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07.05.2018, 10:51

Vier Gründe, die gegen Deutschland sprechen

WM-Härtetest für DEB-Team gegen USA

Nach zwei knappen Pleiten sind die Chancen des deutschen Eishockey-Nationalteams auf das dritte WM-Viertelfinale in Serie nur noch gering. Im dritten von sieben Vorrundenspielen in Dänemark trifft die Auswahl von Marco Sturm auf einen Mitfavoriten.

Dennis Seidenberg
Hoffen auf einen Coup gegen die USA: Dennis Seidenberg & Co.
© imagoZoomansicht

Erstmals ist das deutsche Eishockey-Nationalteam heute (16.15 Uhr, live im Stream bei DAZN) bei der Eishockey-WM Außenseiter. Nach zwei knappen Niederlagen trifft die runderneuerte Mannschaft von Bundestrainer Marco Sturm auf die USA. Der WM-Dritte von 2015, bis auf einen College-Spieler ausschließlich mit NHL-Profis besetzt, tritt bislang in der Vorrunde in Herning beeindruckend auf. Etwas überraschend konnte der kommende deutsche Gegner sogar Topfavorit Kanada bezwingen, den Dänen ließ das US-Team keine Chance.

Unmöglich scheint ein Coup allerdings nicht. Gegen die USA überraschte die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bunds schon mehrfach. Die letzten beiden WM-Duelle im vergangenen Jahr in Köln und 2016 in Russland gingen an die deutschen Eishockey-Cracks.

Am Sonntag allerdings enttäuschte das deutsche Team beim 4:5 nach Penaltyschießen gegen Norwegen. "Es waren Momente, die frustrierend waren", sagte Bundestrainer Sturm. "Generell müssen wir als Mannschaft besser auftreten. Wir müssen die Fehlerquote minimieren."

Darum sind die Chancen auf den Einzug ins Viertelfinale nur gering:

DER UMBRUCH: Nur zehn von 25 Silbergewinnern treten in Dänemark an. In Christian Ehrhoff, Marcel Goc und Patrick Reimer sind wichtige Leistungsträger zurückgetreten. Sieben WM-Debütanten hat Sturm schon eingesetzt. Das junge Team ist international unerfahren.

DIE ABSTIMMUNG: Kurzfristig hat Sturm seinen umgekrempelten Kader für die WM zusammengestellt. Nur zwei komplette Trainingseinheiten blieben in Herning, an der Abstimmung hapert es noch. "Wir lernen gerade, als Mannschaft zusammenzufinden. Es ist ein Reifeprozess", sagte Silbergewinner Moritz Müller.

DER TORHÜTER: Auf dieser Position ist Deutschland auf internationalem Niveau auf Top-Leistungen angewiesen. Der Ingolstädter Timo Pielmeier hielt bislang nicht so stark wie erhofft und zeigte sich gegen Norwegen unsicher. Gegen die USA könnte erstmals Niklas Treutle eine Chance bekommen, der Nürnberger hat allerdings keine WM-Erfahrung. Einen NHL-Goalie hat Sturm nicht zur Verfügung. Olympia-Stammkeeper Danny aus den Birken sagte für die WM ab.

DIE PENALTYS: Jeweils im Penaltyschießen musste sich die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bunds gegen Dänemark und Norwegen geschlagen geben. Von ihren insgesamt acht Versuchen verwandelten die Deutschen keinen einzigen. "Dann wird's natürlich auch schwer, mal ein Spiel nach Penaltyschießen zu gewinnen", sagte Patrick Hager.

dpa

 

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