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24.06.2009, 16:28

Wie reagiert die DEL?

Hammerurteil gegen Florian Busch

Einen herben Rückschlag in seiner Karriere muss Florian Busch verkraften. Wie der internationale Sportgerichtshof CAS am Dienstag bekannt gab, wird der Center der Eisbären Berlin bis zum 21. Februar 2011 aus dem Verkehr gezogen. Am 6. März 2008 hatte der deutsche Nationalspieler eine Doping-Kontrolle verweigert. Seitdem schlägt der "Fall Busch" Wellen im Eishockey - mit einem bitterbösen Ende für den 24-Jährigen.

Florian Busch
Harte Strafe: Der CAS sperrte Florian Busch von den Eisbären für zwei Jahre.
© imagoZoomansicht

Vom Schiedsgericht des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) war Busch lediglich verwarnt und zu einer Geldstrafe von 5.000 Euro sowie gemeinnütziger Arbeit verurteilt worden. Das schmeckte der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA aber überhaupt nicht. Sie versuchte, einen Start Buschs bei der WM in Kanada 2008 zu verhindern und ging gleichzeitig beim CAS in Berufung. Und der Sportgerichtshof erhörte die Forderung nach drastischen Maßnahmen. Die WADA hatte somit gegen zwei Entscheidungen beim CAS Berufung eingelegt: Zum einen gegen das Urteil des Adhoc-Schiedsgerichtes des Deutschen Sportbundes (DOSB), zum anderen gegen den Eishockey- Weltverband IIHF wegen der Zulassung Buschs für die WM.

Wie reagiert die DEL?

Noch ist allerdings unklar, ob die Deutsche Eishockey Liga (DEL) die Sperre bis zum 21. Februar 2011 übernimmt. "Wir werden uns erst in aller Ruhe durch das Urteil wühlen und gegebenenfalls externen Rat einholen. Danach werden wir sehen, ob es Ansatzpunkte gibt, dass die Sperre auch für die DEL gilt", sagte DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke dem SID. Voraussetzung sei, dass Busch über seinen Klub Eisbären Berlin die Lizenz für die kommende Saison beantrage, erklärte Tripcke: "Das geschieht in der Regel gegen Ende August."

Sollte die DEL die vom CAS für nationale und internationale Spiele ausgerufene Sperre übernehmen, kündigte Buschs Anwalt Georg Engelbrecht juristische Mittel an. Dies würde konkret ein Aufhebungsverfahren vor dem örtlich zuständigen Oberlandesgericht bedeuten. Dafür aber müsse zunächst die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) einen Vollstreckbarkeitsantrag stellen, sollte sie ein Interesse an einer nationalen Sperre haben, sagte der Hamburger Rechtsanwalt: "Ein internationaler Schiedsspruch hat national nur dann eine rechtliche Wirkung, wenn er von einem nationalen Gericht für vollstreckbar erklärt worden ist." Engelbrecht, der selbst CAS-Richter ist, sieht gute Chancen auf einen Erfolg im juristischen Tauziehen, das nun schon 14 Monate andauert: "Ich gehe davon aus, dass Florian Busch in der kommenden Saison in der DEL spielen wird."

Die Klage gegen den DEB wurde abgewiesen, weil der Verband die NADA-Richtlinien nicht implementiert hatte. Doch der Klage gegen den Internationalen Eishockey-Verband (IIHF) wurde stattgegeben, da Busch an der WM 2008 in Kanada teilgenommen und damals eine Athletenvereinbarung unterschrieben hatte, sich den Dopingbestimmungen der WADA und der CAS-Gerichtsbarkeit zu unterwerfen. Dadurch sei eine Rechtsgrundlage für das Urteil gegeben. Nach der WM war Busch nicht mehr für die Nationalmannschaft berücksichtigt worden. Die Sperre beginnt somit rückwirkend am 22. April dieses Jahres. Zwei Monate der Sperre wurden Busch somit bereits angerechnet, weil er nicht an der WM 2009 in der Schweiz teilnahm.

Der Fall Busch verlief äußerst kurios. Am 6. März 2008 wurde er von den NADA-Kontrolleuren einen Besuch bezüglich eines Tests - doch Busch weigerte sich seinerzeit, eine Urinprobe abzugeben. Zwei Stunden später meldete er sich telefonisch bei der NADA und wollte den Test nachholen. Man teilte ihm mit, dass dies nicht mehr möglich sei. Es lag ein klarer Verstoß gegen die Dopingrichtlinien vor, die dafür zwingend eine Sperre von zwei Jahren vorsehen.

Gegen 17 Uhr an diesem Tag nahm dann der DEB eine Kontrolle vor, das Ergebnis war negativ. So beließ es der DEB hingegen bei der milden Strafe mit 5000 Euro und 56 Stunden gemeinnütziger Arbeit als Jugendtrainer.

Die Verhandlung vor dem CAS hatte bereits am 22. April stattgefunden. Die Richter nutzten somit den Zeitraum bis zu einem Urteil wegen des komplizierten Sachverhaltes voll aus. Busch hatte damals erklärt, er habe nicht gewollt, dass die Probe in seiner Wohnung genommen wird und angeboten, dafür in die zehn Minuten entfernte Trainingshalle zu gehen. Dies habe der Kontrolleur abgelehnt, woraufhin es zum Streit gekommen sei. Dagegen habe der Kontrolleur ausgesagt, er habe den Gang in die Trainingshalle vorgeschlagen, was Busch nicht wollte.

 

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