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12.04.2018, 09:29

NHL: Zwei Shutouts und ein Hattrick zum Play-off-Auftakt

Knights und Jets historisch - Pens mit 7:0-Blowout!

Der Auftakt in die Stanley-Cup-Play-offs 2018 hatte es in sich: Liga-Neuling Vegas Golden Knights feierte in seinem ersten Endrunden-Spiel überhaupt direkt den ersten Sieg und setzte sich in einer rassigen Partie knapp mit 1:0 gegen die Los Angeles Kings durch. Einen ebenfalls historischen Erfolg, nämlichen den ersten der Franchise-Geschichte in den Play-offs, holten die Winnipeg Jets beim 3:2 gegen die Minnesota Wild. Überraschend deutlich machten es die Pittsburgh Penguins beim 7:0-Kantersieg in der Pennsylvania-Serie gegen den Rivalen Philadelphia Flyers.

Crosby startet mit einem Hattrick

Sidney Crosby & Jake Guentzel
Zwei Männer, sieben Scorerpunkte: Pittsburghs Sidney Crosby (l.) und Jake Guentzel (r.).
© Getty ImagesZoomansicht

Mit Pittsburgh und Philadelphia messen sich zwei Rivalen aus dem US-Bundestaat Pennsylvania in einer Serie. Dabei machten die Penguins schnell klar, wer Herr im Haus - in diesem Fall der PPG Paints Arena - ist: Bryan Rust (3.), Carl Hagelin (11.) und Evgeni Malkin (15.) sorgten für einen Blitz-Start. Jake Guentzel (28., im Powerplay) und ein Hattrick von Kapitän Sidney Crosby (30., 48., 51.) schraubten den Endstand am Ende auf 7:0 - ein echter Blowout! "Wir haben geliefert und unsere Chancen genutzt", analysierte Crosby hinterher und sah trotz des Kantersiegs noch Luft nach oben: "Es gibt trotzdem Bereiche, in denen wir uns steigern müssen. Du musst in jedem Spiel besser werden, unabhängig vom Endergebnis."

Vor allem Pittsburghs erste Sturmreihe mit Guentzel (ein Tor, drei Assists), Crosby (drei Treffer) und Rust (ein Tor) wusste zu gefallen und gab mit kumulierten acht (!) Scorerpunkten eine Kostprobe vom Offensivpotenzial der Penguins. Der Deutsche Tom Kühnhackl kam in der vierten Angriffsformation neben Reily Sheahan und Zach Aston-Reese auf 12:46 Minuten Eiszeit (davon 3:01 in Unterzahl). Hinten hielt Goalie Matt Murray alle 24 auf sein Tor abgegebenen Schüsse und feierte am Ende seinen insgesamt fünften Play-off-Shutout in seiner noch jungen Karriere.

Stanley-Cup-Play-offs 2018

Bei den Flyers kamen hingegen gleich zwei Keeper zum Einsatz: Starter Brian Elliott wurde nach 29 Minuten und fünf Gegentoren (14 Saves, 73,7 Prozent Fangquote) durch Backup Petr Mrazek ausgetauscht, doch auch der Ersatzmann konnte den Sturmlauf der Pens nicht stoppen (zwölf Saves, 85,7 Prozent Fangquote). "Das ist wohl die bitterste Art, in eine Play-off-Serie zu starten. Es tut weh. Es ist peinlich", musste Philadelphias Verteidiger Shayne Gostisbehere zugeben. "Aber es steht nur 0:1 in der Serie und es wird noch viel Eishockey gespielt." Flyers-Kapitän Claude Giroux sah "eines der schlechtesten Spiele, an denen ich je teilgenommen habe" und forderte: "Wir müssen im nächsten Spiel eine Antwort geben."

Vegas: Fleury hält historischen Sieg fest

Marc-André Fleury
Oben ohne: Vegas-Goalie Marc-André Fleury verlor zwischenzeitlich seinen Helm, nicht aber die Kontrolle.
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Mit Spannung wurde das erste Duell zwischen Vegas und Los Angeles erwartet. Immerhin trafen mit den schnellen, offensiven Golden Knights und den defensiven, physisch starken Kings zwei Teams mit komplett unterschiedlicher Spielphilosophie aufeinander. In einer sehr rassigen Begegnung mit insgesamt 127 (!) Checks dominierte L.A. zwar das Körperspiel (68:59 Hits), doch eine große Stärke der Knights, das aggressive Forechecking, führte zum einzigen Treffer an diesem Abend: William Carrier eroberte die Scheibe tief an der Bande zurück, Tomas Nosek verteilte diese an die blaue Linie zum zentral positionierten Shea Theodore. Der Verteidiger schoss den Puck mittenrein in den Verkehr vor dem Gehäuse, wo das Spielgerät in die Maschen abgefälscht wurde (4.). "Es ist aufregend, das erste Tor erzielt zu haben", berichtete Siegtorschütze Theodore.

