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02.05.2018, 09:52

NHL-Play-offs: Capitals und Jets übernehmen die Führung

"Ovi" jubelt erstmal nicht - Irres Jets-Comeback

Die Washington Capitals sind in den Play-offs auswärts nicht zu schlagen: Die Caps setzten sich in Spiel 3 beim amtierenden Champion Pittsburgh Penguins mit 4:3 durch (Serie: 2:1). Kurios vor allem der Siegtreffer durch Super-Star Alex Ovechkin, der glücklicherweise zunächst auf einen Torjubel verzichtet hatte. Eine Party in Weiß und Blau stieg dagegen in Winnipeg, wo die Jets ein Monster-Comeback gegen die Nashville Predators feierten und mit 7:4 gewannen (Serie 2:1).

Ovechkin: "Gut, dass ich nicht gejubelt habe"

Alex Ovechkin & Matt Murray
Siegtreffer: Washingtons Alex Ovechkin trifft gegen Pittsburghs Matt Murray zum 4:3-Endstand.
© picture allianceZoomansicht

Pittsburgh bangte vor Spiel 3 um Superstar Evgeni Malkin, der sich aber rechtzeitig fit meldete und spielen konnte. Ausgerechnet mit Malkin auf der Strafbank ging Washington zu Beginn des zweiten Drittels in Führung: John Carlsons fulminanter Schlagschuss passte genau (21., Powerplay). Wenig später schlugen die Penguins zurück: Ein von Jake Guentzel abgefälschter Schuss (25.) sowie Patric Hörnqvist mit einem Tip-in aus der Nahdistanz (27.) drehten die Partie. Doch damit nicht genug: Zwei schön herausgespielte Treffer durch Chandler Stephenson auf der einen (32.) sowie Sidney Crosby auf der anderen Seite (37.) sorgten für einen Pens-Vorsprung von 3:2 zur zweiten Pause. Im Schlussdrittel war es dann erst ein Schlagschuss von Matt Niskanen (46.) und dann Alex Ovechkin (59.), die die Capitals zum Sieg schossen. Der 32-jährige Russe tippte ein Zuspiel von Nicklas Bäckström an die Eisenstange und fasste den Abpraller aus vollem Lauf aus der Luft ab - 4:3, der Endstand.

"Ich habe den Pfosten getroffen und es war gut, dass ich nicht gejubelt habe. Ich habe weitergespielt und hatte ein bisschen Glück", schilderte der Caps-Kapitän seinen Siegtreffer. "Es war ein so wichtiges Tor. Es ist egal, wie es gefallen ist oder wer es geschossen hat. Wir haben uns geopfert und hart gespielt - genau so müssen wir weitermachen." Die Hauptstädter bauten damit ihre Serie aus, gewannen auch ihr viertes Auswärtsspiel in den Play-offs 2018 (4-0) und gingen in der Serie gegen die Stahlstädter mit 2:1 in Führung. "Beide Teams haben gekratzt und gebissen. Es wird weiterhin ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Wir müssen für jeden Zentimeter kämpfen", sagte Washingtons Trainer Barry Trotz.

Bei Pittsburgh war die Enttäuschung selbstredend groß. "Die meiste Zeit war es ein enges Spiel. Beide Teams hatten nur wenige Schüsse, aber bei jedem Schuss wurde es gefährlich", blickte Penguins-Goalie Matt Murray angesichts einen Schussverhältnisses von 22:22 zurück. "Es war eines dieser Spiele, das in beide Richtungen hätte laufen können. Obwohl wir ganz solide gespielt haben, haben wir noch Steigerungspotenzial." Murray (18 Saves, 81,8 Prozent Fangquote) und sein Gegenüber Braden Holtby (19 Saves, 86,4 Prozent) hatten zudem ein ums andere Mal großes Pfostenglück. "Wir müssen von der Strafbank wegbleiben und dürfen ihnen keine Powerplay-Möglichkeiten geben. Abgesehen davon haben wir viel richtig gemacht. Jede Reihe hat Druck und Chancen kreiert", richtete Pens-Kapitän Crosby den Blick schon wieder nach vorne.

