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GP von Monaco: Michael Schumacher fährt aus der Boxengasse auf Rang sechs vor

Alonso, König im Fürstentum

Weltmeister Alonso gewann im Renault den GP von Monaco überlegen und souverän vor McLaren-Mercedes-Pilot Juan Pablo Montoya und David Coulthard im Red Bull. Michael Schumacher kam, von der Boxengasse aus gestartet, noch auf Rang fünf.

Stau in Monaco: Michael Schumacher kämpft sich durch den dichten Verkehr.
Stau in Monaco: Michael Schumacher kämpft sich durch den dichten Verkehr.
© dpaZoomansicht

Weltmeister Fernando Alonso feierte im Fürstentum von Monaco einen Start- und Zielsieg und baute in der Fahrerwertung seinen Vorsprung auf Michael Schumacher weiter aus. Kimi Räikkönen sah die Zielflagge ebenso wenig wie Jarno Trulli, Christian Klien, Nico Rosberg, Takuma Sato und Mark Webber.

Der siebenmalige Weltmeister Michael Schumacher fuhr ein starkes Rennen, sicherte sich auch die Schnellste Runde, kam letzten Endes aber knapp hinter seinem Ex-Teamkollegen Rubens Barrichello (Honda) nicht über den fünften Rang hinaus.

Nach dem von Michael Schumachers Seite aus äußerst unrühmlichen Qualifying (Der Ferrari-Pilot ließ mit der Bestzeit im Rücken seinen Boliden in der letzten Runde nach einem kleinen Fahrfehler einfach in der Rascasse-Kurve stehen und so musste vor allem Alonso eine wesentlich engere Linie fahren und verlor dadurch deutlich an Speed), startete Weltmeister Fernando Alonso von der Pole Position. Der strafversetzte Ferrari-Pilot dagegen ging als Letzter ins Rennen, hinter Teamkollege Felipe Massa, der nach seinem Crash vom Samstag im Qualifying ohne Zeit blieb. Schumacher entschied sich sogar, aus der Boxengasse zu starten, da er so seinen Boliden noch nachtanken durfte.

Nach den Strafversetzungen von Michael Schumacher und Giancarlo Fisichella (Behinderung eines Gegners im Qualifying) startete Nico Rosberg als zweitbester Deutscher vom achten Platz. Ralf Schumacher war Zehnter der Startaufstellung, Heidfeld 15.

Alonso gewann den Start, Räikkönen hing Webber im Heck, kam aber nicht vorbei. Rosberg dagegen fuhr auf den 6. Platz vor. Bereits zu Beginn der zweiten Runde überholte der extrem schnelle Räikkönen den zweitplatzierten Webber und bedrängte fortan Alonso.

Michael Schumacher, aus der Box gestartet, schob sich innerhalb von drei Runden auf Rang 16 vor, hing dann aber hinter Jenson Button (Honda) fest.

Monaco-typisch gab es lange keine Veränderungen auf den Plätzen. Die vollbetankten Ferrari hingen hinter Button (Schumacher) und Albers (Massa) fest. Alonso hatte weniger als eine Sekunde Vorsprung vor Räikkönen, der Finne aber keine Chance, ernsthaft anzugreifen.

Die Ferrari-Fans mussten bis zur 21. Runde warten, ehe sie ein tolles Manöver sahen: Michael Schumacher bremste Button vor der Schikane nach dem Tunnel klassisch aus und fuhr dem Briten sofort davon.

Als erstes der Topteams holte McLaren-Mercedes seine Piloten in der 22. Runde - Montoya - und 23. Runde - Räikkönen - an die Box. Beide fassten viel Sprit. Anders als Alonso, der nur eine Runde später an die Zapfsäule kam.

Alonso fuhr danach längere Rundenzeiten als im ersten Stint. Webber hatte somit auf Alonso und Räikkönen aufholen können. Schumacher hing derweil hinter Villeneuve fest. Zudem zwängte sich Coulthard nach seinem Tankstopp genau zwischen den Kanadier und den Kerpener.

Pech hatte Rosberg mit seinem ersten Stopp: Der bis dato Sechstplatzierte hing nach seinem Boxenstopp als 15. hinter einer Gruppe mit Heidfeld, Ralf Schumacher, Liuzzi, Villeneuve und Michael Schumacher fest. Er hatte einen äußerst unglücklichen Zeitpunkt beim Tanken erwischt.

Hinter dem achtplatzierten Heidfeld kam es fast zum "Stau" mit sieben Fahrzeugen. Darin verwickelt: Michael Schumacher, der einerseits Coulthard attackierte, andererseits Fisichella abblockte. In der 37. Runde holte Ferrari Michael Schumacher zum Stopp an die Box. Er stand nur 9,1 Sekunden, hatte danach aber freie Fahrt.