Die frühe Führung spielte Vegas dann voll in die Karten, denn zwischen den Pfosten war voll auf Marc-André Fleury Verlass, der alle 30 Schüsse parierte und seinen elften Play-off-Shutout verbuchte. Auch sein Gegenüber Jonathan Quick lieferte eine starke Vorstellung (27 Saves, 96,4 Prozent Fangquote), doch fanden seine Vorderleute nicht den Weg ins Tor. Zu diesen zählte auch der Deutsche Tobias Rieder, der in der zweiten Sturmreihe der Kings neben Jeff Carter und Tyler Toffoli aufgeboten wurde und auf 14:14 Minuten Eiszeit kam.

Die Golden Knights sind erst das vierte Team in der NHL-Geschichte, dass in seiner Debütsaison den allerersten Play-off-Auftritt auch gewinnen konnte. "Es ist die beste Zeit im Jahr, es ist das beste Eishockey. Wir können wirklich zufrieden damit sein, wie das Team gespielt hat. Dafür leben wir", jubelte Vegas-Stürmer Jonathan Marchessault. Die Frage nach dem Heimvorteil konnten die Knights jedenfalls positiv beantworten: Die Zuschauer in der T-Mobile Arena peitschten ihre Mannschaft bei Gänsehautatmosphäre lautstark nach vorne.

Whiteout in Winnipeg

Patrik Laine
Whiteout: Winnipegs Patrik Laine glänzte vor beeindruckender Kulisse.
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Ein Whiteout ist eigentlich ein Wetter-Phänomen, das in Gebieten mit viel Schneefall vorkommt. Durch die Kontrastverringerung und das komplett weiße Sichtfeld sind keine Konturen mehr zu erkennen, was zu Desorientierung und Angstzuständen führt. Genau das haben sich die Fans der Jets für ihre Gegner zum Ziel gesetzt und sind fast ausschließlich in Weiß gekleidet zum Play-off-Auftakt erschienen. Der Whiteout in Winnipeg verfehlte seine Wirkung nicht: Die Kanadier setzten sich mit 3:2 gegen die Minnesota Wild durch.

Apropos weiß: Die beiden Torhüter Connor Hellebuyck (18 Saves, 90 Prozent Fangquote) und Devan Dubnyk (37 Saves, 92,5 Prozent) behielten lange Zeit eine weiße Weste - erst Ende des Mitteldrittels brach ein Powerplay-Tor von Winnipegs Mark Scheifele den Bann (38.). Minnesota drehte die Partie direkt nach der zweiten Pause dank eines schnellen Doppelschlags durch Matt Cullen (42.) und Zach Parise (44.). Davon unbeeindruckt antwortete Patrik Laine kurz darauf (45.). Der 19-Jährige ist damit der jüngste Jets-Spieler und jüngste Finne, der je in einem NHL-Play-off-Spiel getroffen hatte.

Ebenfalls historisch der Siegtreffer durch Joe Morrow (53.), denn er bedeutete den ersten Endrunden-Sieg in Winnipegs Franchise-Geschichte. Zuvor hatte die Organisation als Atlanta Thrashers und Winnipeg Jets alle acht Play-off-Auftritte verloren - die früheren Jets sind damals gen Süden in die Wüste umgezogen und heißen heute Arizona Coyotes. "Zu sagen, dass ein Traum in Erfüllung gegangen ist, ist eine Untertreibung", sagte Morrow stolz.


NHL-Ergebnisse vom 11. April 2018:

Pittsburgh Penguins - Philadelphia Flyers 7:0

Play-off-Stand: 1:0


Winnipeg Jets - Minnesota Wild 3:2

Play-off-Stand 1:0


Vegas Golden Knights - Los Angeles Kings 1:0

Play-off-Stand: 1:0


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