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10.09.2018, 16:50

DEL-Vorschau 2018/19: Die Play-off-Kandidaten

Mit wirbelndem Personalkarussell in die Play-offs?

Hinter den Titel-Favoriten geht ein breites Feld von sechs Mannschaften ins Play-off-Rennen. Die Endrunden-Aspiranten setzten vor allem auf ein wild-wirbelndes Personalkarussell mit vielen Zu- und Abgängen. Doch bringen die teils gewollt, teils gezwungenen Umbrüche auch den erhofften Erfolg? Der ERC Ingolstadt, die Düsseldorfer EG, Kölner Haie, Grizzlys Wolfsburg, Fischtown Pinguins und Straubing Tigers im kicker-Check...

ERC Ingolstadt

Ville Koistinen
Shooting-Star: Ville Koistinen.
© imagoZoomansicht

Seitdem Trainer Doug Shedden das Zepter in Ingolstadt schwingt, blühte der ERC regelrecht auf: Platz vier nach der Hauptrunde unterstrichen das. Nun soll es aber weiter gehen als ins Play-off-Viertelfinale (1:4 gegen Mannheim). Dafür rüsteten die Panther vor allem im Sturm auf und hoffen durch die Verpflichtungen von Patrick Cannone (Iowa Wild), Jerry D'Amigo (KalPa), Tyler Kelleher (Texas Stars), Vili Sopanen (HIFK) und Ryan Garbutt (Slovan Bratislava) auf mehr Durchschlagskraft in Form von Toren und Scorerpunkten.

Insgesamt hatte Ingolstadt im Sommer neun Neue und elf Abgänge zu verzeichnen. Vor allem das Karriereende von Führungsspieler John Laliberte reißt eine Lücke. In der Abwehr gingen Patrick McNeill und Matt Pelech. Die dadurch entstandene Lücke sollen die neuen Verteidiger Maury Edwards und Colton Jobke (beide Straubing) füllen. Immens wichtig war die Vertragsverlängerung von Shooting-Star Ville Koistinen: Der in der Vorsaison erst kurz vor Transferschluss verpflichtete Finne machte als brandgefährlicher Blueliner auf sich aufmerksam, sorgte für 16 Scorerpunkte (drei Tore, 13 Assists) in 15 Spielen der regulären Saison sowie sechs Punkte (zwei Tore, vier Assists) in fünf Endrunden-Partien. Der 36-Jährige unterschrieb bis 2020.

kicker-Tipp: Der ERC Ingolstadt wirkt besser ausbalanciert und torgefährlicher als im Vorjahr. Zudem stellen die Panther mit Timo Pielmeier und Jochen Reimer ein bärenstarkes Goalie-Tandem. Die Oberbayern werden sich erneut direkt für die Play-offs qualifizieren.


Düsseldorfer EG

Ken-Andre Olimb
Geschätzter Publikumsliebling: Ken-Andre Olimb.
© imago

Die Düsseldorfer EG ließ in der Sommerpause kaum einen Stein auf dem anderen: 13 neue Spieler und der DEL-erfahrene Harold Kreis als neuer Coach bedeuten den totalen Umbruch am Silbersee. 15 Spieler verließen die Eislauf-Gemeinschaft - darunter mit Maximilian Kammerer (Washington Capitals) und Spencer Machacek (Wolfsburg) auch zwei schmerzhafte Abgänge. Auf der Suche nach Verstärkungen sondierte die DEG den deutschen Markt und präsentierte mit Philip Gogulla (Köln), Jerome Flaake (München), Patrick Buzas und Patrick Köppchen (beide Nürnberg) erfahrene Akteure, die dem Kader mehr Tiefe verleihen.

Doch auch in der Spitze legte Düsseldorf zu: Mit Ken-Andre Olimb (Linköping HK) und Calle Ridderwall (Djurgardens IF) kehrten zwei Publikumslieblinge zurück, die schon in der Vergangenheit durch Produktivität glänzten. In der Verteidigung soll Ryan McKieran (Vienna Capitals) für Gefahr von der blauen Linie sorgen. Auf der Torhüter-Position ergänzt Fredrik Pettersson Wentzel (HV71) ein nun sehr starkes Goalie-Tandem mit Mathias Niederberger.

kicker-Tipp: Nach zwei Jahren ohne Play-offs nimmt Düsseldorf wieder Kurs auf die Endrunde. Zwar ist die Defensive wohl nicht stark genug, um ganz vorne zu landen, doch sollte die Qualität für eine Platzierung zwischen Rang fünf und acht reichen. Die Eislauf-Gemeinschaft wird den Play-off-Durst stillen können.

