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18.10.2018, 09:29

Gallagher trifft spät - Kesler und Frolik doppelt

Zwei Tore, ein Muster: Ovechkin gnadenlos!

Die Washington Capitals setzten sich mit 4:3 n.V. gegen die New York Rangers durch. Dabei gelangen Caps-Kapitän Alex Ovechkin zwei Powerplay-Tore aus der für ihn typischen Position. Mit- und Gegenspieler suchten daraufhin Erklärungen für dieses kaum zu verteidigende Phänomen. Derweil gewannen die Montreal Canadiens dank eines späten Treffers von Brendan Gallagher mit 3:2 gegen die St. Louis Blues. Außerdem siegten die Calgary Flames mit 5:2 über die Boston Bruins, und die Anaheim Ducks setzten sich mit 4:1 gegen die New York Islanders durch.

Signature Move: Darum ist Ovechkin nicht zu verteidigen

Alex Ovechkin
Powerplay-Tore 230 und 231: Washingtons Alex Ovechkin ist kaum zu verteidigen.
© picture allianceZoomansicht

Die Eishockey-Welt staunte an diesem Abend einmal mehr über Ovechkin. Seine unverkennbare Spezialität sind Direktabnahmen vom linken Bullykreis. Die ganze Liga weiß das, kann den Laser-Strahl von "The Great Eight" aber einfach nicht verteidigen. Diese Erfahrung machten auch die Rangers in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag. Gleich zweimal (24., 38.) ließ es der 33-jährige Russe auf diese Weise im Powerplay krachen. Selbst ein Henrik Lundqvist, mit 36 Jahren genauso erfahren wie stark, hatte dem nichts entgegenzusetzen. "Ich habe überhaupt nicht erwartet, dass er schießt. Er hat den Puck voll getroffen. Als ich realisiert habe, dass ein Schuss kommt, war es schon zu spät. Er hat einen Pass bekommen und - Boom! - bevor ich es mitbekommen habe, war der Puck schon im Tor", staunte der Schwede und übte Selbstkritik: "Ich sollte wissen, dass dieser Junge von überall schießen kann. Ich habe schon so oft gegen ihn gespielt und sollte wissen, dass ich allzeit bereit sein muss. Ich habe meine Lektion gelernt."

Doch warum ist Ovechkin nur so schwer zu verteidigen? "Wenn du Ovechkin komplett aus dem Spiel nehmen möchtest, dann stehen andere Spieler frei und sie sind gut genug, um dann auch zu treffen. Oder würdest du T.J. Oshie im Slot freistehen lassen, um Ovi zu decken?", stellt Washingtons Verteidiger Matt Niskanen eine rhetorische Frage. "Unser Powerplay ist gut auf die Hände und die Fähigkeiten unserer Spieler abgestimmt, also haben wir viele Optionen. Unsere Jungs sind gut darin, freie Spieler zu finden. Es ist ziemlich tödlich." Mit 39,1 Prozent Erfolgsquote haben die Capitals das derzeit zweitbeste Überzahlspiel in der NHL (hinter den Toronto Maple Leafs mit 47,4 Prozent).

Die Caps spannen im Powerplay einen Schirm auf: Verteidiger John Carlson gibt den Quarterback zentral an der blauen Linie, Ovechkin spielt am linken, Evgeny Kuznetsov am rechten Bullykreis, Oshie und Nicklas Backstrom ziehen vors Tor. Personell eine Paradereihe mit gefährlichen Schützen, feinen Technikern und exzellenten Passgebern. "Wenn wir so spielen, weiß niemand, wer von uns den Schuss nehmen wird. Wenn Backstrom und Kuznetsov am Puck sind, dann finden sie dich zur rechten Zeit am rechten Ort. Dasselbe gilt für Carlson", erklärt Ovechkin. "Um ehrlich zu sein: Es macht so viel Spaß, so zu spielen." Selbst der Gegner ist beeindruckt: "Es ist bewundernswert ihnen zuzuschauen, wie ruhig sie sind", so Rangers-Coach Davin Quinn. "Sie spielen seit langer Zeit zusammen, werden nicht nervös, haben Vertrauen in ihre Fähigkeiten und sind mit Recht stolz darauf."

