martin ... 0 Unfall, 26. Rd.
 
15 J. Trulli Toyota 0 Defekt, 21. Rd.
 
16 A. Sutil Sahara Force ... 0 Hydraulikschaden, 10. Rd.
 
17 S. Vettel Red Bull Toro ... 0 Unfall, 1. Rd.
 
18 M. Webber Aston Martin ... 0 Unfall, 1. Rd.
 
19 A. Davidson Super-Aguri 0 Unfall, 1. Rd.
 
20 J. Button Honda Racing ... 0 Unfall, 1. Rd.
 
21 G. Fisichella Sahara Force ... 0 Unfall, 1. Rd.
 
22 R. Barrichello Honda Racing ... 0 Disqualifiziert

Schnellste Runde im aktuellen Rennen

Heikki Kovalainen (McLaren F1 Team)
Runde: 43
1:27,418
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