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17.04.2018, 10:15

NHL-Play-offs: Avalanche und Devils landen Überraschung

8:1! Sharks demütigen undisziplinierte Ducks

In der Nacht von Montag auf Dienstag flogen in den Stanley-Cup-Play-offs ordentlich die Fetzen - sowohl was Tore, als auch was Strafzeiten angeht. Die San Jose Sharks spielten sich in einen Rausch und fegten die Anaheim Ducks mit 8:1 vom Eis. Überraschungen landeten die krassen Außenseiter Colorado Avalanche (5:3 gegen die Nashville Predators) und New Jersey Devils (5:2 gegen den Tampa Bay Lightning). Außerdem sorgten die Toronto Maple Leafs für ein "Erdbeben" gegen die Boston Bruins.

San Jose zaubert - Anaheim spielt dreckig

Joonas Donskoi
Spektakulär: San Joses Joonas Donskoi trifft zum zwischenzeitlichen 2:1 in Spiel 3 gegen Anaheim.
© Getty ImagesZoomansicht

Nach zwei Auswärtssiegen in Anaheim betrat San Jose erstmals heimisches Eis in den Play-offs 2018. Nach nur 224 Sekunden ließen die Sharks das "Haifischbecken" zum ersten Mal hochkochen: Logan Couture tippte einen Querpass von Mikkel Boedker über die Linie (4.). Die Ducks antworteten wenig später durch eine Direktabnahme in Überzahl von Rickard Rakell (14.). Es sollte das letzte Gäste-Tor an diesem Abend bleiben, denn Sharks-Goalie Martin Jones zeigte eine herausragende Leistung (45 Saves, 87,8 Prozent Fangquote). Im Mittelabschnitt, dem Lieblings-Durchgang der Fins in dieser Serie (8:1 Tore und 49:36 Schüsse in drei Begegnungen), drehten die Nord-Kalifornier erneut auf: Joonas Donskoi (22.), Marcus Sorensen (24.), Eric Fehr (34.) und Tomas Hertl (37.) erhöhten mit herrlich herausgespielten Toren auf 5:1 für San Jose. Für Anaheims Starter John Gibson (19 Saves, 79,2 Prozent Fangquote) war der Arbeitstag zur zweiten Pause gelaufen - er wurde durch Backup Ryan Miller (neun Saves, 75,0 Prozent) ersetzt.

Stanley Cup Play-offs 2018

Die Frustration der Ducks entlud sich dann in überhartem und teils grob unfairem Spiel: Kapitän Ryan Getzlaf (insgesamt 16 Strafminuten) sah erst eine doppelte kleine Strafe wegen eines Stockschlags und übertriebener Härte (48.) und wurde direkt danach wegen Schiedsrichter-Beleidigung zum Duschen geschickt (52.). Danach schossen nicht nur Cory Perry (52., Stockcheck), Ryan Kesler (57., Stockschlags) und Brandon Montour (60., Stockschlags) übers Ziel hinaus: Regelwidrigkeiten legte Anaheim vor allem in der Schlussphase bei nahezu jeder Aktion an den Tag - geahndet wurden wohl aus Deeskalationsgründen aber nur diese drei. Die Sharks gaben darauf jedenfalls die richtige Antwort: Joe Pavelski (51.), Evander Kane (58.) und Timo Meier (60.) sorgten mit drei Powerplay-Treffern im Schlussdrittel für den 8:1-Endstand.

San Jose führt die Serie nun mit 3:0 an und braucht nur noch einen Sieg fürs Weiterkommen - dem kalifornischen Rivalen aus Anaheim droht hingegen schon in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag der Sweep. Die Ducks fanden bislang noch kein Mittel gegen die deutlich höhere Geschwindigkeit, die Top-Reihe um Donskoi, Pavelski und Kane (sieben Scorerpunkte in Spiel 3, insgesamt zwölf) sowie das gnadenlose Powerplay (4/8, 50 Prozent Erfolgsquote in Spiel 3, insgesamt 35,3 Prozent) der Sharks und fallen vielmehr durch Undiszipliniertheiten (28:8 Strafminuten in Spiel 3, insgesamt 64:22) auf.


