Zur Loginbox springen Zur Navigation springen Zum Inhalt springen
03.10.2017, 18:55

Die Titelfavoriten der Western Conference im kicker-Check

McDavid, Draisaitl und die "wilden Enten"

Zuletzt ging der Stanley Cup zweimal in Folge an ein Team aus der Eastern Conference (Pittsburgh Penguins 2016 und 2017). 2018 könnte der "Heilige Gral" aber wieder in den Westen gehen. Die Dallas Stars rüsteten über den Sommer gehörig auf. Derweil schüren die St. Louis Blues den internen Konkurrenzkampf. Vorjahres-Finalist Nashville Predators ist nun nicht mehr Jäger, sondern auch Gejagter. Für die Edmonton Oilers und Anaheim Ducks könnte es mit viel Starpower sogar ganz weit gehen. Die Titel-Favoriten der Western Conference...

Neue Dallas-DNA mit Bishop und Radulov

Ben Bishop
Die neue Nummer eins im Tor der Stars: Ben Bishop.
© picture allianceZoomansicht

Kommen & Gehen: Der Play-off-Hunger in Texas ist groß, denn zweimal in den letzten drei Jahren verpasste Dallas die Endrunde. Im Sommer waren die Stars deshalb sehr aktiv: Auf dem Trainerposten übernahm Ken Hitchcock für Lindy Ruff und soll mit seiner eher defensiven Hockey-Mentalität für mehr Stabilität sorgen. Die bisherige Problemposition zwischen den Pfosten scheint Dallas durch die Verpflichtung von Goalie Ben Bishop (L.A.) gelöst zu haben. Mit Marc Methot (via Vegas aus Ottawa) kam zudem ein gestandener Defensivverteidiger. Und da wäre noch Flügelstürmer Alexander Radulov (Montreal), einer der begehrtesten Free Agents in diesem Sommer, der sich für ein Engagement bei den Stars entschied. Auch Martin Hanzal (Minnesota) trägt künftig "Victory Green". Die Texaner haben sich auf dem Papier merklich verbessert - trotz der Abgänge von Patrick Sharp (Chicago), Ales Hemsky (Montreal), Cody Eakin (Vegas) und Antti Niemi (Buyout, jetzt Pittsburgh).

Stärken & Schwächen: Dallas hat das Goaltending und das Penalty Killing als seine großen Schwächen erkannt und in der Sommerpause entsprechend gehandelt: Das Goalie-Tandem Bishop und Kari Lehtonen soll die erste Baustelle schließen, die Verpflichtung der Unterzahlspezialisten Methot und Hanzal die zweite. Helfen dürfte auch die nun etwas defensivere Eishockey-DNA unter Coach Hitchcock, zumal es in der Abwehr ein wenig an Tiefe zu fehlen scheint. Gleichwohl verfügen die Stars auch über einig Offensivwaffen: Kapitän Jamie Benn, Center Tyler Seguin und Neuzugang Radulov könnten eines der gefährlichsten Sturmtrios in der NHL bilden. Dass die Angriffsreihen drei und vier über genügend "Secondary Scoring" verfügen, muss jedoch erst nachgewiesen werden.

kicker-Tipp: Dallas hat seine Schwachstellen wahrscheinlich ausgemerzt und nun eine konkurrenzfähige Play-off-Mannschaft zusammengestellt. Die Stars erreichen die Endrunde und könnten dort für eine Überraschung sorgen.


St. Louis schürt den Konkurrenzkampf

Alex Pietrangelo, Vladimir Sobotka (re.)
Wollen mit den Blues in der Erfolgsspur bleiben: Alex Pietrangelo und Vladimir Sobotka (re.).
© picture allianceZoomansicht

Kommen & Gehen: Sechs Jahre in Folge qualifizierte sich St. Louis für die Play-offs. Bis ins Stanley-Cup-Finale stießen die Blues aber in dieser Zeit nie vor. Die Blues schüren deshalb nun den Konkurrenzkampf in den eigenen Reihen. Als Blockbuster-Verpflichtung zählt Brayden Schenn, der für Jori Lehterä sowie zwei Erstrunden-Draftrechte aus Philadelphia geholt wurde. Rückkehrer Vladimir Sobotka (Omsk, KHL), Chris Thorburn (Vegas), Beau Bennett (New Jersey), Oskar Sundqvist (Pittsburgh) und Nate Prosser (Minnesota) sollen das Team in der Breite besser aufstellen. "Der Konkurrenzkampf ist groß. Genau das wollten wir, denn es macht eine Organisation stark", erklärt General Manager Doug Armstrong. Spieler wie David Perron (Vegas), Nail Yakupov (Colorado), Ryan Reaves (Pittsburgh) oder Scottie Upshall (Vancouver) haben die Blues hingegen verlassen.