Der Deutsche Tom Kühnhackl kam in der vierten Sturmreihe der Penguins neben Derick Brassard und Conor Sheary zwar nur auf 8:45 Minuten Eiszeit (davon 0:05 im Powerplay und 1:29 in Unterzahl), teilte dabei aber satte sechs Checks aus. Noch mehr Körperkontakt suchte Capitals-Angreifer Tom Wilson, der neun Hits austeilte. Darunter auch ein folgenschwerer gegen Zach Aston-Reese (30.), der sich einen Kieferbruch und eine Gehirnerschütterung zuzog und für Spiel 4 in der Nacht auf Freitag (1 Uhr, MESZ) ausfallen wird.


Monster-Comeback in Winnipeg

Winnipeg Jets
Party in Blau und Weiß: Doppelpacker Dustin Byfuglien (r.) jubelt mit den Winnipeg Jets.
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Nach dem ersten Abschnitt im Bell MTS Place sah eigentlich alles nach einem Sieg für die Gäste aus Nashville aus: Mike Fisher (5.), P.K. Subban (11., Powerplay) und Austin Watson (18.) hatten die Predators komfortabel mit 3:0 in Führung geschossen. Im zweiten Durchgang aber startete Winnipeg ein beispielloses Comeback und machte seinem Namen alle Ehre, denn bei den vier Treffern in einer Reihe von Paul Stastny (23.), Dustin Byfuglien (26., 40.) und Jacob Trouba (26.) erreichte die traditionell in Weiß gehüllte Arena ("Whiteout") den Lautstärkepegel eines startenden Jets. Zwar kamen die Preds im dritten Drittel noch einmal durch Filip Forsberg in Überzahl zum Ausgleich (48.), doch Blake Wheeler stellte ebenfalls im Powerplay die Ein-Tor-Führung wieder her (56.). Zwei "Empty-Netter" durch Wheeler und Brandon Tanev in der Schlussminute schraubten den Endstand auf 7:4 für die Jets.

"Unsere Mannschaft hat in der gesamten Saison gut auf Rückschläge reagiert - egal ob es ein schlechtes Spiel oder ein schlechtes Drittel war. Unser Ziel war es einfach, den zweiten Abschnitt zu gewinnen und uns somit eine Chance auf den Sieg zu geben", sagte Winnipegs Doppelpacker Wheeler zum Monster-Comeback seines Teams im zweiten Abschnitt. "0:3 hinten zu sein ist keine große Sache für uns, denn wir ernähren uns vom Publikum", gab Stastny das Lob an die Fans weiter. Die Jets haben 13 Heimspiele in Folge gewonnen. Auch Spiel 4 steigt in der Nacht von Donnerstag auf Freitag (3.30 Uhr, MESZ) in der kanadischen Provinz Manitoba. Winnipeg führt die Serie nun mit 2:1 an.

Die Predators müssen sich schnell etwas einfallen lassen. "Genau das passiert, wenn du aufhörst zu spielen und sich das andere Team in einen Rausch spielt. Wir müssen von unseren Fehlern lernen und über 60 Minuten Eishockey spielen", so Nashvilles Verteidiger Ryan Ellis. "Wir haben aufgehört, unsere Füße zu bewegen", blickte auch Preds-Center Ryan Johansen verbittert zurück. "Wir haben viel falsch gemacht und sie sind besser geworden. Das Momentum kann in den Play-offs schnell umschlagen - und das kann tödlich sein."


NHL-Ergebnisse vom Dienstag, den 1. Mai 2018:

Pittsburgh Penguins - Washington Capitals 3:4

Play-off-Stand: 1:2


Winnipeg Jets - Nashville Predators 7:4

Play-off-Stand: 2:1


Christian Rupp

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