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Grand Prix von Bahrain: Null Punkte für den Ferrari F2005

Alonso-Festspiele gehen weiter

Fernando Alonso setzte die Erfolgsstory von Renault fort und gewann seinen zweiten Grand Prix in Folge. Jarno Trulli sicherte sich im Toyota Platz zwei vor Kimi Räikkönen im McLaren-Mercedes. Die Renn-Premiere des Ferrari F2005 endete mit einer bitteren Enttäuschung. Während Michael Schumacher früh ausschied, flog Rubens Barrichello in der letzten Runde aus den Punkterängen.

Klare Rollenverteilung: Renault mit Alonso vorne, Ferrari mit Michael Schumacher im Abseits.
Klare Rollenverteilung: Renault mit Alonso vorne, Ferrari mit Michael Schumacher im Abseits.
© Kicker

Der Spanier Fernando Alonso fuhr ein fehlerfreies Rennen und gewann beim abwechslungsreichen und unterhaltsamen Wüsten-GP überlegen. Der dritte Sieg in der Karriere des Renault-Piloten festigt seine Stellung als Führender der Fahrer-WM. Alonso hat nach drei Rennen 26 Punkte auf seinem Konto und somit zehn Zähler Vorsprung vor Jarno Trulli (Toyota), der wie schon in Malaysia als Zweiter über die Ziellinie fuhr.

Große Enttäuschung herrschte nach dem Rennen im Lager der Scuderia Ferrari. Schumacher musste den neuen F2005 in der 12. Runde mit Hydraulikproblemen in der Garage abstellen - die aus Trauer über den Tod von Papst Johannes Paul II. geschwärzte Fahrzeug-Nase war somit auch Symbol für einen schwarzen Tag der roten Renner. Es war der erste Ausfall des Kerpeners aus technischem Grunde seit dem Rennen in Hockenheim am 29. Juli 2001. Zudem ging eine wunderbare Serie für die Scuderia zu Ende. Seit 1999 gewann Michael Schumacher noch jedes Premieren-Rennen mit den neuen Boliden, dieses Mal sah er nicht einmal die Zielflagge. Darüberhinaus kam auch Rubens Barrichello, der nach Getriebe- und Motortausch vom letzten Platz aus gestartet war, nicht in die Punkte. In der letzten Runde wurde der Brasilianer, der in der Schlussphase mit erheblichen technischen Problemen kämpfte, von David Coulthard (Red Bull Racing) überholt und auf Platz neun verdrängt.

Zunächst schien es für die "Roten" aus Maranello gut zu laufen: Bis zu seinem Ausfall hatte Michael Schumacher einen deutlichen Aufwärtstrend erkennen lassen. Im Qualifying am Vormittag hatte er sich den zweiten Startplatz gesichert, im Rennen lag er hinter WM-Spitzenreiter Fernando Alonso aus Spanien aussichtsreich auf Position zwei.


Das Rennen im LIVE!-Ticker


In der Weltmeisterschaft liegt der siebenmalige Champion Michael Schumacher weit abgeschlagen mit mageren zwei Punkten auf Platz 13. Der Rückstand auf den spanischen Shootingstar Alonso beträgt schon 24 Punkte.

“Das ist sehr schade und enttäuschend, aber so ist das Leben. Wir können jetzt nur weiter hart arbeiten“, meinte Schumacher nach dem Hitzerennen bei 43 Grad Celsius mit ernster Miene und wies jede Kritik am übereilten Einsatz des neuen Autos zurück: “Man hat immer Zweifel, wenn man ein neues Auto bringt. Aber die Performance war gut und die Strategie richtig. Darauf können wir aufbauen. Man kann niemandem einen Vorwurf machen.“

“Das Runterschalten war nicht mehr möglich. Ich hatte einfach keinen Hydraulikdruck mehr und konnte das Auto nur noch heimfahren. Wahrscheinlich ist ein Teil von außen reingeflogen und hat die Leitung beschädigt“, mutmaßte Schumacher.

Statt seines 100. Podestplatzes für Ferrari blieb der Frust - vier Mal in Folge nicht aufs Podest gefahren war Schumacher zuletzt 1996 in seinem “Anfängerjahr“ im damals völlig unzuverlässigen Ferrari.

Ralf Schumacher verlor zwar das teaminterne Toyota-Duell gegen Jarno Trulli, ergatterte nach gutem Rennen aber Platz vier und teilt sich eben diesen Rang in der Fahrerwertung mit dem Schotten Coulthard (je neun Punkte).

Einen beherzten Grand Prix lieferte Pedro de la Rosa ab, der für den an der Schulter verletzten Juan Pablo Montoya startete. Der McLaren-Mercedes-Ersatzfahrer kam letzten Endes nach vielen aufreibenden Duellen auf einen guten fünften Platz.

BMW-Williams-Pilot Nick Heidfeld schied in der 25. Runde mit Motorschaden aus. Damit rutschte der Mönchengladbacher auch in der Fahrerwertung mit sechs Punkten hinter seinen dieses Mal sechstplatzierten Teamkollegen Mark Webber zurück, der sieben Zähler aufweist.

Etwas getrübt wurde die Freude beim Rennstall von Renault durch den Motorschaden am Boliden von Giancarlo Fisichella, für den das Rennen schon in der vierten Runde zu Ende war. Der Ausfall bedeutete für den Italiener, der das Auftaktrennen in Australien gewonnen hat, nach seinem Unfall in Malaysia schon die zweite Nullrunde in Folge.

 

Aktuelle Platzierung

Pl. Fahrer Team Box Zeit
1 F. Alonso Renault Sport ... 0 1:29:18,531
 
2 J. Trulli Toyota 0 + 13,409
 
3 K. Räikkönen McLaren F1 ... 0 + 32,063
 
4 R. Schumacher Toyota 0 + 53,272
 
5 P. de la Rosa McLaren F1 ... 0 + 1:04,988
 
6 M. Webber Williams ... 0 + 1:14,701
 
7 F. Massa Alfa Romeo ... 0 1 Rd. zurück
 
8 D. Coulthard Aston Martin ... 0 1 Rd. zurück
 
9 R. Barrichello Scuderia ... 0 1 Rd. zurück
 
10 T. Monteiro Jordan 0 2 Rd. zurück
 
11 J. Villeneuve Alfa Romeo ... 0 3 Rd. zurück
 
12 P. Friesacher Minardi 0 3 Rd. zurück
 
13 C. Albers Minardi 0 4 Rd. zurück
 
14 J. Button BAR 0 Kupplung, 47. Rd.
 
15 T. Sato BAR 0 Bremsen, 27. Rd.
 
16 N. Heidfeld Williams ... 0 Motorschaden, 25. Rd.
 
17 M. Schumacher Scuderia ... 0 Hydraulikschaden, 12. Rd.
 
18 G. Fisichella Renault Sport ... 0 Motorschaden, 4. Rd.
 
19 N. Karthikeyan Jordan 0 Elektrik, 3. Rd.
 
20 C. Klien Aston Martin ... 0 Elektrik, 1. Rd.

Schnellste Runde im aktuellen Rennen

Pedro de la Rosa (McLaren F1 Team)
Runde: 0
1:31,447
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