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GP von Bahrain: Formel-1-Saisonauftakt geht an den Weltmeister

Alonso schlägt Schumi

Fernando Alonso gewinnt den GP von Bahrain vor Ferrari-Pilot Michael Schumacher. Räikkönen fährt vom letzten Platz auf drei vor. Button wird Vierter vor Montoya. Neuling Nico Rosberg belegt einen hervorragenden siebten Platz, Heidfeld landet auf Rang zwölf. Enttäuschung bei Ralf Schumacher, der nur 14. wird.

Start in die F1-Saison 2006: Michael Schumacher hat die Nase vorne. Am Ende gewann aber Fernando Alonso.
Start in die F1-Saison 2006: Michael Schumacher hat die Nase vorne. Am Ende gewann aber Fernando Alonso.
© Kicker

Am Ende eines unterhaltsamen, spannenden und mit zahlreichen Überholmanövern bereicherten Rennens setzte sich Weltmeister Fernando Alonso ganz knapp im Renault vor seinem Vorgänger Michael Schumacher durch, der in einem wiedererstarkten Ferrari absolut konkurrenzfähig war.


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Ein Happy Ende gab es für Vize-Weltmeister Kimi Räikkönen, der damit das Podium der "großen Drei" perfekt machte. Nach seinem Pech in der Qualifikation, als an seinem Silberpfeil Radaufhängung und Heckflügel wegbrachen, nutzte er vom letzten Platz die Chance, mit randvollem Tank loszufahren, und kam im Gegensatz zu den Spitzenpiloten mit nur einem Boxenstopp durch.

"Trotz der Enttäuschung von Samstag wusste ich, dass ich gute Chancen habe, vielleicht ein paar Punkte mitzunehmen", sagte der "Iceman", der schon nach der ersten Runde auf Rang 13 lag. "Vom letzten Platz noch aufs Podium zu fahren, war eine großartige Leistung von Kimi", sagte Mercedes-Sportchef Norbert Haug.

Einen hervorragenden Formel-1-Einstand feierte Nico Rosberg im Williams-Cosworth. Der 20-Jährige fuhr ein beherztes Rennen, zeigte schöne Überholmanöver und steuerte seinen Boliden letzten Endes auf Rang sieben und ergatterte damit gleich seine ersten beiden WM-Punkte. Damit aber nicht genug: Der Sohn des Ex-Weltmeisters Keke Rosberg steht fortan mit der Schnellsten Runde des 2006er GP von Bahrain in den Geschichtsbüchern der F1!

Ferrari kann nach der verkorksten vergangenen Saison nach dem ersten Härtetest aufatmen. Der siebenmalige Champion Michael Schumacher verpasste nach seiner Pole Position vom Samstag eine Wiederholung seines Bahrain-Sieges von 2004 nur äußerst knapp. Fernando Alonsos Schlüssel zum Erfolg war der spätere zweite Boxenstopp, als er um Sekundenbruchteile vor Schumacher auf die Strecke zurückkehrte. "Ich hatte Glück, dass ich da knapp die Nase vorne hatte", sagte der jüngste Weltmeister der Formel-1-Geschichte und prophezeite: "Das wird eine sehr enge Saison."

Doch Schumacher, der seinen letzten "echten" Sieg am 10. Oktober 2004 in Suzuka geholt hatte (danach war er noch Erster beim Skandalrennen von Indianapolis), ist wieder zurück im Geschäft. "Wir sind glücklich. Obwohl auch ein bisschen Frust dabei ist, wenn man so dicht dran ist", so Ferraris-Technikchef Ross Brawn. "Wir fahren um die Meisterschaft mit. Wir sind ein ernsthafter Titelanwärter."

Schon als Schumacher am Samstag in der neuen und hochspektakulären K.o.-Qualifikation in drei Akten zum 65. Mal in seiner Karriere auf die Pole-Position gerast war und den Rekord des großen Brasilianers Ayrton Senna eingestellt hatte, freute sich der Ferrari-Pilot überschwänglich: "Ich fühle mich wie Phönix aus der Asche!"

"Natürlich wäre ein Sieg noch schöner gewesen. Aber wenn man sieht, wo wir letztes Jahr waren, und man uns vorher gesagt hätte, dass ich hier Zweiter werde, dann wären wir sehr glücklich gewesen", sagte Schumacher: "Acht Punkte sind sehr gut. Das war eine sehr gute Arbeit vom Team, ein guter Kampf und ein gutes Rennen. Es ist ein sehr viel versprechender Auftakt."

Weniger erfolgreich verlief der Saisonauftakt für die beiden anderen Deutschen. Nick Heidfeld kam im neuen BMW Sauber F1 nicht über den zwölften Rang hinaus. Noch schlechter ging die Renn-Premiere für Ralf Schumacher und Toyota aus. Der Wahl-Salzburger landete auf einem enttäuschenden 14. Rang, war aber zumindest schneller als Teamkollege Jarno Trulli, der noch zwei Plätze mehr verlor.

 

Aktuelle Platzierung

Pl. Fahrer Team Box Zeit
1 F. Alonso Renault Sport ... 0 1:29:46,205
 
2 M. Schumacher Scuderia ... 0 + 1,246
 
3 K. Räikkönen McLaren F1 ... 0 + 19,360
 
4 J. Button Honda Racing ... 0 + 19.992
 
5 J. Montoya McLaren F1 ... 0 + 37,048
 
6 M. Webber Williams ... 0 + 41,932
 
7 N. Rosberg Williams ... 0 + 1:03,043
 
8 C. Klien Aston Martin ... 0 + 1:06,771
 
9 F. Massa Scuderia ... 0 + 1:09,907
 
10 D. Coulthard Aston Martin ... 0 + 1:15,541
 
11 V. Liuzzi Red Bull Toro ... 0 + 1:25,997
 
12 N. Heidfeld BMW Sauber F1 ... 0 1 Rd. zurück
 
13 S. Speed Red Bull Toro ... 0 1 Rd. zurück
 
14 R. Schumacher Toyota 0 1 Rd. zurück
 
15 R. Barrichello Honda Racing ... 0 1 Rd. zurück
 
16 J. Trulli Toyota 0 1 Rd. zurück
 
17 T. Monteiro MF1 Racing 0 2 Rd. zurück
 
18 T. Sato Super-Aguri 0 4 Rd. zurück
 
19 Y. Ide Super-Aguri 0 Defekt, 46. Rd.
 
20 J. Villeneuve BMW Sauber F1 ... 0 Motorschaden, 30. Rd.
 
21 G. Fisichella Renault Sport ... 0 Hydraulikschaden, 21. Rd.
 
22 C. Albers MF1 Racing 0 Defekt, 2. Rd.

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