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18.05.2017, 22:51

Grubauer in Hochform - Yannic Seidenberg trifft spät

1:2! Deutschland nach hartem Kampf ausgeschieden

Durch ein knappes 1:2 gegen Kanada ist die DEB-Auswahl im Viertelfinale der Heim-WM in Köln ausgeschieden. Vor allem Philipp Grubauer hielt die Mannschaft von Bundestrainer Marco Sturm bis Ende des zweiten Drittels im Spiel. Obwohl es in den Schlussminuten noch einmal spannend wurde, reichte es für Leon Draisaitl & Co. trotz einer engagierten und disziplinierten Leistung gegen enorm defensivstarke Kanadier nicht mehr zum Ausgleich.

Philipp Grubauer (u.)
Zeigte gegen Kanada eine starke Leistung: Philipp Grubauer (u.).
© Getty ImagesZoomansicht

Marco Sturm setzte gegen die "Ahornblätter" auf exakt dieselbe Aufstellung wie beim 3:2 nach Penaltyschießen - mit einer Ausnahme: Auf der Reservebank als Nummer zwei im Tor nahm der nach seiner Verletzung wieder spielfähige Thomas Greiss Platz und verdrängte Danny aus den Birken auf die Tribüne. Erneut startete Philipp Grubauer.

In den Anfangsminuten hielten die Kanadier das Tempo hoch. Philipp Grubauer hatte früh gleich zweimal Glück: Zunächst prallte der Puck unglücklich von der Bande genau vor das deutsche Tor, als der Keeper sein Gehäuse verlassen hatte, um das Spielgerät zu stoppen. Doch kein Kanadier konnte profitieren. Kurz darauf scheiterte der rechts freigespielte Ryan O'Reilly aus kurzer Distanz am rechten Pfosten, ehe Grubauer die Scheibe sichern konnte (4.). Doch nach rund fünf Minuten kamen die Deutschen besser ins Spiel. Felix Schütz zwang nach einer Drei-auf-Zwei-Situation Kanadas Keeper Calvin Pickard zum Eingreifen (6.). Der Torhüter der Colorado Avalanche ist der jüngere Bruder des mit deutschem Pass in der DEL spielenden Chet Pickard, der nach zwei Jahren in Iserlohn für die kommende Saison 2017/18 nach Mannheim wechselt.

Parayko fällt leicht - Scheifele vollstreckt

Mitte des ersten Drittels gestaltete das DEB-Team die Partie erstaunlich offen und sorgten immer wieder auch für Entlastungsangriffe. Eine unglückliche Strafzeit gegen Patrick Reimer, der den 1,96-Meter-Hünen Colton Parayko mit einem leichten Haken zu Fall brachte, bescherte Kanada eine Überzahlsituation. Diese nutzte Mark Scheifele mit einer Direktabnahme aus kurzer Distanz in den linken Torwinkel zum 1:0 (17.). Deutschland versuchte zu antworten, doch Yannic Seidenberg zielte in der 18. Minute mit einem Abfälscher nicht genau genug. So ging es mit dem knappen Rückstand aus deutscher Sicht in die erste Pause.

Jeff Skinner (M.), Philipp Grubauer (r.)
Eiskalt vollstreckt: Jeff Skinner (M.) trifft zum 2:0 für Kanada.
© imagoZoomansicht

Im zweiten Abschnitt erhöhten die Kanadier den Druck. Grubauer hielt die Mannschaft lange Zeit mit exzellenten Paraden im Spiel. Selbst bei deutscher Überzahl war vor allen Dingen der Gegner gefährlich: Sean Couturier scheiterte in der 30. Minute frei vor dem Tor an Grubauer. Glück für die Deutschen in der 36. Minute: Nach Bully-Gewinn von Claude Giroux erzielte O'Reilly per Direktabnahme das vermeintliche 2:0. Doch stattdessen schickten die Referees Giroux wegen falschen Anspiels auf die Strafbank. Beinahe nutzte dies Dennis Seidenberg im Powerplay mit einem satten Schuss zum Ausgleich aus (38.), doch der Treffer fiel wenig später auf der Gegenseite. Jeff Skinner verwertete einen Abpraller mit der Rückhand eiskalt (39.).

Yannic Seidenberg macht es spannend

Nach einem sehr einseitigen Mitteldrittel (Schussverhältnis aus deutscher Sicht: 1:20) wurde das DEB-Team im Schlussdrittel wieder ein wenig offensiver, was allerdings auch den Kanadiern Räume öffnete. Dominik Kahun hinderte Skinner gerade noch am dritten Treffer (43.). Auf der Gegenseite scheiterten Christian Ehrhoff und Felix Schütz - jeweils nach Draisaitl-Vorlage - nur knapp (44., 46.). Insgesamt bot der amtierende Weltmeister allerdings nur äußerst selten Raum an, um zu guten Chancen zu kommen. Nicht nur in Unterzahl verteidigten die Nordamerikaner äußerst effektiv. Nach einem Fehlpass hatte Couturier erneut in Unterzahl zwei dicke Gelegenheiten, kam jedoch abermals nicht an Grubauer vorbei (51.).

Besser machten es fast aus dem Nichts in der 54. Minute die Deutschen in Person von Yannic Seidenberg! Während einer Strafe wegen zu vieler Spieler auf dem Eis schickte Ehrhoff Yannic Seidenberg mit einem weiten Pass von hinter dem eigenen Tor gekonnt steil. Der Play-off-MVP der DEL überwand Pickard sehenswert nach Alleingang mit der Rückhand (54.). In den Schlussminuten waren die Deutschen zwar noch einmal um den Ausgleich bemüht, konnten Grubauer aufgrund der starkes Forechecking betreibenden Gäste erst in den letzten 10 Sekunden vom Eis nehmen. So blieb es bei der knappen Niederlage und damit dem Aus im Viertelfinale.

Statistik zum Spiel:

Kanada - Deutschland 2:1 (1:0, 1:0, 0:1)

Kanada: Pickard - Vlasic, Parayko; de Haan, Demers; Matheson, Morrissey; Lee - Skinner, Scheifele, MacKinnon; Simmonds, Giroud, O'Reilly; Killorn, Couturier, Duchene; Konecny, Marner, Point; Schenn.

Deutschland: Grubauer - D. Seidenberg, Müller; Ehrhoff, Reul; Abeltshauser, Hördler; Krueger - Ehliz, Draisaitl, Reimer; Plachta, Hager, Macek; Y. Seidenberg, Kahun, Kink; Tiffels, Schütz, Wolf; Fauser.

Tore: 1:0 Scheifele (18.), 2:0 Skinner (38.), 2:1 Y. Seidenberg (54.).

Zuschauer: 16.653.

Schiedsrichter: Hribik (Tschechien), Stricker (Schweiz).

Strafminuten: Kanada 8 - Deutschland 10 + 10 (Wolf).

jom

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