Der Siegtreffer an diesem Abend kam allerdings weder von Ovechkin noch vom brandgefährlichen Powerplay: In der Overtime staubte Niskanen auf einen Kuznetsov-Schuss ab. "Es war schön zu treffen, aber ich habe gar nicht viel machen müssen. Kuznetsov hat die Arbeit gemacht, ich musste ihn nur noch reinschießen", so der Siegtorschütze.

10,5 Sekunden: Gallagher bestraft Fehler eiskalt

Brendan Gallagher
"Buzzer-Beater": Montreals Brendan Gallagher (r.) traf bei 10,5 verbleibenden Sekunden.
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Den Montreal Canadiens war beim 3:2-Heimsieg über die St. Louis Blues sowohl ein Blitz-Start als auch ein spätes, emotionales Ende vergönnt: Max Domi traf nach nur 39 Sekunden zum 1:0 für die Canadiens - Brendan Gallagher bei nur noch 10,5 Sekunden auf der Uhr zum Siegtreffer. Dazwischen hatten Vince Dunn (24.) und Brayden Schenn (57.) für die Blue Notes sowie Mike Reilly (28.) für die Habs jeweils im Powerplay getroffen. Das Zünglein an der Waage spielte aber vor allem Gallagher: Als St. Louis' Verteidiger Colton Parayko vor dem eigenen Tor die Scheibe versprang, spritzte Tomas Tatar dazwischen. Gallagher kam an den Puck und machte den "Buzzer-Beater" perfekt.

Kesler trifft zweimal gegen Greiss

Der deutsche Torwart Thomas Greiss befindet sich mit den New York Islanders auf einem Roadtrip im Westen. Beim Gastspiel bei den Anaheim Ducks gab es für die Isles nichts zu holen, sie verloren mit 1:4. Doppelpacker Ryan Kesler (20., 29.) und Adam Henrique (41.) brachten die Kalifornier auf die Siegerstraße. Ducks-Goalie John Gibson (34 Saves, 97,1 Prozent Fangquote) war lange auf Shutout-Kurs, doch Casey Cizikas befleckte die weiße Weste nur 35 Sekunden vor dem Ende. Anaheims Verteidiger Hampus Lindholm besorgte per "Empty Netter" noch den 4:1-Endstand. Zu diesem Zeitpunkt hatte Greiss (21 Saves, 87,5 Prozent) das Tor bereits verlassen. Landsmann Tom Kühnhackl kam nicht zum Einsatz.

100. NHL-Tor für Gaudreau - Frolik trifft doppelt

Die Calgary Flames legten gegen die formstarken Boston Bruins (vier Siege in Serie) los wie die Feuerwehr und überrumpelten die Gäste mit gleich drei Toren im ersten Drittel: Michael Frolik (6.), Johnny Gaudreau mit seinem 100. NHL-Treffer (16.) und Juuso Valimakli mit seinem allerersten NHL-Tor (17.) zeigten sich erfolgreich. Im Mitteldrittel machte Frolik seinen Doppelpack perfekt (24.). Außerdem netzte Matthew Tkachuk mit einem Schuss ins leere Tor ein. Durch den 5:2-Erfolg setzte Calgary seinen Aufwärtstrend fort - die Flames gewannen vier ihrer letzten fünf Spiele. Bostons Lauf wurde dagegen gebremst. Die Bruins entfachten zu wenig Gefahr im eigentlich gefürchteten Powerplay (0/4) und kamen lediglich durch Patrice Bergeron (23.) und Brad Marchand (34.) auf die Anzeigetafel.


NHL-Ergebnisse vom 17. Oktober 2018:

Montreal Canadiens - St. Louis Blues 3:2
Washington Capitals - New York Rangers 4:3 n.V.
Calgary Flames - Boston Bruins 5:2
Anaheim Ducks - New York Islanders 4:1


Christian Rupp

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