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GP von Australien: Michael Schumacher landet auf Platz vier

Coulthard feiert seinen 13. GP-Sieg

Was wurde nicht alles diskutiert, was wurde nicht alles geunkt vor dem Start zur neuen Formel 1-Saison. Der Umsturz der Ferrari-Herrschaft war geplant, gar eine Revolution wollten andere anzetteln. Die FIA hat das Reglement vor der Saison 2003 so stringend geändert, wie nie zuvor in der 53-jährigen Geschichte des Rennsports in der Königsklasse. Doch im Qualifying, zum ersten Mal überhaupt im Einzelzeitfahren ausgetragen, hat sich im Vergleich zur Vorsaison in Melbourne nur extrem wenig geändert. Die jeweils siebenmaligen Pole-Position-Inhaber des letzten Jahres, Montoya und Michael Schumacher, waren auch dieses Mal in der Spitze zu finden. Der Weltmeister auf Platz 1, der Kolumbianer hinter Barrichello auf Rang drei. Neu und extrem spannend war zu sehen, wer wieviel Benzin im Tank bereits ins Qualifying mitgenommen hatte, denn ab diesem Jahr ist das Nachtanken zwischen der Qualifikation und dem Rennen untersagt. Sprich, wer mit viel Sprit eine schlechtere Startposition in Kauf nahm, konnte naturgemäß im Rennen länger auf der Strecke bleiben, musste später zum Pit-Stop.


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Dass der GP von Australien aber ein spannender wie abwechslungsreicher wurde, lag mehr an der Dramaturgie, denn an den Reglementsänderungen. Zunächst wussten die Teams nicht recht, für welche Reifen sie sich entscheiden sollten, da die Strecke nass war, der Regen aber bereits aufgehört hatte. Die Mutigeren, die sofort auf Trockenreifen setzten, sollten zunächst das bessere Ende für sich haben. Doch zwei Safety-Car-Phasen brachten das Feld immer wieder zusammen, Teams, die sich zunächst falsch entschieden hatten, konnten Boden gut machen. Bereits in Runde sechs leistete sich Ferrari-Pilot Barrichello einen Abflug und schied als einer der Favoriten aus. In der Folge änderte sich die Reihenfolge der in den Punkterängen liegenden Fahrzeuge am laufenden Band. Boxenstopps, Durchfahrtstrafen, Dreher, Ausfälle - alles war geboten, was einen interessanten GP auszeichnet. Die Entscheidung fiel in den letzten 20 Runden. Zunächst erhielt der in Führung liegende Räikkönen wegen überhöhter Geschwindigkeit in der Boxengasse eine Durchfahrtstrafe. Dann musste Montoya nochmals an die Box, woraufhin Michael Schumacher die Führung übernahm. Allerdings beschädigte der Weltmeister bei einem kleinen "Ausritt" ins Grün seinen Wagen, seitliche Verkleidungsteile (Deflektoren) hingen rechts wie links herunter - zwei Runden später musste Schumacher auf Weisung der Rennkommissare an die Box und sein Auto reparieren lassen. Nun war wieder Montoya an der Spitze, drehte sich aber ins Gras und musste Coulthard den Vortritt lassen. Der BMW-Williams-Pilot kam zwar auf die Strecke zurück, doch der Schotte hielt seinen Vorsprung bis ins Ziel und feierte seinen insgesamt 13. GP-Sieg. In den Schlussrunden lieferten sich Montoya, Räikkönen und Michael Schumacher noch einen harten Fight um die Podestplätze, an der Reihenfolge änderte sich aber nichts mehr. Frentzen erreichte nach einer soliden, nahezu fehlerfreien Fahrt Rang sechs und drei WM-Punkte, Ralf Schumacher profitierte von der neuen Regel, wonach Platz acht noch mit einem WM-Punkt belohnt wird.

 

Aktuelle Platzierung

Pl. Fahrer Team Box Zeit
1 D. Coulthard McLaren F1 ... 0 1:34:42,124
 
2 J. Montoya Williams ... 0 + 8,675
 
3 K. Räikkönen McLaren F1 ... 0 + 9,192
 
4 M. Schumacher Scuderia ... 0 + 9,482
 
5 J. Trulli Renault Sport ... 0 + 38,801
 
6 H.-H. Frentzen Alfa Romeo ... 0 + 43,928
 
7 F. Alonso Renault Sport ... 0 + 45,074
 
8 R. Schumacher Williams ... 0 + 45,745
 
9 J. Villeneuve BAR 0 + 1:05,536
 
10 J. Button BAR 0 + 1:05,974
 
11 J. Verstappen Minardi 0 1 Rd. zurück
 
12 G. Fisichella Jordan 0 6 Rd. zurück
 
13 A. Pizzonia Jaguar 0 6 Rd. zurück
 
14 O. Panis Toyota 0 Defekt, 33. Rd.
 
15 J. Wilson Minardi 0 Defekt, 26. Rd.
 
16 N. Heidfeld Alfa Romeo ... 0 Aufhängungsschaden, 21. Rd.
 
17 M. Webber Jaguar 0 Aufhängungsschaden, 16. Rd.
 
18 C. da Matta Toyota 0 Dreher, 8. Rd.
 
19 R. Firman Jordan 0 Unfall, 7. Rd.
 
20 R. Barrichello Scuderia ... 0 Unfall, 6. Rd.

Schnellste Runde im aktuellen Rennen

Kimi Räikkönen (McLaren F1 Team)
Runde: 0
1:27,724
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