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06.09.2017, 17:46

DEL 2017/18, Vorschau: Die Favoriten

Ice Tigers im kicker-Check: Mit Gilbert Richtung CHL

Zum zweiten Mal in Folge scheiterten die Thomas Sabo Ice Tigers im vergangenen April im Play-off-Halbfinale knapp an den Grizzlys Wolfsburg. Nach Platz drei in der Hauptrunde verpasste damit kein anderes Team die Qualifikation für die reformierte Champions Hockey League so knapp wie die Nürnberger. Mit einem punktuell noch einmal verstärkten Kader soll in der kommenden Saison nun der nächste Schritt gelingen. Die Ice Tigers im kicker-Check...

Zu- und Abgänge: Gilbert und Aronson als Garanten

Tom Gilbert
Wechselte Mitte Juli nach Nürnberg: Ex-NHL-Spieler Tom Gilbert.
© imagoZoomansicht

Acht Spieler verließen die Franken im Sommer, mit Jesse Blacker und Sasa Martinovic darunter zwei, deren Vertrag bei den Ice Tigers eigentlich noch ein Jahr länger gelaufen wäre. Martinovic ließ Sportdirektor Martin Jiranek aus freien Stücken nach Iserlohn ziehen, nachdem der 32-jährige Routinier von Coach Rob Wilson nur noch sporadisch Eiszeit erhielt. Blacker (26) wiederum - Glücksgriff des Transfersommers 2016 - machte nach einer starken ersten Saison in Europa mit zehn Toren und 29 Vorlagen in 59 Spielen von einer Ausstiegsklausel in seinem Vertrag Gebrauch, um zu Kunlun Red Star aus Peking in die lukrativere KHL zu wechseln. Immerhin: Weil Jiranek den Kontrakt mit dem kanadischen Offensivverteidiger frühzeitig verlängert hatte, erhielten die Ice Tigers zumindest eine Entschädigung.

Neben dem etatmäßigen Topverteidiger des Vorjahres, Danny Syvret, sowie Rauhbein Brandon Prust, der bei den Los Angeles Kings einen neuen Anlauf in die NHL wagt, verließ auch Keeper Jochen Reimer, jüngerer Bruder von Nürnbergs Kapitän Patrick Reimer, den Klub in Richtung Ingolstadt. Der Torhüter ließ eine Offerte zu reduzierten Bezügen seitens der Ice Tigers verstreichen, woraufhin sich Jiranek dazu entschied, mit dem gebürtigen Nürnberger Niklas Treutle einen um rund fünf Jahre jüngeren Keeper in seine Heimatstadt zurückzuholen.

Die gerade durch den Abgang von Blacker, aber auch Syvret und Martinovic entstandenen personellen Lücken in der Verteidigung füllten die Ice Tigers durchaus spektakulär: Mitte Juli gab der Klubs binnen weniger Tage der Verpflichtungen von Taylor Aronson (25) und Tom Gilbert (34) bekannt. Letzterer war neben Mannheims Devin Setoguchi zweifellos der prominenteste DEL-Neuzugang des Sommers, zumal Gilbert in seiner Karriere fast 700-mal in der NHL zum Einsatz gekommen war und 2008/09 mit den Edmonton Oilers eine für Abwehrspieler rare 45 Punkte-Saison abgeliefert hatte. Mit den in Ingolstadt nicht mehr wohlgelittenen Patrick Köppchen (37) und Petr Pohl (31) gelang den Ice Tigers zudem die Verpflichtung zweier gestandener Akteure mit deutschem Pass. Der als "Projekt" (Jiranek) geholte erst 23-Jährige Kanadier Dane Fox avancierte derweil in der Vorbereitung als Topscorer zu einem echten Hingucker.

Stärken und Schwächen: Offensivpower und die Torwartfrage

Schon in den vergangenen Jahren gehörten die Ice Tigers stets zu den treffsichersten Teams der DEL, auch 2016/17 landete Nürnberg in dieser Kategorie mit 177 Toren nur knapp hinter München (188) und Mannheim (183). Mit Patrick Reimer, Steven Reinprecht sowie Leonhard Pföderl und Yasin Ehliz auf den Rängen eins und zwei beziehungsweise vier und fünf landeten gleich vier Ice-Tigers-Stürmer unter den besten fünf Scorern der Hauptrunde der vergangenen Saison.

Auch die Defensive zeigte sich in der vergangenen Spielzeit lange Zeit sattelfest. Erst nach den Verletzungen der Defensivspezialisten Milan Jurcina und Colten Teubert Ende Januar verlor die Abwehr ein wenig an Stabilität. Anders als Jurcina wird Teubert nach einer Bandscheibenoperation voraussichtlich bis zum Jahresende weiterhin ausfallen. Mit den Neuzugängen Gilbert, Aronson und Köppchen ist die Defensive allerdings ohnehin prominent besetzt. Ein Fragezeichen steht da schon eher hinter der Torwartfrage, zumal Treutle und Andreas Jenike trotz guter DEL-Statistiken im Vergleich zur direkten Konkurrenz bei den anderen Titelkandidaten bislang weniger hohe Reputation genießen.

kicker-Tipp: Trotz der Ausfälle von Jurcina, Teubert und Pföderl in den Play-offs kamen die Ice Tigers dem Finaleinzug im April sehr nahe. Bestätigen die Neuzugänge um Gilbert ihre guten Eindrücke aus der Vorbereitung, haben sich die Nürnberger im Vergleich zum Vorjahr noch einmal verbessert und zählen damit zum engsten Favoritenkreis für den Titelgewinn.

Joachim Meyer

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Vereinsname:Thomas Sabo Ice Tigers
Anschrift:Thomas Sabo Ice Tigers
Kurt-Leucht-Weg 11
90471 Nürnberg
Telefon: 09 11 - 98 89 76 00
Telefax: 09 11 - 98 89 76 02
Internet:http://www.icetigers.de/


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