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17.05.2018, 11:52

Topfavoriten Kanada und Russland treffen sich schon im Viertelfinale

Dieses Mal mit NHL: Schweiz hat bei der WM noch viel vor

Mit der "besten Nati aller Zeiten" will die Schweiz bei der WM in Dänemark eine Medaille holen und sich für das Olympia-Aus gegen Deutschland rehabilitieren. Dieses Mal mit der Erfahrung aus 1888 NHL-Spielen. Ihre Ziele: allemal weltmeisterlich.

Roman Josi
Das Ziel fest im Blick: Roman Josi und die Schweiz haben bei der WM einiges vor.
© imagoZoomansicht

Das Olympia-Debakel ist gerade erst zwölf Wochen her, doch bei der Eishockey-WM schwelgt die Schweiz bereits in Superlativen: Die "beste Nati aller Zeiten" soll in Dänemark "das beste Team der Geschichte" werden. Große Ziele, große Töne. "Wir sind nicht hierher gekommen, um uns im Viertelfinale schon wieder zu verabschieden", tönte Verteidiger Roman Josi vor dem K.o.-Duell heute (20.15 Uhr) in Herning gegen Finnland.

Deutschlands Pyeongchang-Erfolgsweg als Vorbild

Bei den diesjährigen Winterspielen in Südkorea mussten die Schweizer die Heimreise schon vor dem Viertelfinale antreten. Damals verlor man im Ausscheidungsspiel 1:2 nach Verlängerung gegen Deutschland. Für die Deutschen war es der Beginn des sensationellen Erfolgsweges, der erst im Finale von Russland gestoppt wurde. Doch dieses Mal haben die Schweizer ihre NHL-Stars dabei und wollen in Dänemark denselben Weg wie Deutschland gehen, am besten mit dem goldenem Ende.

Roman Josi, Abwehrspieler der Nashville Predators, ist der Überzeugung dass, "alles möglich sei" wenn man das Viertelfinale gegen die starken Finnen übersteht. Sein NHL-Klubkollege Kevin Fiala ergänzte: "Wir wollen natürlich versuchen, eine Medaille zu holen." Das war den Schweizern zuletzt 2013 gelungen, als sie ins Finale von Stockholm stürmten und Silber gewannen.

Doch jetzt ist das Team von Coach Patrick Fischer noch besser besetzt als 2013. Viele, auch die Presse, sprechen derweil schon von "der besten Nati aller Zeiten." Vor allem, da man elf Spieler dabei hat, die in der NHL ihr Geld verdienen. Mit Fiala, Sven Andrighetto (Colorado Avalanche), Nino Niederreiter (Minnesota Wild) und Timo Meier (San Jose Sharks) verfügt Coach Fischer über vier torgefährliche Außenstürmer, mit Josi und Mirco Müller (New Jersey Devils) über zwei herausragende Verteidiger.

Die Schweizer können froh sein, dass die Nashville Predators in den Play-offs ausgeschieden sind. So konnte Top-Star Josi direkt auf die skandinavische Halbinsel nachreisen. Jener sieht jedoch eine andere Eigenschaft als entscheidende Stärke: "Der Charakter der Mannschaft ist wirklich gut, und hoffentlich können wir daraus das beste Team der Geschichte machen." Der MVP von 2013 war auch schon Teil des bisher besten Teams, das bei jener WM Silber holte.

Finnland muss, die Schweiz will

Jedoch müssen die Eidgenossen erst einmal die "teilweise weltmeisterlich" aufspielenden Finnen entzaubern. Der zweimalige Champion hat auch seine NHL-Stars dabei, so die jungen Topstürmer Sebastian Aho (neun Tore, acht Assists) und Teuvo Teräväinen (fünf Treffer, neun Vorlagen), die sowohl national, als auch international das Maß aller Dinge im Offensiv-Bereich sind. Auch Center Mikael Granlund (Minnesota Wild) und Außen Mikko Rantanen (Colorado Avalanche) spielen in ihren NHL-Teams Hauptrollen. Die Schweizer wissen um die Klasse des finnischen Teams. Nicht umsonst fegten diese Kanada mit 5:1 und die USA mit 6:2 vom Eis. Jedoch haben Deutschland und Gastgeber Dänemark gezeigt, das die Skandinavier in Weiß-Blau nicht unschlagbar sind. So gewann die deutsche Mannschaft 3:2 n.V., und die Dänen erkämpften sich einen überraschenden 3:2-Sieg.

Ein Vorteil für die Schweiz könnte sein, dass Russland und Kanada ebenfalls schon im Viertelfinale aufeinandertreffen. So wird einer der zwei erfolgreichsten WM-Teilnehmer die Runde der letzten Vier nicht erreichen. Ob der 27-malige Weltmeister und 14-malige Olympiasieger Russland oder die Kanadier um ihren NHL-Superstar Connor McDavid schon vor dem Halbfinale ihre Sachen packen müssen, entscheidet sich heute Nachmittag, wenn die zwei Topfavoriten den ersten Halbfinalisten unter sich ausmachen. Sollten die Jungs aus der Schweiz also weiterkommen, würden sie auf den Gewinner dieser Topbegegnung treffen.

kon/SID

 
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