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05.09.2017, 14:45

DEL 2017/18, Vorschau: Die Favoriten

Die Adler im kicker-Check: Setoguchi als Sahnehäubchen

Nach einer unter dem Strich exzellenten Hauptrunde landeten die Adler Mannheim nur knapp hinter dem Topteam aus München auf Rang zwei und qualifizierten sich so für die reformierte Champions Hockey League. In den Play-offs aber verhagelte das Viertelfinalaus, das erst in der Verlängerung von Spiel sieben vor heimischem Publikum gegen Berlin zustande kam, die Stimmung in der Kurpfalz kräftig. Mit nur kleinen Ergänzungen im Kader soll 2018 nun der Titel folgen. Die Adler im kicker-Check...

Zu- und Abgänge: Colaiacovo und Larkin als "neue" Säulen

Devin Setoguchi
Vom Namen her der wohl spektakulärste Topneuzugang: Devin Setoguchi (l.).
© imagoZoomansicht

Direkt nach dem bitteren Ausscheiden sorgte ein Eklat um Adler-Coach Simpson, der einem Reporter des SWR im Falle von unliebsamen Fragen vor laufender Kamera Prügel angedroht hatte, für zusätzliche Missstimmung. Nach einer öffentlichen Entschuldigung blieb der 57-jährige Kanadier, der 2000 mit den München Barons bereits einmal deutscher Meister war, im Amt. Auch das spielende Personal bekommt größtenteils eine weitere Gelegenheit, um erneut auf Titeljagd zu gehen.

Von den insgesamt acht Abgängen verließen vier die Adler trotz noch laufender Verträge: Dominik Bittner und Mirko Höfflin sahen in Schwenningen eine bessere Perspektive für mehr Einsatzzeiten, Reservetorhüter Youri Ziffzer beendete seine Profikarriere. Dass schließlich auch Verteidiger Danny Richmond nach Berlin ziehen gelassen wurde, lag an zwei Vertragsverlängerungen, die ein Stück weit auch Neuzugänge sind. Denn der offensiv in der DEL herausragende Carlo Colaiacovo (27 Punkte in 33 Spielen) und Defensivhüne Thomas Larkin, der erst kurz vor den Play-offs kam, wurden in der vergangenen Saison nachverpflichtet und entschieden sich letztlich im Frühsommer nach Bedenkzeit trotz guter anderweitiger Optionen für einen Verbleib in Mannheim. Im Tor kam zudem Chet Pickard - gebürtiger Kanadier mit deutschem Pass - aus Iserlohn.

Der vom Namen her wohl spektakulärste Topneuzugang im Transfersommer 2017 in der gesamten DEL ist aber Stürmer Devin Setoguchi: In seiner ersten vollen Spielzeit in der NHL war der Rechtsschütze 2008/09 auf satte 32 Tore und 68 Scorerpunkte gekommen. Doch aufgrund von Alkoholproblemen versandete seine Karriere in der Folge. Nachdem diese überwunden waren, versuchte sich Setoguchi im vergangenen Jahr noch einmal in der NHL bei den Los Angeles Kings - durchsetzen konnte er sich jedoch nicht mehr (45 Spiele, vier Tore). Im Alter von 30 Jahren will der über eine exzellente Technik, wenig allerdings über Durchsetzungsvermögen verfügende Außenstürmer nun nachweisen, dass er jenseits der NHL noch immer gute Leistung bringen kann.

Stärken und Schwächen: Viel Qualität und zwei Fragezeichen

Carlo Colaiacovo
Entschied sich für einen Verbleib in Mannheim: Carlo Colaiacovo.
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Trotz acht Abgängen und nur vier Neuzugängen, zwei davon die Nachwuchskräfte John Rogl und Phil Hungerecker, ist hohe Qualität in der Breite die große Stärke der Adler. Sowohl in der Abwehr als auch im Angriff verfügt Simpson über ausgeglichene Reihen, die in fast allen anderen DEL-Klubs jeweils für sich die Topformation bilden könnten. Mit Setoguchi ist die Offensive, die mit 183 Treffern ohnehin beinahe schon so treffsicher war wie die von Primus München (188), noch einmal aufgewertet worden. In der Defensive dürfte die Präsenz von Colaiacovo und Larkin in einer kompletten Saison Ähnliches bewirken.

Ein kleines Fragezeichen steht indes hinter der Torhüterposition, auf der Dennis Endras seinen Nummer-eins-Status in den vergangenen Play-offs an Nachverpflichtung Drew MacIntyre verloren hatten. Mit Pickard als neuer Absicherung steht der 32-jährige einstige WM-MVP (2010) nun wieder im Fokus. Auffällig im vergangenen Jahr war zudem, dass die Adler, die in Phasen der Hauptrunde mit intensivem, spielfreudigem Tempoeishockey in der Liga dominierten, in anderen Saisonabschnitten - darunter auch der Viertelfinalserie gegen Berlin - ihren Extragang im Vergleich zur Konkurrenz über weite Strecken nicht mehr fanden.

kicker-Check: Nominell sind die Adler zum Start vielleicht sogar noch einen kleinen Tick prominenter besetzt als Meister München. Findet Endras seine gewohnte Form wieder und bleibt Führungsspieler Marcel Goc, der in der vergangenen Spielzeit das Saisonfinale inklusive Play-offs aufgrund eines Kreuzbandrisses verpasste, diesmal vom Verletzungspech verschont, sind die Kurpfälzer direkt nach München heißester Titelkandidat.

Joachim Meyer

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