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Ferrari verpasst vorzeitigen Konstrukteurs-Titel - Spektakulärer Abflug von Räikkönen - Button wird Zweiter

Michael siegt, beim Rest prickelte es

Michael Schumacher ist auf seinem Weg zum siebten WM-Titel einfach nicht zu stoppen. Der 35-Jährige, der sich schon am Samstag beim Qualifying seine 61. Pole Position schnappte, holte beim Grand Prix von Deutschland auf dem Hockenheimring seinen 81. Sieg seiner Karriere.

Von der 61. Pole zum 81. Grand-Prix-Sieg: Michael Schumacher fuhr erneut allen davon.
Von der 61. Pole zum 81. Grand-Prix-Sieg: Michael Schumacher fuhr erneut allen davon.
© Kicker

In der aktuellen Rennsaison war es für den Titelverteidiger der 11. Erfolg im zwölften Rennen.


Das Rennen im Ticker


Den zweiten Platz sicherte sich Jenson Button im BAR-Honda, der sich mit dem Renault-Piloten Fernado Alonso im Schlussakkord des Rennens einen spannenden Fight lieferte. Der Engländer ging aus diesem Duell letztlich als Sieger hervor und war dabei sogar noch von einem lockeren Helmvisier behindert, das der 25-Jährige auf den schnellen Geraden mit der linken Hand fixieren musste.

Das dominierende Ferrari-Team mit Michael Schumacher und Rubens Barrichello in den Cockpits verpasste in Hockenheim die vorzeitige Konstrukteurweltmeisterschaft. Zwar erfüllte Schumacher in dieser Hinsicht seine Pflicht, doch sein brasilianischer Teamkollege kam als Zwölfter nicht in die Punkteränge. Barrichello fuhr sich bereits in der ersten Runde bei einer selbstverschuldeten Kollision mit David Coulthard, der am Ende Vierter wurde, den Frontflügel ab und rutschte nach dem anschließenden Boxenstopp an die letzte Stelle des Fahrerfeldes.

Schumachers zuletzt schärfster Konkurrent Kimi Räikkönen schied bereits in der 14. Runde aus, nachdem an seinem McLaren-Mercedes auf der Start- und Zielgeraden der Heckflügel abbrach, sich der Bolide bei hoher Geschwindikeit von der Strecke drehte und in die Reifenstapel krachte. Der Finne entstieg unverletzt, aber stocksauer seinem total demolierten Wagen.

Das Rennen in Hockenheim war für den 35 Jahre alten Rekordjäger Schumacher der 50. Grand Prix in Folge ohne technischen Defekt. Zuletzt hatte der Ferrari vor drei Jahren am 29. Juli 2001 ebenfalls auf dem Hockenheimring Schumacher im Stich gelassen. Danach folgten nur noch zwei Ausfälle, 2003 in Brasilien durch einen Dreher, in diesem Jahr in Monaco nach einer Kollision mit BMW-Williams-Pilot Juan Pablo Montoya aus Kolumbien. In allen anderen Rennen fuhr Schumacher immer in die Punkte und holte schier unglaubliche 31 Siege.

Enttäuschend verlief der Tag für BMW-Williams. Vorjahressieger Juan Pablo Montoya aus Kolumbien kam nicht über Rang fünf hinaus, der Brasilianer Antonio Pizzonia holte als Ersatzmann des verletzten Ralf Schumacher als Siebter zwei Punkte. Der Mönchengladbacher Nick Heidfeld schied in der 45. Runde mit technischen Problemen an seinem Jordan aus.

Durch das Pech seines brasilianischen Teamkollegen vergrößerte Schumacher seinen Vorsprung in der Einzelwertung auf 36 Punkte (110:74) und könnte bereits beim übernächsten Rennen auf seiner Lieblingsstrecke in Spa (29. August) seinen siebten WM-Titel perfekt machen. Dritter in der Gesamtwertung ist Button (61).

Beim nächsten Rennen am 15. August in Budapest will Michaels Bruder Ralf wieder im BMW-Williams sitzen. Es scheint, als wolle “Schumi II“ nach seinem schweren Unfall am 20. Juni in Indianapolis nicht nur mit aller Macht ins Cockpit zurückkehren, sondern auch endgültig seinen Ruf als allzu sensibler Rennfahrer ablegen. “Ich habe keine Angst. Nach dem Unfall habe ich nie darüber nachgedacht, aufzuhören“, betonte der 29-Jährige, der im kommenden Jahr für Toyota fahren wird. Sein Teamkollege könnte dann Jarno Trulli sein. Der Italiener kündigte am Sonntag an, dass er Renault am Saisonende definitiv verlassen wird.

Unterdessen ist der Zuschauerrückgang in der Königsklasse auch an der Formel-1-Hochburg Hockenheim nicht spurlos vorbeigegangen. Mit 101.000 Besuchern war der Große Preis von Deutschland am Sonntag nach der Erhöhung der Kapazität 2002 und dem Umbau für 65 Millionen Euro wieder nicht ausverkauft. Insgesamt pilgerten nach Angaben der Hockenheimring GmbH 231.000 Fans, 20.000 weniger als im Vorjahr, über das gesamte Wochenende ins badische Motodrom. Bereits im Vorjahr war der große Andrang wie im Jahr 2002 (272.000 Zuschauer) ausgeblieben.

 

Aktuelle Platzierung

Pl. Fahrer Team Box Zeit
1 M. Schumacher Scuderia ... 0 1:23:54,858
 
2 J. Button BAR 0 + 8,388
 
3 F. Alonso Renault Sport ... 0 + 16,351
 
4 D. Coulthard McLaren F1 ... 0 + 19,231
 
5 J. Montoya Williams ... 0 + 23,055
 
6 M. Webber Jaguar 0 + 41,108
 
7 A. Pizzonia Williams ... 0 + 41,956
 
8 T. Sato BAR 0 + 46,842
 
9 G. Fisichella Alfa Romeo ... 0 + 1:07,102
 
10 C. Klien Jaguar 0 + 1:08,578
 
11 J. Trulli Renault Sport ... 0 + 1:10,258
 
12 R. Barrichello Scuderia ... 0 + 1:13,252
 
13 F. Massa Alfa Romeo ... 0 1 Rd. zurück
 
14 O. Panis Toyota 0 1 Rd. zurück
 
15 G. Pantano Jordan 0 3 Rd. zurück
 
16 Z. Baumgartner Minardi 0 4 Rd. zurück
 
17 G. Bruni Minardi 0 4 Rd. zurück
 
18 N. Heidfeld Jordan 0 Defekt, 45. Rd.
 
19 C. da Matta Toyota 0 Dreher, 39. Rd.
 
20 K. Räikkönen McLaren F1 ... 0 Unfall, 14. Rd.

Schnellste Runde im aktuellen Rennen

Kimi Räikkönen (McLaren F1 Team)
Runde: 0
1:13,780
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