Kölner Haie

Steve Pinizzotto
"Bad Boy": Steve Pinizzotto ist neu in Köln.
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Nach einer turbulenten Saison möchten die Kölner Haie mit einem neuen Teamgeist und neuem Personal durchstarten: 13 Neuzugänge stehen 15 Abgängen gegenüber. Mit Christian Ehrhoff (Karriereende), Fredrik Eriksson (Straubing Tigers) und Shawn Lalonde (Nürnberg) verlor der KEC gleich alle seine Offensiv-Verteidiger. Nun könnte die Firepower von der blauen Linie fehlen. Die Hoffnungen hierfür ruhen auf dem neuen Abwehrmann Morgan Ellis (Färjestad BK).

Auch im Sturm stellten sich die Domstädter neu auf und hoffen auf mehr Gefahr von den Centern Colby Genoway (Slovan Bratislava), Mike Zalewski (Straubing) und Fabio Pfohl (Grizzlys Wolfsburg). Auch Flügelstürmer Jason Akeson (Mora IK), dem eine Erstreihen-Rolle zugetraut wird, soll die Qualität anheben. Dies war eigentlich auch der Auftrag an Marcel Müller (Leksands IF), der wegen eines Kreuzbandrisses aber Großteile der Saison verpassen wird. Mit Steve Pinizzotto (EHC München) und Alexander Oblinger (Straubing) kamen zudem zwei physisch starke "Bad Boys".

kicker-Tipp: Die Haie stehen vor einen schweren Saison. Zum einen muss nach dem Umbruch ein neuer Teamgeist entstehen. Zum anderen scheint Köln auf dem Papier schwächer als im Vorjahr und mit weitaus weniger Scoring-Touch ausgestattet. Der KEC wird die Play-offs erreichen - für ganz vorne reicht es aber nicht.


Grizzlys Wolfsburg

Pekka Tirkkonen
Übernimmt für Pavel Gross - und zwar eine schwere Aufgabe: Trainer Pekka Tirkkonen.
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Bei den Grizzlys Wolfsburg beginnt ab sofort eine neue Zeitrechnung: Trainer-Genie Pavel Gross verabschiedete sich nach zehn Jahren am Allersee - davon sieben Jahre als Head Coach - nach Mannheim. Doch damit nicht genug: 13 Zu- und zehn Abgänge, darunter einige langjährige und verdiente Spieler, machen den Umbruch umso größer.

Mehr noch: Mit Felix Brückmann (Hüft-OP) fällt der Stammtorwart für die komplette Saison aus. Zwischen den Pfosten tritt David Leggio, der zuletzt in München zusammen mit Danny aus den Birken drei Meistertitel in Folge feierte, in den Konkurrenzkampf mit Jerry Kuhn.

In der Verteidigung gingen mit Jimmy Sharrow (33, Ziel unbekannt) und Robbie Bina (35, Asiago) zwei erfahrene Stützen. Als Ersatz wurden mit William Wrenn (27, Vaasan Sport) und Wade Bergman (27, Bremerhaven) jüngere Nachfolger verpflichtet. Im Sturm verließen die Grizzlys mit Schlüsselspieler Tyler Haskins (Karriereende), Mark Voakes (München), Kamil Kreps (unbekannt) und Fabio Pfohl (Köln) gleich alle vier Center. Das entstandene Vakuum sollen John Albert (Hartford Wolf Pack), Cole Cassels (Utica Comets), Corey Elkins (Grand Rapids Griffins) und Nick Latta (Wichita Thunder) füllen. Zudem schüren die Flügelstürmer Spencer Machacek (Düsseldorf) und Marius Möchel (Nürnberg) den Konkurrenzkampf. Bitter: Mit Elkins und Albert verletzten sich indes zwei der neuen Hoffnungsträger in der Vorbereitung schwer und fallen womöglich monatelang aus.

kicker-Tipp: Die erste Saison nach Pavel Gross stellt Wolfsburg vor große Herausforderungen. Viele neue Spieler, ein neues System und der neue Coach Pekka Tirkkonen müssen zu einem funktionierenden Kollektiv verschmelzen. Die Grizzlys sind eine Wundertüte, haben aber dennoch die Qualität, die Play-offs zu erreichen - wenn auch über die Qualifikationsrunde.


