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08.09.2017, 08:55

DEL 2017/18, Vorschau: Die Favoriten

Meister München im kicker-Check: Der Hattrick als Ziel

Der EHC Red Bull München ist die derzeitige Übermannschaft im deutschen Eishockey. Zwei Meisterschaften in Folge fuhren die Oberbayern zuletzt ein, in der reformierten Champions Hockey League (CHL) gelang trotz renommierter Konkurrenz aus Schweden und Finnland bereits vorzeitig der Einzug ins Achtelfinale. Kein Wunder daher, dass es für den DEL-Champion 2016 und 2017 in der Liga nur ein Ziel gibt: Den Titelhattrick. Der Meister im kicker-Check?

EHC Red Bull München
Bewies bereits in der Champions Hockey League starke Frühform: DEL-Meister EHC Red Bull München.
© imagoZoomansicht

Zu- und Abgänge: Hager und zwei neue Defensivkräfte

Nur im Abwehrbereich gab es bei den Münchnern einen kleinen Umbruch. Mit Richie Regehr (34) und Deron Quint (41), die beide bereits in Berlin mit dem heutigen EHC-Coach Don Jackson mehrere Meistertitel gefeiert hatten, verließen zwei Routiniers den Klub, denen das fortgeschrittene Eishockey-Alter zuletzt anzumerken gewesen war. Auch mit dem erst spät nachverpflichteten Yann Sauvé (27) wurde nicht verlängert. Defensivspezialist Matt Smaby entschied sich dagegen selbst, seine Karriere nach vier Jahren in München und zwei Meisterschaften in Serie mit 32 Jahren relativ früh zu beenden.

Die Abgänge glich Manager Christian Winkel zunächst nur mit zwei Neuzugängen in der Defensive aus: Mit dem dänischen Nationalspieler Markus Lauridsen und dem aus Iserlohn gekommenen Deutsch-Kanadier Ryan Button (beide 26) wurde die Abwehr ein gutes Stück verjüngt. Lauridsen, der zuletzt in Schweden spielte, davor aber auch schon fünf Jahre - unter anderem in der AHL - Nordamerika-Erfahrung sammelte, gilt als guter Zwei-Wege-Verteidiger mit Stärken im Defensivbereich. Ähnliches gilt für Button, der aber in seinen drei Jahren bei den Roosters, dank Laufstärke und einem guten Auge, daneben auch stets über die Marke von 20 Scorerpunkten gekommen war.

Im Angriff ging lediglich der nur sporadisch eingesetzte Tobias Wörle (33), der nach Schwenningen wechselte. Der einzige Neuzugang in der Offensive heißt Patrick Hager (28) und ist der derzeit wohl beste deutsche Mittelstürmer in der DEL. Der Nationalspieler verließ die Kölner Haie trotz eines eigentlich bis 2018 laufenden Vertrags nach einigen Querelen vorzeitig und unterschrieb langfristig in München.

Stärken und Schwächen: Offensivpower und der Vorteil Lizenzen

Das Erfolgsgeheimnis von Meister-Coach Don Jackson, das diesem fünf DEL-Titelgewinne mit Berlin und nun zwei weitere mit München einbrachte, könnte verkürzt mit: 'Angriff ist die beste Verteidigung' umschrieben werden. Der 59-jährige US-Amerikaner versteht es exzellent, die Qualitäten seiner Spieler bestmöglich einzusetzen. Mit frühem Forechecking wird der Gegner schon im Aufbau entscheidend gestört. Gerade im Angriff mögen Spieler wie Kapitän Michael Wolf (36), der letztjährige Topscorer Keith Aucoin (38) oder Jason Jaffray (36) bereits in die Jahre gekommen sein, doch in Sachen Qualität kann Jackson mit ihnen und spielstarken deutschen Nationalspielern wie Dominik Kahun (22), Brooks Macek (25) und nun auch noch Hager drei Angriffslinien bilden, die in der DEL ihresgleichen suchen.

Die inklusive Yannic Seidenberg (33), der nunmehr ausschließlich aus Abwehrspieler eingesetzt werden soll, auf sieben Stammkräfte plus Talent Emil Quaas (20) geschrumpfte Defensive präsentiert sich derzeit noch recht dünn besetzt. Allerdings hat Manager Winkler bis dato erst sechs Importspielerlizenzen vergeben, nachdem auch noch der dänische Nationalspieler Mads Christensen nach acht Jahren in Deutschland die doppelte Staatsbürgerschaft erhielt. Damit kann Winkler bei Bedarf noch fünf weitere Importspieler verpflichten - mehr als jeder andere DEL-Klub.

kicker-Tipp: Mit der Optimalpunktzahl von zwölf Punkten aus vier Spielen in der CHL bewies der EHC bereits eine erstaunliche Frühform. Die Qualität der Münchner ist - ungeachtet des kleinen Mankos einer gewissen Überalterung - in allen Mannschaftsteilen sehr hoch. Der Titelverteidiger gilt daher als Topfavorit auf die Mission Hattrick.

Joachim Meyer

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