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11.04.2018, 10:40

Vorschau: NHL, Play-offs, Eastern Conference, Metro Division

Neue Rolle für Grubauers Capitals und ein heißes Derby

Zum dritten Mal in Folge gehen die Washington Capitals als topgesetztes Team ihrer Division in die Play-offs. Und doch ist vor Runde eins und dem Duell gegen die Columbus Blue Jackets vieles anders in der US-Hauptstadt. Daneben stehen sich erstmals seit 2012 wieder Pittsburgh und Philadelphia in der "Battle of Pennsylvania" gegenüber - mit einem klaren Favoriten. Doch Derbys haben bekanntlich eigene Gesetze. Eine Vorschau auf Runde eins in der Metropolitan Division.

Washington: Ovechkin und Grubauer als Garanten

Blick Richtung Play-offs: Washingtons Keeper Philipp Grubauer.
© imagoZoomansicht

2016 und 2017 gewannen die Capitals jeweils die Presidents' Trophy und starteten als einer der ganz großen Favoriten auf den Stanley-Cup-Sieg in die Play-offs. Doch wie bisher stets in der Ära von Supertorjäger Alex Ovechkin kam Washington einmal mehr nicht über die zweite Runde hinaus. Nach einem kleinen personellen Umbruch im Sommer gilt das Titelfenster für die Capitals bereits als halb geschlossen, was sich in der Hauptrunde zunächst durch mäßige Leistungen zu bestätigen schien. Doch in den letzten Monaten zog die Mannschaft von Toptrainer Barry Trotz gewaltig an und sicherte sich am Ende sogar den dritten Gewinn der Metropolitan Division in Serie.

Washingtons Schlüsselspieler sind im Wesentlichen dieselben wie in den letzten Jahren. Superstar Ovechkin verpasste seine insgesamt achte 50-Tore-Saison - nach nur 33 Hauptrundentreffern 2016/17 - nur um ein einziges Tor. An seiner Seite stehen mit Evgeny Kuznetsov und Nicklas Bäckström zwei der besten Spielmacher der NHL. Dass T.J. Oshie in der Hauptrunde (18 Tore statt 33 im Jahr zuvor) einen mittelschweren Einbruch erlitt, konnten die Capitals kompensieren, weil der Däne Lars Eller sowie Tom Wilson in Sachen Punkt- und Torproduktion ihre besten Karrierejahre hatten.

In der Defensive überragte John Carlson mit 15 Toren und satten 53 Vorlagen. Das absolute Prunkstück im Kader aber ist das Tor: Philipp Grubauer überflügelte hier in den letzten Saison mit grandiosen Leistungen den kanadischen Nationalkeeper Braden Holtby und bekommt nun sogar auch zum Start der Play-offs den Vorzug vor der etatmäßigen Nummer eins der Capitals.

Columbus: Mit Tiefe, Jugend und Bobrovsky

Sergei Bobrovky
Weltklasse-Keeper in Diensten der Blue Jackets: Sergei Bobrovky.
© imagoZoomansicht

Mit der zweiten Qualifikation nacheinander schafften die Blue Jackets bereits Historisches, denn dies war in der Franchise-Geschichte seit 2000 noch nie gelungen. Gegen Washington will Columbus nun gleich noch einmal Geschichte schreiben, denn in den bisherigen drei Play-off-Auftritten schied man stets bereits in Runde eins aus und gewann insgesamt nur drei Partien. Im Verlauf der abgelaufenen Hauptrunde hatte das Team von Coach John Tortorella zunächst einige Probleme in Sachen Konstanz, qualifizierte sich letztlich aber als eines der formstärksten Team im Schlussspurt doch noch für die Endrunde.

Obwohl Columbus mit dem im Sommer im Tausch mit Brandon Saad aus Chicago gekommenen Filigrantechniker Artemi Panarin nun auch über einen Offensivstar verfügt (81 Punkte in 82 Spielen), ist vor allem ein ausgeglichener Kader und die noch sehr junge, aber äußerst talentierte Defensive um Seth Jones und Zach Werenski das Prunkstück im Kader.

In Sachen Torproduktion drückt dagegen weiter ein wenig der Schuh. Gut möglich sogar, dass die Blue Jackets ohne die Nachverpflichtung von Thomas Vanek Ende Februar (15 Punkte in 19 Partien) die Play-offs knapp verpasst hätten. Mit dem zweimaligen Vezina-Trophy-Gewinner Sergei Bobrovsky steht indes einer der besten Keeper der Welt im Tor. Der erst 19-jährige Pierre-Luc Dubois (20 Tore, 48 Punkte) spielte als Topcenter ein starkes erstes Jahr, hat aber noch immenses Entwicklungspotenzial.

Hauptrunde: 4:3, 3:2, 4:2, 1:5

kicker-Tipp: Die Capitals sind in der Spitze etwas besser aufgespielt, Columbus verfügt dagegen über deutlich mehr Kadertiefe. In einem Duell zwischen zwei Teams mit ähnlicher Spielanlage könnte es zu einer langen Serie kommen, am Ende gewinnt Washington mit 4:3.


