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15.11.2018, 09:24

NHL: Befreiungsschlag für Vegas - Colorados Avalanche rollt

Crawford und viel Glück bremsen Chicagos freien Fall

Die Chicago Blackhawks können noch gewinnen! Gegen die St. Louis Blues stoppten die Hawks dank eines starken Torwarts sowie einer Menge Glück den freien Fall. Einen Befreiungsschlag landeten die Vegas Golden Knights, die sich mit einem Kantersieg gegen die Anaheim Ducks den Frust von der Seele ballerten. Bei den Colorado Avalanche war erneut Verlass auf die beste Sturmreihe der Liga, die den Boston Bruins das Fürchten lehrte. Die Winnipig Jets bezwangen die Washington Capitals - allerdings nicht ohne eine kuriose Randnotiz.

Blackhawks beenden die Negativ-Serie

Corey Crawford
Alles im Blick: Chicagos Torwart Corey Crawford behielt gegen St. Louis eine weiße Weste.
© imagoZoomansicht

Acht Niederlagen in Folge (0-6-2) hatte Chicago bis zum Mittwochabend (Ortszeit) kassiert. Auch der Trainerwechsel von Joel Quenneville zu Jeremy Colliton schien nach drei Pleiten schon verpufft (0-2-1). Gegen St. Louis aber bremsten die Blackhawks ihren freien Fall. Beim 1:0-Heimsieg halfen jedoch ein starker Torwart Corey Crawford (28 Saves, 100 Prozent Fangquote) sowie jede Menge Glück mit: Den einzigen Treffer des Abends erzielte Torschütze Brent Seabrook nicht einmal selbst: Im Powerplay parierte Blues-Goalie Jake Allen (18 Saves, 94,7 Prozent Fangquote) seinen Schuss mit der linken Schonerspitze. Auf der Suche nach dem Puck lenkte der im Torkreis liegende Verteidiger Jay Bouwmeester die Scheibe mit der rechten Kufe ins eigene Tor (25.).

"Es fühlt sich gut an und es war schön, die Tormusik mal wieder zu hören", zeigte sich Seabrook erleichtert. "Wir haben gut gespielt: Jeder hat hart gearbeitet und sich an den Gameplan gehalten." Da konnte Sieggarant Crawford, der seinen ersten Saison- sowie 24. Karriere-Shutout feierte, nur zustimmen: "Wir haben lange darauf warten müssen und haben ein bisschen vergessen, wie es ist, zu gewinnen. Wir haben heute gut zusammengespielt und kaum Fehler gemacht." Auch bei Coach Colliton fiel nach dem ersten Sieg ein Stein vom Herzen: "Ich freue mich für die Jungs, dass sie sich belohnt haben, denn sie haben hart gekämpft. Hoffentlich nimmt das jetzt Druck vom Team, sodass sie ein bisschen befreiter aufspielen können."

Colliton beorderte den Deutschen Dominik Kahun in die zweite Sturmreihe neben Alex DeBrincat und David Kampf. Der 23-Jährige verbuchte 13:01 Minuten Eiszeit, kam aber nicht in den Special Teams zum Einsatz.

Eakin mit Doppelpack - Fleury nicht zu überwinden

Den zweiten Shutout an diesem Abend landete Vegas-Schlussmann Marc-André Fleury (29 Saves, dritter Saison- und 51. Karriere-Shutout). Seinen überraschend schwach in die Saison gestarteten Golden Knights (8-10-11) gelang ein fulminanter 5:0-Befreiungsschlag gegen den Pacific-Division-Rivalen aus Anaheim. Alex Tuch im Powerplay (18.), Cody Eakin nur 25 Sekunden nach Wiederbeginn (21.) sowie Nick Holden (28.) sorgten für einen vorzeitigen Feierabend für Ducks-Starter John Gibson (neun Saves, 75,0 Prozent Fangquote). Doch wirklich besser wurde es auch unter dem eingewechselten Backup Ryan Miller (elf Saves, 84,6 Prozent Fangquote) nicht: Eakins zweiter Streich an diesem Abend gelang sogar in Unterzahl (30.). Tomas Hyka markierte dann noch den 5:0-Endstand. Damit schloss Vegas bis auf zwei Punkte auf Anaheim auf - bis zu den Wild-Card-Rängen in der Western Conference sind es noch drei Zähler.

