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12.05.2018, 01:49

Vorschau: NHL, Play-offs, Western-Conference-Finale

Scheifeles Offensiv-Waffen gegen Fleurys Festung

Im Western-Conference-Finale stehen sich die Winnipeg Jets und Vegas Golden Knights gegenüber. Als "Canadas Team" drückt die ganze Eishockey-Nation Kanada den Jets die Daumen. Winnipeg kommt mit viel Physis, Offensivpower und einer neu entdeckten Auswärtsstärke daher. Doch auch mit dem Liga-Neuling aus Las Vegas ist zu rechnen: Die Euphorie und der Teamgeist in "Sin City" wächst von Tag zu Tag. Zudem stellen die Knights ein schier undurchdringbares Defensiv-Bollwerk und mit Goalie Marc-André Fleury den bislang wohl prägendsten Play-off-Spieler.

Winnipeg: Viel Wucht - nicht nur in der Offensive

Mark Scheifele
Stellt mit Winnipeg das beste Heim-Team der Hauptrunde: Mark Scheifele.
© imagoZoomansicht

Winnipeg war mit einer Bilanz von 32-7-2 die beste Heim-Mannschaft der regulären Saison. Auch in den Play-offs erwiesen sich die Jets dank ihres spektakulären "White Outs" als nur sehr schwer zu bezwingender Gegner (4-2-0), doch erwiesen sich die Kanadier in der Endrunde plötzlich auch auswärts brandgefährlich (4-1-1). Nicht zuletzt deshalb räumte Winnipeg nach den Minnesota Wild (4:1) auch Presidents'-Trophy-Gewinner Nashville Predators, die beste Mannschaft der Hauptrunde, aus dem Weg (4:3).

Der Erfolg der Jets beruht vor allem auf einer brandgefährlichen und tief besetzten Offensive: Mit 3,58 Tore pro Spiel bedeuten den besten Angriff der Liga (gleichauf mit den Washington Capitals), 25 Prozent Powerplay-Quote das fünfbeste Überzahlspiel im Wettbewerb. Die treffsicherste Waffe heißt Mark Scheifele, der mit elf Treffern der Top-Torjäger in den NHL-Playoffs ist und die produktive erste Sturmreihe (16 Tore/ 23 Assists/ 39 Scorerpunkte) neben dem schnellen Kyle Connor (2/6) und dem wuchtigen Blake Wheeler (3/12) anführt. Dahinter sorgte auch die zweite Linie mit Nikolaj Ehlers (0/6), Paul Stastny (6/8) und Patrik Laine (3/7) für jede Menge Wirbel und insgesamt 30 Scorerpunkte (9/21). Vor allem die späte Verpflichtung von Stastny, der Ende Februar von den St. Louis Blues kam, zahlte sich mit drei spielentscheidenden Toren voll aus. Für das ausgeprägte "Secondary Scoring" spricht, dass von 22 eingesetzten Spielern 14 trafen und 19 punkteten (davon fünf Akteure sogar zweistellig).

Auch in der Defensive muss sich Winnipeg nicht verstecken: Mit 2,33 Gegentoren pro Spiel stellen die Truppe aus der kanadischen Provinz Manitoba die drittbeste Abwehr im Wettbewerb. Diese besticht durch viel Physis: Durchschnittlich bringen die sechs Jets-Verteidiger 1,95 Meter aufs Maßband sowie 118 Kilogramm auf die Waage. Dadurch haben die Jets nicht nur jede Menge Wucht und Reichweite, sondern nutzen diese Kraft auch für Schüsse von der blauen Linie: Winnipegs Verteidiger sorgten schon für 25 Scorerpunkte - allen voran Dustin Byfuglien, der es mit deren 13 (4/9) sogar unter die vier besten Jets-Scorer schaffte. Dass Masse auch ein Stück weit unbeweglich macht, mussten die Kanadier in Unterzahl erfahren: Die Erfolgsquote von 74,2 Prozent (11.) ist noch stark ausbaufähig. Eine Überraschung ist Torwart Connor Hellebuyck: Der 24-jährige US-Amerikaner war als Nummer 2 in die Hauptrunde gestartet, etablierte sich aber schnell zum Starter und erwies sich auch in seinen ersten Play-offs überhaupt als sicherer Rückhalt (2,24 Gegentore/Spiel, 92,7 Prozent Fangquote, zwei Shutouts).

