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08.01.2019, 22:00

Champions Hockey League, Halbfinal-Hinspiel

Vorteil Salzburg: Keine Tore in München

Das mit Spannung erwartete Halbfinale in der Champions Hockey League zwischen dem EHC Red Bull München und Red Bull Salzburg bot (fast) alles, was Eishockey ausmacht. Einzig die Tore fehlten nach sehr intensiven 60 Minuten. Ein kleiner Vorteil für die Österreicher, die am kommenden Mittwoch in der Mozartstadt Heimrecht genießen.

Michael Wolf gegen Matthias Trattnig
Münchens Michael Wolf gegen Salzburgs Matthias Trattnig.
© imagoZoomansicht

Der EHC Red Bull München muss nach dem ersten Familienduell gegen Red Bull Salzburg um den Premieren-Einzug ins Finale der Champions Hockey League bangen. Der deutsche Eishockey-Serienmeister kam am Dienstag gegen die Österreicher im Halbfinal-Hinspiel nach einer packenden Schlussphase nicht über ein torloses Remis hinaus. In der mit 6142 Zuschauern ausverkauften Halle erwiesen sich die Österreicher als Defensivbollwerk.

Im Rückspiel in der Mozartstadt am Mittwoch (20.20 Uhr) in einer Woche müssen sich die in der Offensive schwächelnden Münchner steigern, um doch noch den erstmaligen Einzug ins Finale perfekt zu machen. Bayern-Coach Don Jackson haderte nach der Partie mit den vergebenen Chancen seines Teams: "Wir hätten ein oder zwei Tore machen müssen. Aber im Rückspiel müssen wir in Führung gehen." Weil erst das Rückspiel über den Finaleinzug entscheidet, konnte die Partie in München eishockey-untypisch unentschieden enden.

Salzburg-Coach Greg Poss wertete das Remis als "gutes Ergebnis für uns". "Es war ein sehr knappes Spiel, sodass es zurecht ein 0:0 war", sagte er. Vor den Augen des neuen Bundestrainers Toni Söderholm entwickelte sich von Beginn an das erwartete intensive Duell zweier Teams, die von Getränkegigant Red Bull finanziert werden. In dem firmeninternen Kräftemessen erzeugten die Salzburger gleich erheblichen Druck und ließen den Münchnern erstmal kaum Luft zum Durchschnaufen. Die Gäste verteidigten hart vor dem eigenen Tor; die Hausherren wiederum taten sich schwer, zu eigenen Chancen zu kommen.

Aus den Birken zu Beginn auf dem Posten

Der deutsche Nationalkeeper Danny aus den Birken zeigte sich in der laufintensiven Partie ein ums andere Mal auf dem Posten. Seine Bayern wurden durch Trevor Parkes (13.) und vor allem Maximilian Kastner (17.) auch selbst gefährlich, auf der Gegenseite erwies sich jedoch Stephen Michalek als sicherer Goalie. Kurios war seine vorübergehende Auswechslung kurz vor Ende des ersten Drittels, nachdem sich eine Kufe an seinem Schlittschuh nicht mehr befestigen ließ.

Das Duell war auch wegen der Trainerpersonalien brisant. So hatte der Münchner Coach Don Jackson die Salzburger 2014 zur Meisterschaft geführt und war danach an die Isar gewechselt. Nun peilen die Bayern Titel Nummer vier nacheinander an. Auf der Gegenseite steht in Greg Poss ein in Deutschland ebenfalls bestens bekannter Protagonist: Iserlohn, Nürnberg und Mannheim waren Stationen des ehemaligen deutschen Bundestrainers.

München erarbeitet sich Übergewicht - Mauer vergibt freistehend

Die Münchner hatten sich auf dem Weg ins Halbfinale gegen den EV Zug und die Malmö Redhawks in den K.-o.-Runden durchgesetzt - diesmal taten sie sich in der Offensive aber weiter schwer. Gegen die flinken Salzburger fanden sie trotz Übergewichts im zweiten Abschnitt einfach kein Durchkommen, auch wenn ein Tor nur eine Frage der Zeit schien.

Frank Mauer (42.) hätte frei vor Torwart Michalek beinahe für einen optimalen Start der Münchner ins Schlussdrittel gesorgt. Aber auch von einer Zeitstrafe (2 Minuten plus 2) gegen Salzburgs Matthias Trattnig konnten die Bayern nicht profitieren. Auf der Gegenseite trafen die Österreicher (47.) sogar den Pfosten. Bis zum Schluss blieb das Kräftemessen hitzig.

dpa

 
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