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24.05.2018, 09:22

Capitals: Holtby mit zweitem Shutout in Folge

4:0 in Spiel 7! Washington im Stanley-Cup-Finale

Im alles entscheidenden Spiel 7 des Eastern-Conference-Finals setzten sich die Washington Capitals mit 4:0 beim Tampa Bay Lightning durch und zogen somit ins Stanley-Cup-Finale ein. Die Hauptstädter zeigten sich in der Offensive gnadenlos effektiv und lieferten in der Defensive eine nahezu klinische Vorstellung ab. Caps-Goalie Braden Holtby feierte seinen zweiten Shutout in Folge und brachte zusammen mit seinen Vorderleuten die Bolts-Stürmer regelrecht zur Verzweiflung.

1. Drittel: Traumstart dank Ovechkin

Alex Ovechkin & Andre Burakovsky
Strahlende Sieger: Washingtons Torschütze Alex Ovechkin (l.) und Doppelpacker Andre Burakovsky (r.).
© imagoZoomansicht

Washington kam hochmotiviert aus der Kabine und meldete sich mit intensivem Körperspiel in Spiel 7 an. Ein harter Check von Tom Wilson gegen Chris Kunitz in der neutralen Zone leitete schon früh einen folgenschweren Capitals-Konter ein. Nach Drop-Pass von Wilson und Quer-Pass von Evgeny Kuznetsov vollstreckte Kapitän Alex Ovechkin mit einer fulminanten Direktabnahme und traf in den rechten Winkel (2.). Ein perfekter Start für die Caps, die nach nur 62 Sekunden mit 1:0 in Führung lagen. "Das erste Tor war sehr wichtig. Danach, das war klar zu erkennen, hatten wir das Momentum", so der 32-jährige Russe.

Tampa Bay brauchte einige Minuten, um in die Partie zu finden, entwickelte dann aber eine minutenlange Drangphase mit vielen Schüssen aufs Tor von Braden Holtby (10:9 Schüsse im ersten Durchgang), der viel Ruhe und Sicherheit ausstrahlte (29 Saves, 100 Prozent Fangquote). Der Lightning trat nun selbst physischer auf und zog das Tempo merklich an. Die Hauptstädter wehrten sich leidenschaftlich (8:3 Blocks im ersten Abschnitt) - allen voran Devante Smith-Pelly und T.J. Oshie die Schmerzen mit wichtigen Blocks in Kauf nahmen. Die ohnehin hitzige Atmosphäre kochte dann nach einem Handgemenge vor dem Bolts-Tor erstmals hoch (13.). Braydon Coburn und Wilson wurden für jeweils für zwei Minuten auf die Strafbank geschickt und verabredeten sich dort zum Faustkampf, der direkt nach Ablauf der Strafzeiten losbrach (16.).

2. Drittel: Burakovsky zweimal eiskalt

Tom Wilson & Braydon Cuburn
Verabredung zum Faustkampf: Washingtons Tom Wilson (l.) gegen Tampa Bays Braydon Cuburn.
© picture allianceZoomansicht

Nach der ersten Pause erhöhte Tampa den Druck noch einmal und schnürte die Gäste regelrecht ein. Bolts-Verteidiger Victor Hedman hatte den Torschrei schon auf den Lippen, doch seinen Schuss von der blauen Blueliner lenkte Washingtons Lars Eller noch mit dem Schlittschuh an den Pfosten (22.). Zwar dominierte der Lightning nun das Offensivspiel (12:6 Schüsse im zweiten Drittel), doch spielten die Capitals solides Defensiv-Hockey und lauerten vorne auf Fehler. Eine Taktik die aufgehen sollte: Unmittelbar vor dem gegnerischen Tor stibitzte Andre Burakovsky den Puck von Coburn, legte sich die Scheibe noch auf die Vorhand und traf dann aus der Nahdistanz zum 2:0 (29.). Es war erst der zweite Caps-Schuss in diesem Abschnitt.

Ein echter Nackenschlag für die Hausherren, die einfach nicht auf die Anzeigetafel fanden. Einen Breakaway von Alex Killorn stellte Holtby gekonnt kalt (34.). Während Tampa Bay zusehends verzweifelte, blieb Washington eiskalt: Ein Saucer-Pass von John Carlson über die Bande sorgte für einen Alleingang von Burakovsky, der frei vor Andrei Vasilevskiy erneut die Nerven behielt und gar auf 3:0 erhöhte (37.) - wohlgemerkt mit dem sechsten Schuss in diesem Durchgang.