Fischtown Pinguins

Kennen sich bereits aus gemeinsamen Zeiten in Villach: Jan Urbas (links) und Miha Verlic.
© imago

Aus wenig viel machen ist das Credo der Fischtown Pinguins. Trotz des geringsten Etats gelang in beiden DEL-Spielzeiten der Sprung in die Play-offs. Eine beachtliche Leistung - allerdings mit einem negativen Begleiteffekt: Immer wieder spielen sich Akteure für größere Klubs in den Fokus und können nicht gehalten werden. So auch in diesem Sommer, wo wichtige Säulen wie Cody Lampl (Mannheim), Jason Bast (Nürnberg) oder Wade Bergman (Wolfsburg) zu Liga-Konkurrenten wechselten. Auch die Scorer Kris Newbury (Brampton Beast) und Jordan Owens (Sheffield Steelers) verließen Bremerhaven.

Fischtown musste somit erneut Fantasie und Kreativität bei der Zusammenstellung des neuen Teams sprühen lassen. Mit Maxime Fortunus (Springfield Thunderbirds) und Curtis Gedig (Stavanger Oilers) für die Verteidigung sowie Justin Feser (Krefeld), Alex Friesen (Leksands IF), Dominik Uher (Sparta Prag) und Miha Verlic (JYP) für den Sturm hoffen die Pinguins, erneut Volltreffer gelandet zu haben. Letzterer kennt Vorjahres-Top-Scorer Jan Urbas übrigens aus gemeinsamen Zeiten in Villach. Bilden die zwei nun ein kongeniales Duo?

kicker-Tipp: Die Fischtown Pinguins wussten in den vergangenen zwei Jahren die arrivierten DEL-Teams als frecher Neuling mit viel Kampf und Leidenschaft zu ärgern. Auch im dritten Jahr in Deutschlands höchster Spielklasse sollte der Sprung in die Play-offs gelingen. Bremerhaven packt erneut die Qualifikationsrunde.


Straubing Tigers

Jeff Zatkoff
Neuer Goalie am Pulverturm: Jeff Zatkoff.
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Nach einer enttäuschenden Vorsaison (Rang 13) wollen die Straubing Tigers nun neu angreifen und nehmen die Play-off-Plätze ins Visier. Um die Schießbude der DEL (177 Gegentreffer, wie Krefeld) zu schließen und die schlechteste Tordifferenz der Liga (-40) zu korrigieren, trennten sich die Tigers von 15 Spielern und holten 16 neue Gesichter an den Pulverturm. Das prominenteste trägt eine Goalie-Maske, gehört zu Jeff Zatkoff und kommt mit der Empfehlung aus 48 NHL-Spielen von den Cleveland Monsters. Vor ihm wurde die Defensive beinahe komplett gewechselt: Sena Acolatse (Providence Bruins), Marcel Brandt (Bad Nauheim), Stephan Daschner (Düsseldorf), Fredrik Eriksson (Köln), Benedikt Schopper (Ingolstadt) und Steven Seigo (Mora) werden - gemeinsam mit dem einzig verbliebenen Alexander Dotzler - eine beinahe rundum neue Top-7-Verteidigung stellen.

Im Sturm stellten sich die Niederbayern in der Tiefe besser auf und hoffen, dass die Neuen Antoine Laganiere (Ässät), T.J. Mulock, Dylan Wruck (beide Köln), Kael Mouillierat (Ingolstadt), Mitchell Heard (Charlotte Checkers), Marco Pfleger (Nürnberg), Vladislav Filin (Löwen Frankfurt) und Sven Ziegler (Berlin) einschlagen.

kicker-Tipp: Straubing geht runderneuert in die Saison 2018/19. Auch durch deutlich mehr Physis ist den umgekrempelten Tigers ein Sprung unter die ersten Zehn zuzutrauen.

Christian Rupp

14 Neuzugänge in der DEL, 14 Geschichten
Trophäenträger, drei Ex-Texaner und berühmte Verwandtschaft
Steve Pinizzotto, Ben Smith, Jeff Zatkoff, Matt Stajan (v.li.o.n.r.u.)
Szenenwechsel und große Fußstapfen

Mitte September startet die DEL-Saison 2018/19. Selten in den vergangenen Jahren gab es ligaweit so viele Umbrüche gerade auf Schlüsselpositionen. Bei den Neuzugängen setzen die DEL-Manager auf einige bewährte Kräfte mit NHL-Erfahrung, teilweise sogar mit dem Stallgeruch von Meisterspielern. 14 Bilder und 14 Geschichten zu den Neuzugängen der 14 DEL-Klubs...
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