Schumis Teamkollege Massa tankte eine Runde später und erhielt neue Reifen. Der Brasilianer fasste viel Sprit und war auf einer Ein-Stopp-Strategie unterwegs.

Das nächste Highlight setzte Giancarlo Fisichella mit seinem Renault in der 40. Runde: Am Ende des Tunnels zog Fisichella raus und bremste Coulthard vor der Schikane mit einem tollen, aber auch extrem engen Manöver aus. Er breührte auch den Frontflügel des Red Bull. Und nur eine Runde später: Das gleiche Manöver an derselben Stelle! Diesmal bremste Fisichella Villeneuve aus. Klasse! Der Italiener fuhr wie entfesselt.

Während sich Michael Schumacher durch ein Überholmanöver gegen Villeneuve auf Rang zwölf vorschob, zog Fisichella an Liuzzi vorbei, was ihm Rang acht einbrachte.

In der 49. Runde musste der an Position drei liegende Mark Webber seinen Williams mit Motorschaden abstellen. Das Safety-Car kam raus. Alonso und Räikkönen kamen zeitgleich zum Tanken, Alonso fuhr aber als Erster wieder raus und behielt die Führung.

Nahezu alle Fahrer nutzten die Chance zum Tankstopp, das Feld war wieder dicht beisammen.

Doch Schock in der 51. Runde für McLaren-Mercedes! Aus für Räikkönen! In der SC-Phase! Der McLaren-Mercedes rauchte und qualmte. Motorschaden!

In der 54. Runde kam auch das Aus für Nico Rosberg, der seinen Williams in der Leitplanke parkte. Doppelausfall für Williams. Der Österreicher Klien rollte in der 58. Runde mit seinem Red Bull am Eingang der Boxengasse aus. Damit war Schumi zu diesem Zeitpunkt Sechster, Heidfeld Achter.

Sechs Runden vor dem Ende rollte der drittplatzierte Trulli mit seinem Toyota am Streckenrand aus.

Michael Schumacher war gegen Ende der absolut Schnellste im Feld und brannte in der 74. Runde die Schnellste Runde in den Asphalt.

Weltmeister Alonso gewann im Renault den GP von Monaco überlegen und souverän vor McLaren-Mercedes-Pilot Juan Pablo Montoya und David Coulthard im Red Bull. Michael Schumacher kam, von der Boxengasse aus gestartet, noch auf Rang fünf.

Mit seinem ersten Truimph beim Großen Preis von Monaco baute Alonso seinen Vorsprung in der Fahrerwertung schon beinahe uneinholbar aus. Nach dem vierten Saisonsieg hat der Spanier vor den letzten elf Rennen bereits einen Vorsprung von 21 Punkten auf den weiter zweitplatzierten Schumacher (43). Dritter bleibt der finnische Pechvogel Kimi Raikkönen (27). In der Markenwertung führt Alonsos Renault-Team weiter souverän vor Ferrari.

 

Aktuelle Platzierung

Pl. Fahrer Team Box Zeit
1 F. Alonso Renault Sport ... 0 1:43:43,116
 
2 J. Montoya McLaren F1 ... 0 + 14,567
 
3 D. Coulthard Aston Martin ... 0 + 52,298
 
4 R. Barrichello Honda Racing ... 0 + 53,377
 
5 M. Schumacher Scuderia ... 0 + 53,830
 
6 G. Fisichella Renault Sport ... 0 + 1:02,072
 
7 N. Heidfeld BMW Sauber F1 ... 0 1 Rd. zurück
 
8 R. Schumacher Toyota 0 1 Rd. zurück
 
9 F. Massa Scuderia ... 0 1 Rd. zurück
 
10 V. Liuzzi Red Bull Toro ... 0 1 Rd. zurück
 
11 J. Button Honda Racing ... 0 1 Rd. zurück
 
12 C. Albers MF1 Racing 0 1 Rd. zurück
 
13 S. Speed Red Bull Toro ... 0 1 Rd. zurück
 
14 J. Villeneuve BMW Sauber F1 ... 0 1 Rd. zurück
 
15 T. Monteiro MF1 Racing 0 2 Rd. zurück
 
16 F. Montagny Super-Aguri 0 3 Rd. zurück
 
17 J. Trulli Toyota 0 6 Rd. zurück
 
18 C. Klien Aston Martin ... 0 Defekt, 57. Rd.
 
19 N. Rosberg Williams ... 0 Unfall, 54. Rd.
 
20 K. Räikkönen McLaren F1 ... 0 Motorschaden, 51. Rd.
 
21 M. Webber Williams ... 0 Motorschaden, 48. Rd.
 
22 T. Sato Super-Aguri 0 Defekt, 46. Rd.

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