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Der Große Preis von Belgien - Rennen

Michael Schumacher gewinnt 52. Rennen

Kaum zu glauben: Die Mechaniker "vergaßen" Ralf Schumacher auf dem Wagenheber.
Kaum zu glauben: Die Mechaniker "vergaßen" Ralf Schumacher auf dem Wagenheber.
© Kicker

Der viermalige Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher hat zum fünften Mal den Großen Preis von Belgien in Spa-Francorchamps gewonnen und sich damit den achten Sieg in der laufenden Saison geholt. Der Ferrari-Pilot, der bereits beim letzten Rennen in Budapest den Titel vorzeitig errungen hatte, verwies den Schotten David Coulthard (McLaren) und den Italiener Giancarlo Fisichella (Benetton) auf die Plätze zwei und drei. Nick Heidfeld mußte nach einem nach einem Unfall wegen eines defekten Frontflügels aufgeben, Ralf Schumacher belegte den siebten Platz, Heinz-Harald Frentzen wurde Neunter.

Michael Schumacher setzte dagegen 14 Tage nach dem Gewinn der Fahrer-WM seine Rekordjagd fort und gewann den chaotischen Großen Preis von Belgien, der dem Brasilianer Luciano Burti beinahe zum Verhängnis geworden wäre. Der Prost-Pilot war mit 300 km/h von der Strecke abgekommen und krachte frontal in die Reifenstapel, die an dieser Stelle glücklicherweise in vier Reihen hintereinander aufgestellt sind - das rettete dem 26-Jährigen vermutlich das Leben.

Aufregung vor dem Start

Riesenpech hatte der Prost-Pilot Heinz-Harald Frentzen. Kurz vor dem Start des Rennens starb dem Mönchengladbacher der Motor ab. Konsequenz: Frentzen wurde auf den letzten Startplatz verbannt, die ganz Mühe im Qualifying war umsonst. Ähnlich erging es wenig später dem Pole-Mann Juan Pablo Montoya. Der BMW-Williams-Pilot blieb vor der zweiten Einführungsrunde stehen und musste sich ebenfalls hinten anstellen.


Das Rennen im Live-Ticker


Der Rennstart verlief dann unspektakulär. Ralf Schumacher erwischte einen guten Start und bog als Erster in die Haarnadelkurve La Source ein, gefolgt von seinem Bruder Michael. Doch die Führung des BMW-Williams-Piloten sollte nicht lange Bestand haben. Gleich auf der langen Gerade nach der Eau-Rouge-Kurve zog der Weltmeister mühelos an seinem Bruder vorbei und setzte sich sofort deutlich ab. Auch die McLarens kamen beim Start gut weg und fuhren nach zwei Runden auf den Plätzen vier und fünf.

Rennabruch nach Burtis Crash

Doch nach fünf Runden wurde der Große Preis von Belgien nach dem schweren Unfall von Luciano Burti abgebrochen. Der Prost-Pilot kollidierte in der vierten Runde bei rund 300 km/h vor der Blanchimont-Kurve mit Eddie Irvine und raste ungebremst in die Reifenstapel. Während Irvine sofort selbst aus seinem zerstörten Fahrzeug stieg, blieb Burti zunächst mehrere Minuten unter dem Reifenstapel begraben und antwortete nicht auf erste Funksprüche. Die Helfer deckten den Unfallort sofort mit Tüchern ab. Burti erlitt offensichtlich keine lebensgefährlichen Verletzungen, wurde aber in eine Klinik in Lüttich geflogen. Bei einem ersten Check wurden keine Knochenbrüche, sondern nur eine Gehirnerschütterung festgestellt.

Beim anschließenden Neustart wurde die Formel-1-Welt um ein weiteres Kuriosum angereichert. Während alle Autos mit laufendem Motor auf das Ampelsignal für die Einführungsrunde warteten, vergaßen die Mechaniker von BMW-Williams, den Boliden von Ralf Schumacher vom Wagenheber zu nehmen. Der Kerpener „schwebte“ aufgebockt in der Startaufstellung, alle vier Räder befanden sich in der Luft. Ralf Schumacher blieb nichts anderes übrig, als alle an sich vorbeiziehen zu lassen und sich dann von den Mechanikern auf die Straße setzen zu lassen. Die Folge: Auch er wurde auf die letzte Position strafversetzt.