Stärken & Schwächen: Mit Vladimir Tarasenko und Schenn wissen die Blues nun zwei ausgewiesene Torjäger in ihren Reihen. Doch auch dahinter ist viel Qualität vorhanden: Patrik Berglund, Jaden Schwartz, Paul Stastny und Alexander Steen spielen seit Jahren zusammen und bilden das Angriffskorsett. Dahinter lauern weitere vielversprechenden Talente wie Ivan Barbashev (21). Auch die Defensive um Alex Pietrangelo, Colton Parayko & Co. ist solide besetzt. Stammtorwart Jake Allen gilt mittlerweile als sicherer Rückhalt. Zudem überzeugten die Blues zuletzt mit einem starken Penalty Killing. Bitter allerdings: Mit Robby Fabbri (21) und Zach Sanford (20) fallen zwei junge Talente verletzungsbedingt langfristig aus. Auch weitere Leistungsträger wie Berglund oder Jay Bouwmeester fallen zunächst aus.

kicker-Tipp: Trotz des frühen Verletzungspechs - der Konkurrenzkampf in St. Louis ist groß und könnte die Leistungsstärke auf ein neues Niveau heben. Die Blues zählen zu den Favoriten in der Central Division sowie in der kompletten Western Conference.


Nashville: Vom Jäger zum Gejagten

Filip Forsberg
Will mit Nashville erneut ins Finale: Filip Forsberg.
© picture allianceZoomansicht

Kommen & Gehen: Als Außenseiter drang Nashville 2016/17 bis ins Stanley-Cup-Finale vor (2:4 gegen Pittsburgh). Nun sind die Predators nicht mehr nur Jäger, sondern auch die Gejagten. In der "Music City" setzt man dennoch auf die Helden des Vorjahres. Prominentester Zugang ist Meister Nick Bonino (Pittsburgh). Schmerzhaft sind hingegen die Abgänge von Ex-Kapitän Mike Fisher (Karriereende) und James Neal (Vegas). Der inkonstante Colin Wilson wurde aus finanziellen Gründen billig an Colorado abgegeben. Das Fehlen von Harry Zolnierczyk (Florida), P.A. Parenteau (Detroit) und Vernon Fiddler (Karriereende) dürfte ebenfalls deutlich weniger ins Gewicht fallen.

Stärken & Schwächen: Die eingeschworenen Predators sind im Kern zusammengeblieben. Allerdings ist die Truppe aus Tennessee nun kein Außenseiter mehr und dürfte nicht mehr unterschätzt werden. Der aufwändige Play-off-Stil mit maximalem Lauf- und Kampfeinsatz sowie zermürbendem Forechecking wird über die komplette reguläre Saison nur schwer zu praktizieren sein. Mit der Jofa-Reihe (Ryan Johansen, Filip Forsberg, Viktor Arvidsson) als Aushängeschild sowie viel Tiefe dahinter (z.B. Kevin Fialla, Austin Watson, Calle Järnkrok, Pontus Aberg) muss sich Nashville nicht verstecken. Prunkstück bleibt die Defensive mit Roman Josi, P.K. Subban, Ryan Ellis (fällt nach Knie-OP allerdings bis Anfang 2018 aus), Mattias Ekholm und Co. vor der Torwart-Mauer namens Pekka Rinne ("Rinne Wall").

kicker-Tipp: Die Predators sind stark genug, um die Abgänge zu verkraften und neu anzugreifen. Daher zählt Nashville zum engen Favoritenkreis. Vor allem dann, wenn die Preds wieder ihr gefürchtetes Play-off-Hockey zelebrieren können.


Edmontons Filetstücke McDavid und Draisaitl

Connor McDavid, Leon Draisaitl (re.)
Edmontons Traumduo für die Zukunft: Connor McDavid und Leon Draisaitl (re.).
© picture allianceZoomansicht

Kommen & Gehen: Mit Transferaktivitäten hielten sich die Oilers im Sommer weitestgehend zurück. Der Grund: Die Verträge der beiden Superstars Connor McDavid (100 Millionen US-Dollar, 12,5 Mio. jährlich) und Leon Draisaitl (68 Millionen, 8,5 Millionen jährlich) wurden für jeweils acht Jahre verlängert, was viel von Edmontons Gehaltsspielraum schluckt. Zumal auch die auslaufenden Kontrakte von Schussblocker Kris Russell und Stürmer Zack Kassian ausgedehnt wurden. So wurde etwa mit dem Trade Dylan Strome gegen Jordan Eberle (jetzt Islanders) vor allem Gehalt eingespart und durch den Buyout von Benoit Pouliot (jetzt Buffalo) zusätzlicher Freiraum geschaffen. Neu bei den Oilers ist außerdem der schnelle Angreifer Jussi Jokinen (Florida).

