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GP von Monaco: BMW-Williams mit beiden Fahrern auf dem Podium

Räikkönen dominiert die Konkurrenz

Der Finne Kimi Räikkönen feierte im Fürstentum Monaco einen überlegenen Start- und Ziel-Sieg vor den überraschend starken BMW-Williams von Nick Heidfeld und Mark Webber. Der WM-Führende Fernando Alonso rettete in einem spannenden Finale Platz vier ins Ziel, Michael Schumacher düpierte Barrichello und wurde Siebter.

Solofahrt in Monte Carlo: Kimi Räikkönen gewann überlegen im McLaren-Mercedes.
Solofahrt in Monte Carlo: Kimi Räikkönen gewann überlegen im McLaren-Mercedes.
© Kicker

Es war Kimi Räikkönens zweiter Sieg in Folge, nachdem der McLaren-Mercedes-Pilot vor zwei Wochen den Grand Prix von Spanien für sich entscheiden konnte. Insgesamt hat der Finne nun vier GP-Siege in seiner Karriere eingefahren. Räikkönens Teamkollege Juan Pablo Montoya, der wegen einer Strafe von Platz 16 aus ins Rennen ging, fuhr noch auf Rang fünf. Ein hervorragendes Ergebnis für Mercedes, das seinen 200. Grand Prix absolvierte und zum 45. Mal gewann.

Ferrari kam nach einem sehr durchwachsenen Rennwochenende noch mit beiden Autos in die Punkteränge, wobei Michael Schumacher seinen Teamkollegen Rubens Barrichello erst kurz vor dem Ende von Rang sieben verdrängte. Der siebenmalige Weltmeister fuhr die schnellste Rennrunde, verpasste aber eine bessere Platzierung, nachdem er im Anschluss an eine Kollision mit Coulthard seinen abgefahrenen Frontflügel in der Box ersetzen lassen musste.

Der Weltmeister machte mit dem siebten sieglosen Rennen in Folge jedoch einen traurigen Rekord im zehnten Jahr bei Ferrari perfekt. “Ich hatte schon schönere Momente in meiner Karriere, aber das Rennfahren macht mir auch so noch Spaß. Ich gebe jedenfalls nicht auf“, erklärte Schumacher nach seinem turbulenten 150. Rennen im Ferrari: “Nase weg, Pit-Stop, Überrundung - heute kam alles gegen uns zusammen, was möglich ist“. Nach 78 Runden lag der Ferrari-Pilot 37,2 Sekunden hinter dem jubelnden Räikkönen, der den Siegerpokal beim wichtigsten Rennen des Jahres aus den Händen des künftigen Fürsten Albert entgegennahm.


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Toyota-Pilot Ralf Schumacher rangierte in der Endabrechnung vor dem siebenmaligen Weltmeister auf Platz sechs, nachdem er wegen seines Crashs im ersten Qualifying als Letzter das Rennen aufnehmen musste. Eine kurze Berührung der beiden Brüder, nach welcher Michael an Ralf vorbeizog, blieb folgenlos, da sie kurz hinter dem Zielstrich erfolgte.

Für Red Bull Racing, das während des Grand Prix mit einem überdimensionalen Motorhome und der Zusammenarbeit mit den Machern von "Star Wars" für viel Aufsehen sorgte, endete das Rennen sehr enttäuschend. Nachdem sich Christijan Albers mit seinem Minardi gedreht hatte und in die Leitplanken krachte, konnte David Coulthard noch rechtzeitig bremsen, doch Michael Schumacher krachte in das Heck des Red-Bull-Boliden des Schotten. Während der Weltmeister nach einem Boxenstopp weiterfahren konnte, war für "DC" das Rennen wegen eines Aufhängungsschadens zu Ende. Derselbe Defekt beendete auch das Rennen von Vitantonio Liuzzi.

Seinen bis dato größten Erfolg feierte der Mönchengladbacher Nick Heidfeld mit Platz zwei. Lange musste sich der BMW-Williams-Pilot hinter dem deutlich langsameren Fernando Alonso gedulden, ehe der 28-Jährige den Spanier gekonnt vor der "Nouvelle Chicane" kurz nach dem Tunnel ausbremste. Das gleiche Manöver gelang kurz darauf auch Heidfelds Teamkollegen Mark Webber, der sich damit auf Rang drei schob. “Beide haben ein überragendes Rennen abgeliefert. Das war ein Befreiungsschlag für das Team“, sagte BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen.

Das schönste und packendste Überholmanöver des Tages ging aber auf das Konto des italienischen Toyota-Piloten Jarno Trulli, als er sich in der Loews-Kurve an Giancarlo Fisichella vorbeibremste. Dabei räuberte Trulli aber über die Randsteine und beschädigte seinen Boliden. Nach einem außerplanmäßigen Stopp spielte der Italiener keine Rolle mehr bei der Punktevergabe und wurde Zehnter. Sein Landsmann Fisichella wurde in der Folge wegen abbauender Reifen nach hinten durchgereicht, beendete den Grand Prix nur als Zwölfter.

In der WM-Gesamtwertung führt weiter Alonso mit 49 Punkten vor Räikkönen (27) und Trulli (26). Heidfeld liegt mit 17 Punkten nur noch einen Zähler hinter seinem Kollegen Webber auf Platz fünf und ist damit bester Deutscher direkt vor Ralf Schumacher (17). Michael Schumacher belegt mit zwölf Punkten Rang neun.

In der Konstrukteurswertung hat Renault mit 63 Punkten die Nase vorn, es folgen McLaren-Mercedes (51) und Toyota (43).

 

Aktuelle Platzierung

Pl. Fahrer Team Box Zeit
1 K. Räikkönen McLaren F1 ... 0 1:43:51,210
 
2 N. Heidfeld Williams ... 0 + 13,877
 
3 M. Webber Williams ... 0 + 18,484
 
4 F. Alonso Renault Sport ... 0 + 36,487
 
5 J. Montoya McLaren F1 ... 0 + 36,647
 
6 R. Schumacher Toyota 0 + 37,177
 
7 M. Schumacher Scuderia ... 0 + 37,223
 
8 R. Barrichello Scuderia ... 0 + 37,570
 
9 F. Massa Alfa Romeo ... 0 1 Rd. zurück
 
10 J. Trulli Toyota 0 1 Rd. zurück
 
11 J. Villeneuve Alfa Romeo ... 0 1 Rd. zurück
 
12 G. Fisichella Renault Sport ... 0 1 Rd. zurück
 
13 T. Monteiro Jordan 0 3 Rd. zurück
 
14 C. Albers Minardi 0 5 Rd. zurück
 
15 V. Liuzzi Aston Martin ... 0 Aufhängungsschaden, 61. Rd.
 
16 P. Friesacher Minardi 0 Unfall, 31. Rd.
 
17 D. Coulthard Aston Martin ... 0 Unfall, 25. Rd.
 
18 N. Karthikeyan Jordan 0 Defekt, 22. Rd.

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