Michael Schumacher dominierte das Renngeschehen

Der Neustart verlief dann ohne weitere Überraschungen. Michael Schumacher setzte sich erwartungsgemäß an die Spitze, Giancarlo Fisichella erkämpfte sich den zweiten Platz vor Rubens Barrichello im Ferrari. Während sich der Weltmeister innerhalb kürzester Zeit ein großen Vorsprung erarbeitete, hingen Barrichello und die beiden Silberpfeile hinter dem Benetton von Fisichella fest. An diesem Klassement änderte auch die erste Boxenrunde nichts, der Benetton-Pilot konnte seinen zweiten Platz vor Silber und Rot verteidigen.

Erst neun Runden vor dem Ende musste sich der Italiener dem McLaren-Pilot Coulthard geschlagen geben, Ferrari-Mann Barrichello hatte sich zwischenzeitlich den Frontflügel beschädigt und fiel zurück. Michael Schumacher drehte indes mit rund 30 Sekunden Vorsprung einsam seine Runden und spulte souverän das Restprogramm ab. Sein Sieg war zu keinen Zeitpunkt gefährdet, seinem Teamkollegen Barrichello konnte er auch nicht helfen, denn der Brasilianer hatte nach seinem Malheur alle Hände voll zu tun, um überhaupt in die Punkte zu fahren.

Der 32-Jährige Schumacher gewann souverän zum fünften Mal nach 1992, 1995, 1996 und 1997 auf seiner Lieblingsstrecke und steht damit auf einer Stufe mit dem legendären Brasilianer Ayrton Senna, der als bislang einziger Fahrer fünf Mal auf der Ardennen-Achterbahn triumphiert hatte. Zudem ist Schumacher nach dem 52. Grand-Prix-Sieg seiner Karriere jetzt alleiniger Weltrekordhalter, nachdem er sich diese Bestmarke zuvor mit dem viermaligen Weltmeister Alain Prost teilen musste.

 

Aktuelle Platzierung

Pl. Fahrer Team Box Zeit
1 M. Schumacher Scuderia ... 0 1.08:05,002
 
2 D. Coulthard McLaren F1 ... 0 + 10,098
 
3 G. Fisichella Benetton 0 + 27,742
 
4 M. Häkkinen McLaren F1 ... 0 + 36,087
 
5 R. Barrichello Scuderia ... 0 + 54,521
 
6 J. Alesi Jordan 0 + 59,684
 
7 R. Schumacher Williams ... 0 + 59,986
 
8 J. Villeneuve BAR 0 + 1:04,970
 
9 H.-H. Frentzen Prost 0 1 Rd. zurück
 
10 J. Verstappen Arrows 0 1 Rd. zurück
 
11 O. Panis BAR 0 1 Rd. zurück
 
12 E. Bernoldi Arrows 0 1 Rd. zurück
 
13 T. Marques Minardi 0 4 Rd. zurück
 
14 J. Trulli Jordan 0 Motorschaden 39. Rd.
 
15 J. Button Benetton 0 Unfall 26. Rd.
 
16 P. de la Rosa Jaguar 0 Ausgeschieden 9. Rd.
 
17 N. Heidfeld Alfa Romeo ... 0 Ausgeschieden 8. Rd.
 
18 J. Montoya Williams ... 0 Ausgeschieden 8. Rd.
 
19 K. Räikkönen Alfa Romeo ... 0 Ausgeschieden 6. Rd.
 
20 E. Irvine Jaguar 0 Unfall 5. Rd.
 
21 L. Burti Prost 0 Unfall 5. Rd.
 
22 F. Alonso Minardi 0 Ausgeschieden 3. Rd.

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