Colorado knackt auch Bostons Defensive

Mikko Rantanen
NHL-Top-Scorer: Colorados Mikko Rantanen (r., mit Reihen-Kollege Nathan MacKinnon).
© Getty ImagesZoomansicht

Nach knapp einem Viertel der Saison haben sich in Colorado Mikko Rantanen, Nathan MacKinnon und Gabriel Landeskog einen Namen als gefährlichste Sturmreihe der NHL gemacht. Dies untermauerte das Trio beim 6:3-Sieg der Avalanche gegen die Boston Bruins erneut. Und das, obwohl es gegen die vor dem Spiel noch beste Defensive der Liga ging. Landeskog eröffnete das muntere Toreschießen in Denver (11.). Boston drehte daraufhin die Partie durch NHL-Top-Torjäger David Pastrnak (17., im Powerplay, 17. Saison-Treffer) und Doppelpacker Jake DeBrusk (20., 24., PP). Doch kommt die Lawine einmal ins Rollen, ist sie nicht mehr aufzuhalten: Rantanen (29., PP), Matt Calvert (43.), MacKinnon (50.), Tyson Jost (56., PP) und Alexander Kerfoot (60., PP) machten aus einem 1:3 ein 6:3.

Beeindruckend war das Powerplay beider Teams (Colorado 3/3, Boston 2/3) und die Offensivwucht der Avs, die mit nun 65 Treffern den besten Angriff der Liga stellen. Maßgeblichen Anteil daran hat die Top-Reihe, die an diesem Abend kumuliert auf sechs Scorerpunkte (drei Tore, drei Assists) kam. NHL-Top-Scorer Rantanen (29 Punkte), MacKinnon (26) und Landeskog (20) bringen es nach 18 Spielen auf satte 75 Scorerpunkte. "Ich schaue nicht besonders auf meine Zahlen", so Rantanen. "Mich interessiert mehr, wo wir in der Tabelle stehen, denn das ist das Wichtigste. Unser Ziel ist, uns für die Play-offs zu qualifizieren." Aktuell steht Colorado auf einen Wild-Card-Rang. Der deutsche Goalie Philipp Grubauer kam als Backup nicht zum Einsatz.

Wheeler läuft und läuft und läuft...

Den Winnipeg Jets gelang ein 3:1-Heimsieg gegen die Washington Capitals. Die Caps verloren mit Evgeny Kuznetsov einen ihrer besten Angreifer schon nach knapp neun Minuten (Verletzung nach Check gegen den Kopf von Brandon Tanev). Trotz dieses Schocks gingen die US-Haupstädter durch Jakub Vrana in Führung (14.). Danach aber starteten die Jets voll durch: Bei Mark Scheifeles Powerplay-Treffer (26.) lieferte Blake Wheeler den zweiten Assist. Letzterer baute seine Punkteserie damit auf stolze elf Spiele aus (zwei Tore, 18 Assists). Im Schlussdrittel zeigten sich Ben Chiarot (53.) und Kyle Connor (60., Empty Net) für Winnipeg erfolgreich.

Kurios: Bei Washington sagte Stammtorwart Braden Holtby kurzfristig verletzt ab, sodass Ersatzmann Pheonix Copley (21 Saves, 91,3 Prozent Fangquote) zu seinem zweiten Einsatz binnen zwei Tagen kam. Da die Capitals auf ihrem Vier-Spiele-Roadtrip (Minnesota - Winnipeg - Colorado - Montreal) keinen weiteren Backup zur Verfügung hatten, wurde der in Winnipeg geborene Gavin McHale (31) mit einem Tagesvertrag ausgestattet. Für die Jets glänzte Goalie Connor Hellebuyck mit 27 Saves und einer Fangquote von 96,4 Prozent.


NHL-Ergebnisse vom Mittwoch, den 14. November 2018:

Chicago Blackhawks - St. Louis Blues 1:0
Winnipeg Jets - Washington Capitals 3:1
Colorado Avalanche - Boston Bruins 6:3
Vegas Golden Knights - Anaheim Ducks 5:0


Christian Rupp

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