3. Drittel: Washington riegelt ab

Braden Holtby
"Etwas Besonderes": Capitals-Goalie Braden Holtby ist seit fast 200 Minuten ohne Gegentor.
© picture allianceZoomansicht

Im Schlussdrittel war dann eigentlich Tampa Bays Sturm gefordert. Von der gefährlichsten Offensive der regulären Saison sowie der drittbesten in den Play-offs war aber nichts mehr zu sehen, ganze elf Minuten dauerte es, bis der Lightning zum ersten Mal aufs Tor schoss. Auch in einem zwischenzeitlichen Powerplay gelang den Bolts kein Torschuss.

Washington riegelte derweil gekonnt ab, ließ die gegnerischen Angriffe meist schon in der neutralen Zone auf ein Riff auflaufen, zeigte sich präsent in den Zweikämpfen, blieb dabei diszipliniert (9:11 Strafminuten) und blockte weiterhin viele Schüsse (15:6 Blocks). "Jeder hat alles gegeben und seinen Körper geopfert", lobte Caps-Kapitän Ovechkin und hob vor allem Holtby hervor: "Er ist etwas Besonderes und war heute nicht zu bezwingen." Der 28-Jährige Kanadier feierte seinen zweiten Shutout in Folge, ist nun seit knapp 200 Minuten ohne Gegentor (159:37 Minuten) und zeigte in diesem Zeitraum 60 Saves in Folge.

Tampa musste somit schon früh voll ins Risiko gehen und zog bereits vier Minuten vor der Schlusssirene den Torwart für einen zusätzlichen Stürmer. Effektive Capitals nutzten das wiederum schnell zur endgültigen Entscheidung: Nicklas Backstrom tippte die Scheibe ins leere Tor zum 4:0-Endstand (57.).

Ovechkin: "Es ist sehr emotional"

Damit gewann Washington die Serie mit 4:3 und rückt erstmals seit 20 Jahren ins Stanley-Cup-Finale vor. "Es ist sehr emotional. Darauf haben wir lange warten müssen", sagte Ovechkin sichtlich berührt und nahm kurz darauf die "Prince of Wales Trophy" für das beste Team der Eastern Conference entgegen. "Unsere Mannschaft hat wirklich verstanden, was es braucht, um ein Team zu sein und um zu gewinnen", so Holtby. "Vielleicht hatten wir in der Vergangenheit schon mehr Qualität auf dem Papier, aber in dieser Truppe kennt jeder seine Rolle, jeder gibt alles und kommt gut mit allen anderen aus."

Für Tampa Bay ist die Saison dagegen beendet. "Wir haben immer wieder Druck gemacht, aber sie haben getroffen, wenn sie es gebraucht haben, wir nicht", analysierte Lightning-Coach Jon Cooper. "Über die Serie haben sie sich das auch verdient. Sie haben uns mehr Probleme bereitet, als wir lösen konnten. Ich muss ihnen gratulieren."

Stanley-Cup-Finale startet in der Nacht auf Dienstag

Im Stanley-Cup-Finale trifft Washington auf die Vegas Golden Knights, die zuvor die Winnipeg Jets mit 4:1 im Western-Conference-Finale besiegt hatten. Spiel 1 steigt in der Nacht von Montag auf Dienstag (2 Uhr) in der T-Mobile Arena in Las Vegas.


NHL-Ergebnis vom Mittwoch, den 23. Mai 2018:

Tampa Bay Lightning - Washington Capitals 0:4

Play-off-Endstand: 3:4



Christian Rupp

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© Getty Images/ picture alliance

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Anschrift:Tampa Bay Lightning
St. Pete Times Forum
401 Channelside Drive
Tampa, Florida, USA 33602
Internet:http://www.tampabaylightning.com/

Vereinsdaten

Vereinsname:Washington Capitals
Anschrift:Washington Capitals
Market Square North
401 Ninth Street Northwest
Suite 750
Washington, District of Columbia, USA 20004
Internet:http://www.washingtoncaps.com/


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