Die Avalanche und der Schneeball-Effekt

Verknotet: Colorados Nathan MacKinnon (#29) und Gabriel Landeskog (#92) und Nashvilles Mathias Ekholm (#14) und P.K. Subban (#74).
© Getty ImagesZoomansicht

Von einem unglaublichen Tempo und hoher Intensität lebt auch die Serie zwischen Colorado und Nashville. Am Montagabend (Ortszeit) stieg das erste Spiel in Denver, das der Außenseiter überraschend mit 5:3 gewann und in der Serie somit den Anschluss herstellte (1:2). Blake Comeau (2.), Gabriel Bourque (14.) sowie Nathan MacKinnon (19., 25.) sorgten für einen frühen und komfortablen 4:0-Vorsprung für die Avalanche. Die Predators reagierten mit einem Torwartwechsel: Jusse Saros (18 Saves, 100 Prozent Fangquote) löste Pekka Rinne ab (elf Saves, 73,3 Prozent) ab. Dies funktionierte als Weckruf für die Preds, die durch Ryan Johansen (31.) und Colton Sissons (48.) wieder herankamen. Erst ein "Empty Netter" durch Gabriel Landeskog ließ die Hoffnungen wieder schwinden (59.) - daran konnte auch die direkte Antwort von Austin Watson (59.) nichts mehr ändern. Avs-Goalie Jonathan Bernier zeigte 29 Saves (90,6 Prozent Fangquote).

"Wir sind schon die ganze Saison zu Hause gut, das scheint sich auch in die Play-offs übertragen zu haben", sagte der erneut überragende MacKinnon hinterher. "Wir haben schon in den ersten beiden Spielen gezeigt, dass wir mithalten können. Heute waren die ersten 40 Minuten großartig, das dritte Drittel war solide. Wir haben uns selbst bewiesen, dass wir gewinnen können. Hoffentlich tritt jetzt der Schneeballeffekt in Kraft."


Erst Überraschung, dann Massenkeilerei

Mikhail Sergachev & Brian Boyle
Raufbolde: Tampa Bays Mikhail Sergachev (l.) gegen New Jerseys Brian Boyle (r.).
© Getty ImagesZoomansicht

Eine Überraschung landeten auch die New Jersey Devils in ihrem ersten Heimspiel gegen den Tampa Bay Lightning. Die "Teufel" setzten sich 5:2 durch und verkürzten in der Serie auf 1:2. Nach einem torlosen ersten Abschnitt verspielten die Bolts gleich zwei Führungen durch Alex Killorn (21.) und Steven Stamkos (41.), die sich nach 42 bzw. 38 Sekunden nach Wiederbeginn jeweils in Überzahl erfolgreich zeigten. Für New Jersey antworteten erst Taylor Hall (33.) und später Will Butcher (45., im Powerplay) und Stefan Noesen (53.). Zwei Treffer von Blake Coleman (60., in Unterzahl) und Ben Lovejoy (60.) ins mittlerweile leere Tor schraubten den Endstand noch auf 5:2.

Obwohl das Spiel zu diesem Zeitpunkt längst entschieden war, gab es 23 Sekunden vor der Schlusssirene noch eine Massenkeilerei. Gleich zehn Spieler wurde vorzeitig zum Duschen geschickt. Unterm Strich kamen 132 Strafminuten (64:68) zusammen. Die Grundlagen für ein besonders heißes Spiel 4 sind somit geschaffen.


Andersen stoppt Bostons Top-Reihe - Doppelpacker Marleau

Patrick Marleau
Doppelpacker: Torontos Patrick Marleau klatscht mit den Teamkollegen ab.
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Können die Maple Leafs die Parade-Reihe der Bruins um Brad Marchand, Patrice Bergeron und David Pastrnak stoppen? Dies war die große Frage vor Spiel 3. Eine passende Antwort darauf gab Torontos Torwächter Frederik Andersen, der insgesamt 40 Schüsse stoppte (95,2 Prozent) - darunter deren neun von Bostons Top-Sturmreihe. Dank der Treffer von James van Riemsdyk (18.), Doppelpacker Patrick Marleau (24., 57.) und Auston Matthews (35.) durften am Ende die Leafs einen 4:2-Heimsieg bejubeln. Die Bs kamen lediglich durch Adam McQuaid (24.) und Zdeno Chara (27.) auf die Anzeigetafel.

"Das war heute definitiv ein richtungsweisendes Spiel für uns", betonte Matthews, der das Play-off-Gefühl in vollen Zügen genoss: "Es ist großartig, die Fans und alles. Es hat sich wie ein Erdbeben angefühlt, als wir getroffen haben."


NHL-Ergebnisse vom Montag, den 16. April 2018:

New Jersey Devils - Tampa Bay Lightning 5:2

Play-off-Stand: 1:2


Toronto Maple Leafs - Boston Bruins 4:2

Play-off-Stand: 1:2


Colorado Avalanche - Nashville Predators 5:3

Play-off-Stand: 1:2


San Jose Sharks - Anaheim Ducks 8:1

Play-off-Stand: 3:0


Christian Rupp

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