Pittsburgh: Mit Offensivtriumvirat zum Titelhattrick?

Evgeni Malkin
Bereit für das Play-off-Derby: Die Pittsburgh Penguins mit Topscorer Evgeni Malkin sind gegen Philadelphia Favorit.
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Die Pittsburgh Penguins könnten 2018 etwas erreichen, das nicht einmal die großen Edmonton Oilers von Wayne Gretzky der 1980er geschafft hatten: dreimal in Folge den Stanley Cup zu gewinnen. Letztmals glückte dieses Kunststück den New York Islanders, die zwischen 1980 und 1983 sogar viermal in Serie siegten. Dabei sah es Mitte der Saison kurzzeitig sogar schon einmal so aus, als würde 2017/18 sogar die Play-off-Qualifikation in ernste Gefahr geraten. Doch am Ende waren die Penguins wieder einmal genau dann, wenn es besonders darauf ankommt, zur Stelle und erreichten als Zweiter der Metropolitan Division mit 100 Punkten souverän die Endrunde.

Was also spricht überhaupt gegen einen Titelhattrick? Mit dem noch immer erst 23-jährigen Meistertorhüter Matt Murray, Topverteidiger Kris Letang, vor allem aber dem besten offensiven Dreigestirn der NHL mit Topscorer Evgeni Malkin (98 Punkte), Superstar Sidney Crobsy (89) und US-Torjäger Phil Kessel (92) ist Pittsburgh auf fünf absoluten Schlüsselpositionen in der Gesamtheit wohl so gut besetzt wie kein anderes NHL-Team.

Es ist die Kadertiefe, die im Vergleich zu den Vorjahren den Unterschied ausmachen könnte. Zwar soll die zuletzt angeschlagene Februar-Nachverpflichtung Derick Brassard zu Spiel eins fit werden. Mit den Abgängen von Nick Bonino, Chris Kunitz, Matt Cullen, Trevor Daley, Ian Cole und gerade auch Marc-André Fleury verloren die Penguins im Sommer aber gewaltig an Qualtität, Tiefe und Erfahrung. Zu viel?

Philadelphia: Giroux und die jungen Wilden

Claude Giroux
Führungsspieler einer jungen Mannschaft: Philadelphia-Kapitän Claude Giroux.
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Im steten Wechsel hieß es für die Flyers in den letzten Jahren Play-offs, oder knappes Scheitern nach der Hauptrunde. 2015 und zuletzt 2017 fand die Endrunde ohne Philadelphia statt, 2014 und 2016 scheiterte man jeweils in Runde eins an den New York Rangers (3:4) beziehungsweise Washington (2:4). Die Flyers in der Version 2018 sind indes ein Team im Umbruch, das bereits jetzt über derart viel junges Talent im Kader verfügt, um nach einem kleinen Auf und Ab in der Hauptrunde dennoch das Play-off-Ticket zu lösen.

Kapitän Claude Giroux (102 Punkte) überragte in neuer alter Rolle als Außenstürmer, daneben zeigte der zum Nummer-eins-Center aufgestiegene Sean Couturier (31 Tore, 76 Punkte) eine wahre Leistungsexplosion. Gleich eine ganze Reihe von Jungprofis, insbesondere Travis Konecny (21 Jahre alt), Nolan Patrick (19) oder die Verteidiger Shayne Gostisbehere (24) und Ivan Provorov (21), gehören zudem bereits zu Schlüsselspielern im Kader. Selbst Couturier ist gerade einmal 25 Jahre alt.

Was einerseits herausragende Zukunftsperspektiven bedeutet, stellt andererseits auch die größte Achillesferse dar. Gerade im Defensivbereich fehlt es an Erfahrung. Zudem stehen im Tor in Brian Elliott, Nachverpflichtung Petr Mrazek und dem sehr verletzungsanfälligen Michal Neuvirth zwar drei solide Keeper, von denen allerdings lediglich der 33-jährige Elliott einmalig (2015/16 mit St. Louis) als Nummer eins in der NHL jemals halbwegs erfolgreiche Play-offs absolvierte.

Hauptrunde: 5:4 OT, 5:1, 5:2, 5:4 OT

kicker-Tipp: Zumindest im Sturm haben die Flyers das Zeug dazu, die ebenfalls nicht unbedingt sattelfeste Abwehr des Titelverteidigers ins Wanken zu bringen. Je fünf Gegentore in allen vier Hauptrundenduellen zeugen aber von den großen defensiven Schwachstellen im Kader Philadelphias. Am Ende setzt sich Pittsburgh mit 4:2 durch.

Joachim Meyer

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Anschrift:Columbus Blue Jackets
Nationwide Arena
200 West Nationwide Boulevard
Suite Level
Columbus, Ohio, USA 43215
Internet:http://www.bluejackets.com/

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Anschrift:Pittsburgh Penguins
66 Mario Lemieux Place
Pittsburgh, Pennsylvania, USA 15219
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3601 South Broad Street
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