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Großer Preis von Deutschland: Massenkarambolage beim Start - Plattfuß stoppt Weltmeister

Montoya siegt unangefochten

Nur noch Schrottwert: Räikkönens Bolide.
Nur noch Schrottwert: Räikkönens Bolide.
© Kicker

Eine wahre Hitzeschlacht erlebte der Hockenheimring beim zwölften Grand Prix dieser Formel-1-Saison. Bereits beim Start ging es drunter und drüber. Noch vor der ersten Kurve versuchte Räikkönen, der einen Super-Start erwischt hatte, an Barricchello vorbei zu gehen. Doch der Brasilianer musste seinerseits einem nach links ziehenden Ralf Schumacher ausweichen. Räikkönen und Barricchello kollidierten, wobei der schleudernde McLaren Mercedes des Finnen auch noch die linke Seite von Ralf Schumachers BMW-Williams aufschlitzte. Für alle drei WM-Konkurrenten war damit bereits nach 200 Metern das Rennen beendet. Im Hinterfeld wurden auch noch Firman, Frentzen und Wilson in einen Folge-Unfall verwickelt, was auch diese drei Fahrer zur Aufgabe zwang. Nach einer drei Runden dauernden Safety-Car Phase wurde das Rennen fortgesetzt, wobei Montoya überlegen an der Spitze fuhr und sich mit mehreren schnellsten Runden einen erheblichen Vorsprung herausarbeitete.

Dahinter hatte sich ein Dreierpack gebildet. Trulli und Alonso, beide im Renault und Michael Schumacher belegten die Plätze zwei bis vier. Webber, Coulthard, und die beiden Toyotas mit Panis und Da Matta komplettierten das Feld der ersten acht. Auch die ersten Boxenstopps zwischen der 15. Und der 20. Runde änderten an der Reihenfolge wenig. Nach den ersten Tankstopps gewann man den Eindruck, dass sich die Spitzenfahrer auf ihren Plätzen eingerichtet hatten. Montoya zog an der Spitze einsam seine Runden, während Michael Schumacher hinter den beiden Renaults festsaß, aber auch keine Anstalten machte, überholen zu wollen. Der Weltmeister wartete wohl auf Fehler seiner Konkurrenten. Der erste kam von Alonso, der Eingangs des Motodroms auf die Wiese und den Ferrari von Schumacher durchlassen musste. Der Weltmeister war damit auf Platz drei vorgefahren.

Um die 40. Runde kamen alle Spitzenfahrer zum zweiten Tankstopp an die Box. Während bei Montoya, Trulli und Michael Schumacher alles glatt ging schaffte es Coulthard sich an Alonso „vorbeizutanken“ und sich damit auf Platz vier zu setzen. Rasch holte Coulthard einen sechs Sekunden Rückstand auf Michael Schumacher auf und setzte ab der 46. Runde den Weltmeister stark unter Druck. In der Zwischzeit war Trulli dem Weltmeister um einige Sekunden enteilt. Doch die Reifen von Trullis Renault liessen langsam nach, so dass in der 54. Runde das Duo Michael Schumacher Coulthard wieder aufgeschlossen hatte. Montoya fuhr an der Spitze ein einsames Rennen und konnte sich in Ruhe mit den anstehenden Überrundungen beschäftigen. Nicht einmal ein dritter Tankstopp brachte die Verfolger in Schlagdistanz zu dem führenden Kolumbianer. In der 60. Runde wurde der Druck auf Trulli an Position zwei zu stark. Zunächst schaffte es Michael Schumacher sich an dem Italiener vorbei zu fahren, indem er ihn ausbeschleunigte. Eine knappe Runde später kam auch Coulthard nach einem leichten Fahrfehler an Trullis Renault vorbei.

Vier Runden vor Schluss ereilte Michael Schumacher an zweiter Stelle liegend der Defekt-Teufel. Ein Plattfuß hinten links beendete die Hoffnungen des Kerpeners auf einen Podestplatz. Auf Platz sieben nahm Michael Schumacher nach einem Reifenwechsel das Rennen wieder auf. Montoya fuhr den Sieg sicher nach Hause. Coulthard wurde durch den Reifenschaden auf Platz zwei gespült, während Trulli einen dritten Platz ins Ziel rettete.

Das Rennen in Hockenheim sorgte damit für noch mehr Spannung in der diesjährigen Formel 1 Saison. Michael Schumacher führt zwar immer noch, doch ein Vorsprung von sechs Punkten auf Montoya, respektive neun Punkte auf Räikkönen sind wahrlich kein sicheres Ruhekissen für die Titelverteidigung.

 

Aktuelle Platzierung

Pl. Fahrer Team Box Zeit
1 J. Montoya Williams ... 0 1:28:48,769
 
2 D. Coulthard McLaren F1 ... 0 + 1:05,459
 
3 J. Trulli Renault Sport ... 0 + 1:09,060
 
4 F. Alonso Renault Sport ... 0 + 1:09,344
 
5 O. Panis Toyota 0 1 Rd. zurück
 
6 C. da Matta Toyota 0 1 Rd. zurück
 
7 M. Schumacher Scuderia ... 0 1 Rd. zurück
 
8 J. Button BAR 0 1 Rd. zurück
 
9 J. Villeneuve BAR 0 1 Rd. zurück
 
10 N. Heidfeld Alfa Romeo ... 0 1 Rd. zurück
 
11 M. Webber Jaguar 0 3 Rd. zurück
 
12 N. Kiesa Minardi 0 4 Rd. zurück
 
13 G. Fisichella Jordan 0 7 Rd. zurück
 
14 J. Verstappen Minardi 0 Hydraulik, 26. Rd.
 
15 J. Wilson Jaguar 0 Getriebeschaden, 9. Rd.
 
16 R. Schumacher Williams ... 0 Unfallschaden, 2. Rd.
 
17 H.-H. Frentzen Alfa Romeo ... 0 Unfall, 1. Rd.
 
18 R. Firman Jordan 0 Unfall, 1. Rd.
 
19 R. Barrichello Scuderia ... 0 Unfall, 1. Rd.
 
20 K. Räikkönen McLaren F1 ... 0 Unfall, 1. Rd.

Schnellste Runde im aktuellen Rennen

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