Vegas: Bollwerk dank Play-off-Monster Fleury

Sicherer Rückhalt: Marc-André Fleury.
Sicherer Rückhalt: Marc-André Fleury.
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Nach dem schlimmen Attentat in Las Vegas kurz vor dem Saisonstart rückten auch die Golden Knights enger zusammen. Dieser Zusammenhalt schien von Woche zu Woche stärker zu werden und sorgte für die überraschende Qualifikation des Liga-Neulings. Auch in den Play-offs wird Vegas von einem unglaublichen Teamgeist getragen. Mit den physisch starken Los Angeles Kings (4:0) und den schnellen, aggressiven San Jose Sharks (4:2) räumten die Knights zwei Mannschaften mit völlig unterschiedlicher Hockey-DNA aus dem Weg. Vor allem in der selbsternannten "Festung" ist die Truppe aus der Wüste Nevadas kaum zu bezwingen und verlor auf heimischem Eis noch kein einziges Spiel nach regulärer Spielzeit (4-0-1).

Das Eishockey-Märchen der Golden Knights wird von vielen Spielern geschrieben, für die ihre vorherigen Teams keine Verwendung mehr hatten. Mit dem Ritter-Helm auf der Brust aber blühen genau diese Akteure auf. Hier sind vor allem "Wild Bill" William Karlsson (4/6/10), Jonathan Marchessault (4/7/11) und Reilly Smith (1/10/11) zu nennen, die das erfolgreiche Top-Sturmtrio in Vegas bilden. Zwar haben die Knights mit 2,9 Toren/Spiel nur den neunbesten Angriff im Wettbewerb und mit 17,5 Prozent auch nur das zehntbeste Powerplay, doch zeigen sie sich äußerst effektiv. Neben Karlsson, der schon zwei Siegtreffer verbuchte, ist auch Vorsicht vor dem physisch starken und trotzdem unglaublich schnellen Alex Tuch (drei Powerplay-Tore) geboten.

Die große Stärke der Golden Knights ist die Defensive, die erst 17 Gegentore hinnehmen musste, mit 1,7 Gegentreffern/Spiel die beste Abwehr der Liga bedeutet und starke 85 Prozent der gegnerischen Powerplays "tötet" (2.). Das Vegas-Bollwerk steht auf zwei großen Säulen: Zum einen auf der leidenschaftlichen Spielweise. Maximal aggressives Forechecking sorgt für viele Puckverluste beim Gegner (106 Takeaways, 2.). Scheinbar schmerzbefreites Verteidigen mit bereits 455 Hits (1.) und 204 Blocks (3.) zermürbt die gegnerische Offensive. Hier sind vor allem Stürmer William Carrier (52 Checks) und Shutdown-Abwehrrecke Brayden McNabb (49 Hits, 31 Blocks) zu nennen. Zum anderen steht mit Marc-André Fleury der statistisch gesehen beste Play-off-Goalie zwischen den Knights-Pfosten: Ein Gegentorschnitt von 1,53, eine Fangquote von 95,1 Prozent sowie vier Shutouts bedeuten schier übermenschliche Werte. Der Publikumsliebling avacierte zum ultimativen Play-off-Monster, entschärfte zahlreiche "unhaltbare" Schüsse und ist der Schlüsselspieler schlechthin.


Hauptrunde: 2:5, 7:4, 2:3 n.V.

kicker-Tipp: Beide Teams haben das Zeug, ins Stanley-Cup-Finale einzuziehen. Kleinigkeiten werden in dieser Serie den Unterschied machen. Getreu dem Motto "Die Offensive gewinnt Spiele, die Defensive Meisterschaften" haben die Golden Knights dank Fleury und ihrem Teamgeist am Ende wohl knapp die Nase vorne. Vegas schreibt das Eishockey-Märchen weiter und gewinnt die Serie mit 4:2.

Christian Rupp

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