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09.05.2018, 19:17

Ehliz mit zwei Toren, Draisaitl mit drei Scorerpunkten

6:1 gegen Südkorea! DEB-Team erreicht Minimalziel

Nach drei Spielen ohne Sieg gelang der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft 2018 in Dänemark gegen Südkorea der dringend benötigte Erfolg. Das Primärziel Klassenerhalt dürfte damit erreicht sein, der Blick kann nun auf den noch möglichen Viertelfinal-Einzug gelegt werden. Die Mannschaft von Bundestrainer Marco Sturm, als turmhoher Favorit in das Duell gegen den WM-Aufsteiger aus Asien gegangen, machte das halbe Dutzend voll.

Treffsicher: Deutschlands Yasin Ehliz (#42).
Treffsicher: Deutschlands Yasin Ehliz (#42).
© imagoZoomansicht

Horror-Szenario abgewendet, Viertelfinal-Chance gewahrt: Deutschlands Eishockey-Nationalteam kann nach dem ersten Sieg im vierten WM-Spiel zunächst durchatmen. Dem neuformierten Olympia-Zweiten von Pyeongchang gelang mit dem 6:1 am Mittwoch in Herning der Pflichtsieg gegen den unbequemen WM-Neuling Südkorea. Zweimal Yasin Ehliz (21., 49.), NHL-Top-Star Leon Draisaitl (11.), Patrick Hager (30.), Frederik Tiffels (35.) und Yannic Seidenberg (53.) sicherten den dringend benötigten Erfolg, um die Abstiegsgefahr zunächst zu bannen.

Nach dem schlechtesten WM-Auftakt seit fünf Jahren mit drei Niederlagen aus drei Spielen schoss sich das Team von Bundestrainer Marco Sturm vor 7.092 Zuschauern den Frust von der Seele. "In der Situation, in der wir waren, war doch viel Druck auf uns. Dafür haben wir einen guten Job gemacht", sagte Olympia-Silbergewinner Hager.

Minimalziel erreicht - nun zwei freie Tage

Für die mit sechs eingebürgerten Nordamerikanern verstärkte südkoreanische Auswahl traf nur Brock Radunske (58.) in Überzahl. Die Asiaten bleiben damit punktlos und spielen 2019 wahrscheinlich wieder in der zweitklassigen B-Gruppe. Die Auswahl des DEB hat dagegen mit nun fünf Punkten aus vier Spielen weiterhin die theoretische Chance, zum dritten Mal am Stück ein WM-Viertelfinale zu erreichen. "Das Turnier ist noch nicht vorbei für uns. Wir sind noch mitten im Rennen", meinte Hager.

Auf den zweifachen Stanley-Cup-Sieger Tom Kühnhackl muss das DEB-Team dabei aber verzichten. Der angeschlagene NHL-Stürmer wird nach dem Playoff-Aus mit Pittsburgh nicht mehr als vierter Profi aus der stärksten Liga nach Dänemark kommen. Zum ersten Mal bei der Weltmeisterschaft hat die deutsche Mannschaft nun zwei freie Tage.

Das Turnier ist noch nicht vorbei für uns. Wir sind noch mitten im Rennen.Patrick Hager

Nach drei unglücklichen Niederlagen in den ersten drei WM-Spielen war das stark verjüngte Team des Olympia-Finalisten unter Druck geraten. Immerhin hatte es für die Pleiten nach Penaltyschießen gegen Dänemark und Norwegen jeweils einen Punkt gegeben. Wäre auch das Duell mit dem Olympia-Gastgeber schief gegangen, hätte aber sogar der erstmalige sportliche Abstieg seit 2009 gedroht. Damals war Deutschland unter Trainer Uwe Krupp nur wegen der Heim-WM 2010 erstklassig geblieben.

DEB-Team münzt Überlegenheit in Tore um

Gegen die emsigen Südkoreaner, die es mit einer extremen Defensivtaktik versuchten, geriet Deutschland aber nie in Gefahr. In Überzahl schlug das DEB-Team entscheidend zu und holte sich damit die Sicherheit für weitere Tore. Top-Scorer Draisaitl schoss nach nur sieben Sekunden im ersten Powerplay die erste deutsche Führung überhaupt in diesem Turnier heraus. Im zweiten Drittel waren 41 Sekunden gespielt, als Ehliz erneut in Überzahl die Nerven beruhigte.

Zehn Minuten später nutzte Münchens Meisterstürmer Hager die Not des gebürtigen kanadischen Keepers Matt Dalton aus, der seinen Stock verloren hatte. Draisaitl-Kumpel Tiffels erarbeitete sich noch im Mittelabschnitt sein erstes Tor bei dieser WM, als er den Puck an Dalton vorbei stocherte. Im Schlussabschnitt traf Ehliz erneut nach einer schönen Kombination. Draisaitl steuerte dabei seine zweite Vorlage zu und sammelte damit ebenso wie Yannic Seidenberg, der noch einmal in Überzahl das sechste Tor nachlegte, drei Scorerpunkte.


Statistik zum Spiel:

Südkorea - Deutschland

Deutschland: Treutle (Nürnberg Ice Tigers/15 Länderspiele) - Holzer (Anaheim Ducks/49), Dennis Seidenberg (New York Islanders/70); Yannic Seidenberg (EHC München/159), Moritz Müller (Kölner Haie/136); Krupp (Grizzlys Wolfsburg/43), Jonas Müller (Eisbären Berlin/25); Ebner (Düsseldorfer EG/41) - Noebels (Eisbären Berlin/57), Tiffels (Wheeling Nailers/ECHL/25), Michaelis (Minnesota State University/12); Ehliz (Nürnberg Ice Tigers/65), Kahun (EHC München/49), Draisaitl (Edmonton Oilers/42); Eisenschmid (Rocket de Laval/AHL/7), Hager (EHC München/134), Plachta (Adler Mannheim/76); Krämmer (Kölner Haie/44), Pietta (Krefeld Pinguine/101), Wiederer (San Jose Barracuda/AHL/4); Höfflin (Schwenninger Wild Wings/20).
Südkorea: Dalton - Young, Kim Wonjun; Plante, Seo; Oh, Regan; Lee Don Ku - Radunske, Kim Kisung, Kim Sangwook; Swift, Lee Young Jun, Lee Chonghyun; Park Jin Kyu, Ahn, Shin Sanghoon; Jeon, Park Woosang, Kim Won Jung; Shin Sangwoo.
Tore: 1:0 Draisaitl (10:02), 2:0 Ehliz (20:41), 3:0 Hager (29:27), 4:0 Tiffels (34:42), 5:0 Ehliz (48:37), 6:0 Seidenberg (52:33), 6:1 Radunske (57:01).
Schiedsrichter: Hribik (Tschechien), Kaukokari (Finnland).
Zuschauer: 7092.
Strafminuten: Deutschland 8 plus je 10 (J. Müller, Holzer) - Südkorea 18.

dpa

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© imago (4)

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Vereinsdaten

Teamname:Deutschland
Anschrift:Deutscher Eishockey-Bund
Haus des Eissports
Betzenweg 34
81247 München
Deutschland
Telefon: (00 49) (0) 89 - 81 82 0
Telefax: (00 49) (0) 89 - 81 82 36
Internet:http://www.deb-online.de/

Weltmeisterschaft - Tabelle

Pl. VereinTorePkte.
1 Finnland38:1116
 
2 USA39:1616
 
3 Kanada32:1215
 
4 Lettland16:1613
 
5 Dänemark13:1711
 
6 Deutschland16:207
 
7 Norwegen13:316
 
8 Südkorea4:480

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