Stärken & Schwächen: Mit McDavid (30 Tore, 70 Assists, 100 Scorerpunkte) und Draisaitl (29 Tore, 48 Assists, 77 Scorerpunkte) hat Edmonton den besten und achtbesten NHL-Scorer des Vorjahres in seinen Reihen. Und auch dahinter stimmt die Mischung aus verschiedenen Rollenspielern mit Milan Lucic, Patrick Maroon, Ryan Nugent-Hopkins, Jokinen sowie den zahlreichen Talenten (Jesse Puljujärvi, Drake Caggiula, oder Anton Slepyshev). Auch in der Defensive, angeführt von den beiden Schweden Adam Larsson und Oscar Klefbom, scheint der Mix zu stimmen. Hinter dem starken Starter Cam Talbot fehlt allerdings ein erfahrener Backup.

kicker-Tipp: Nach schmerzhaften zehn Jahren ohne Play-offs - viele davon sogar als Schlusslicht der Western Conference - ist Edmonton 2016/17 wieder in die Endrunde eingezogen und zählt nun zu den ernstzunehmenden Titel-Favoriten. "Unser Team ist im Kommen. Wir sind eine junge Mannschaft und unsere jungen Spieler können nur besser werden", schwärmt McDavid. Doch reicht es trotz der nur spärlich vorhandenen Play-off-Erfahrung am Ende auch für den ganz großen Wurf? Die Oilers zählen jedenfalls zu den Top-Favoriten.


Anaheim: Viel Tiefe in allen Mannschaftsteilen

Ryan Getzlaf
Mit den Ducks auf Titeljagd: Ryan Getzlaf.
© picture allianceZoomansicht

Kommen & Gehen: Der prominenteste Neuzugang in Anaheim ist ausgerechnet der Ersatztorhüter: Ryan Miller wechselte aus Vancouver ins Orange County, nimmt dort den Platz des nach Colorado abgewanderten Jonathan Bernier ein und soll Stammkraft John Gibson Feuer machen. Ebenfalls verlassen haben die Ducks Emerson Etem (Arizona), Nate Thompson (Ottawa), Clayton Stoner und Shea Theodore (beide Vegas). Dafür schafften es die Enten, mit Verteidiger Cam Fowler und Stürmer Patrick Eaves zu verlängern. Auch der Deutsche Korbinian Holzer bleibt den Kaliforniern erhalten.

Stärken & Schwächen: Die Suche nach Schwachstellen gestaltet sich bei den Ducks schwierig. Am ehesten ist hier das Powerplay aufzuführen. Deutlich länger ist die Liste bei den Stärken: Das Goalie-Tandem Gibson/Miller dürfte ligaweit kaum zu übertreffen sein. Davor stehen mit Hampus Lindholm, Fowler, Sami Vatanen und Josh Manson zwei exquisite Defensivreihen zur Verfügung. Im Sturm verfügt Anaheim mit den Top-2-Linien Ryan Getzlaf, Corey Perry und Ondrej Kase sowie Ryan Kesler, Andrew Cogliano und Jakob Silfverberg über jede Menge Feuerkraft. Auch dahinter scheint ausreichend Tiefe vorhanden zu sein.

kicker-Tipp: Anaheim zählt zum engen Favoritenkreis für den Stanley Cup. Der Start in die Saison könnte aufgrund von Verletzungssorgen (Lindholm, Vatanen, Kesler) aber noch holprig verlaufen.

Christian Rupp

Klaviertasten, Pfotenabdrücke und gefährliche Gewässer
31 Teams, 31 Trikots: Die neuen NHL-Jerseys
 31 Teams, 31 Trikots: Die neuen NHL-Jerseys
Klaviertasten, Pfotenabdrücke und gefährliche Gewässer

Im Zuge eines Ausrüsterwechsels laufen die 31 NHL-Klubs ab der Saison 2017/18 in neuen Trikots auf. Viele Teams setzen auf altbewährte Designs, andere überraschen hingegen mit anderen Farben, strukturellen Veränderungen oder neuen Alternativlogos. Zum ersten Mal überhaupt präsentierte die jüngste Franchise Vegas Golden Knights ihr Jersey. Die Arbeitskleidung der NHL in Bildern...
© adidas

vorheriges Bild nächstes Bild
 
Seite versenden
zum Thema

Vereinsdaten

Vereinsname:Dallas Stars
Anschrift:Dallas Stars
2601 Avenue of the Stars
Frisco, Texas, USA 75034
Internet:http://www.dallasstars.com/

Vereinsdaten

Vereinsname:St. Louis Blues
Anschrift:St. Louis Blues
Savvis Center
1401 Clark Avenue
St. Louis, Missouri, USA 63103
Internet:http://www.stlouisblues.com/

Vereinsdaten

Vereinsname:Nashville Predators
Anschrift:Nashville Predators
501 Broadway
Nashville, Tennessee, USA 37203
Internet:http://www.nashvillepredators.com/

Vereinsdaten

Vereinsname:Edmonton Oilers
Anschrift:Edmonton Oilers
11230 - 110 Street
Edmonton, Alberta, Canada T5G 3H7
Internet:http://www.edmontonoilers.com/

Vereinsdaten

Vereinsname:Anaheim Ducks
Anschrift:Anaheim Ducks
2695 East Katella Avenue
Anaheim, California, USA 92806
Internet:http://www.anaheimducks.com/


DIE GANZE WELT DER KICKER APPS!
Informieren Sie sich über unser vielfältiges App Angebot:
Smart TV Tippspiel eMagazine kicker MeinVerein FußballQuiz GloryRun