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GP von Belgien: Kimi Räikkönen gewinnt auf nasser Strecke vor dem WM-Führenden

Alonso muss sich weiter gedulden

Kimi Räikkönen sicherte sich überlegen den Sieg beim GP von Belgien, konnte aber nur zwei WM-Zähler auf den zweitplatzierten Fernando Alonso gutmachen, nachdem Juan Pablo Montoya kurz vor Rennende ausschied. Michael Schumacher wurde von Takuma Sato "abgeschossen". Der Japaner wird dafür bestraft.

Karambolage im "Wohnzimmer": Michael Schumacher wird von Sato "abgeschossen".
Karambolage im "Wohnzimmer": Michael Schumacher wird von Sato "abgeschossen".
© Kicker

Die Weltmeisterschaft bleibt weiter spannend. Drei Rennen vor Saisonende führt Fernando Alonso - der vorzeitig den Titel hätte einheimsen können, wenn er vier Punkte mehr geholt hätte als Räikkönen - mit 25 Punkten vor dem finnischen McLaren-Mercedes-Piloten, der in Spa-Francorchamps seinen sechsten Saisonerfolg feierte.

McLaren-Mercedes verpasste einen lange sicher geglaubten Doppelsieg, nachdem Juan Pablo Montoya auf Platz zwei liegend mit Antonio Pizzonia - dem Ersatzmann Nick Heidfelds - kollidierte und drei Runden vor Rennende ausschied.

Fernando Alonso fuhr ein hervorragendes, fehlerfreies und durchdachtes Rennen, in welchem er kein zu großes Risiko einging und sich aus allen gefährlichen Situationen heraushielt. Auch wagte er es nicht wie mancher Konkurrent, voreilig auf Trockenreifen umzurüsten, sondern blieb auf seinen Intermediates und spulte routiniert sein Pensum ab.


Das Rennen im LIVE!-Ticker


Jenson Button pilotierte seinen BAR-Honda auf nasser Fahrbahn auf den dritten Platz und kletterte noch aufs Podium, Mark Webber wurde Vierter vor Rubens Barrichello. Ganz knapp ging es im Kampf um Platz sechs zu, den Jacques Villeneuve hauchdünn vor Ralf Schumacher ins Ziel rettete.

Einen hervorragenden achten Rang belegte Tiago Monteiro, der dem Jordan-Team einen WM-Punkt bescherte.

Der noch amtierende Weltmeister Michael Schumacher kam in seinem "Wohnzimmer" in den Ardennen, wo er schon so viele Erfolge feiern konnte, nicht ins Ziel, nachdem er von BAR-Honda-Pilot Takuma Sato in der 14. Runde "abgeschossen" wurde. Nach dem Restart nach einer Safety-Car-Phase krachte der Japaner beim Anbremsen der langsamen Haarnadelkurve La Source ins Heck des Ferrari.

Beide Piloten schieden aus, Schumacher zeigte Sato noch am Auto stehend mit einer abfälligen Geste deutlich, wem er die Schuld an dem Unfall gab. "Ich habe mich auf einen Jordan vor mir konzentriert – da hat es plötzlich rumms gemacht. Ich habe da ganz normal gebremst, doch Sato hat offenbar andere Grenzen“, sagte Schumacher. Auf die Frage, was er dem Japaner in seinem Ärger dann unmittelbar nach dem Crash erzählt habe, meinte der der Weltmeister im TV-Interview: "Lieber nicht, denn es schauen ja auch Kinder zu.“

Die Schuld am Rennunfall sah auch die Rennleitung auf Seiten des Japaners und belegte Sato mit dem Abzug von zehn Startplätzen für das nächste Rennen. Pizzonia muss für seinen Crash mit Montoya 8000 Dollar Strafe zahlen.

Nötig gemacht hatte den Einsatz des Safety Cars in der 11. Runde ein schwerer Unfall des Italieners Giancarlo Fisichella, der mit seinem Renault in der berüchtigten Eau-Rouge-Kurve von der Strecke gerutscht, in einen Reifenstapel eingeschlagen, aber unverletzt geblieben war.

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge dürfte Ralf Schumacher auf das Rennen zurückblicken. Zunächst wurde der Toyota-Pilot, von Platz fünf gestartet, in der ersten Runde auf Rang acht durchgereicht. Zwischendurch bis auf den zweiten Platz vorgefahren, pokerte der Kerpener und ließ frühzeitig trotz noch immer nicht komplett abgetrockneter Piste Trockenreifen aufziehen. Alsbald fand sich Ralf Schumacher aber im Gras neben der Strecke wieder, revidierte die Entscheidung und musste erneut an die Box, um auf Intermediates zurückzuwechseln. Am Ende stand trotz der schnellsten Rennrunde nur der siebte Platz.

In der WM-Wertung verkürzte Räikkönen bei drei ausstehenden Rennen, in denen er maximal 30 Punkte holen kann, den Rückstand auf den weiter führenden Alonso nur um zwei Zähler auf 25 Punkte. Sollte der 24-jährige Spanier jedoch beim nächsten Rennen am 25. September in Brasilien Dritter werden, stünde er in jedem Fall als jüngster Weltmeister der Formel-1-Geschichte fest – unabhängig von Räikkönens Platzierung.

In der Kontrukteurs-Wertung behauptete Renault (152) die Führung vor McLaren-Mercedes (146). Ferrari (90) blieb Dritter vor Toyota, das 80 Zähler auf dem Konto hat.

 

Aktuelle Platzierung

Pl. Fahrer Team Box Zeit
1 K. Räikkönen McLaren F1 ... 0 1:30:01,295
 
2 F. Alonso Renault Sport ... 0 + 28,394
 
3 J. Button BAR 0 + 32,077
 
4 M. Webber Williams ... 0 + 1:09,167
 
5 R. Barrichello Scuderia ... 0 + 1:18,136
 
6 J. Villeneuve Alfa Romeo ... 0 +1:27,435
 
7 R. Schumacher Toyota 0 +1:27,574
 
8 T. Monteiro Jordan 0 1 Rd. zurück
 
9 C. Klien Aston Martin ... 0 1 Rd. zurück
 
10 F. Massa Alfa Romeo ... 0 1 Rd. zurück
 
11 N. Karthikeyan Jordan 0 1 Rd. zurück
 
12 C. Albers Minardi 0 2 Rd. zurück
 
13 R. Doornbos Minardi 0 3 Rd. zurück
 
14 J. Montoya McLaren F1 ... 0 4 Rd. zurück
 
15 A. Pizzonia Williams ... 0 5 Rd. zurück
 
16 J. Trulli Toyota 0 Unfall, 35. Rd.
 
17 D. Coulthard Aston Martin ... 0 Defekt, 19. Rd.
 
18 M. Schumacher Scuderia ... 0 Unfall, 14. Rd.
 
19 T. Sato BAR 0 Unfall, 14. Rd.
 
20 G. Fisichella Renault Sport ... 0 Unfall, 11. Rd.

Schnellste Runde im aktuellen Rennen

Ralf Schumacher (Toyota)
Runde: 0
1:51,453
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