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17.05.2017, 09:42

NHL: Nashville gewinnt Spiel 3 gegen Anaheim

"Keine Panik": Josi schießt Predators in Front

Die Nashville Predators haben ihre Heimstärke in Spiel 3 der Western-Conference-Finalserie gegen die Anaheim Ducks in der Nacht zum Mittwoch eindrucksvoll unter Beweis gestellt und einen verdienten 2:1-Sieg gefeiert. Dabei mussten die schießwütigen Preds (40:20 Schüsse) viel Geduld mitbringen, zumal gleich zwei Treffer im Schlussdrittel aberkannt wurden. Ein Powerplay und ein Schweizer sorgten dann für die Erlösung.

1. Drittel: Nashville schießt Gibson warm

Roman Josi
Siegtreffer: Nashvilles Roman Josi (r.) staubt zum 2:1 gegen Anaheim ab.
© Getty ImagesZoomansicht

Zum ersten Mal in der Franchise-Geschichte ging Nashville in ein Heimspiel im Conference-Finale. Bislang konnten die Predators alle ihre Play-off-Heimspiele in der "Reifenhütte", wie die fast ausschließlich in Gelb gewandeten Fans die Bridgestone Arena liebevoll nennen, gewinnen. Entsprechend legte das Team aus "Music City" los, feuerte im ersten Durchgang 17:9 (!) Schüsse ab, doch Anaheims Goalie John Gibson (38 Saves, 95 Prozent Fangquote) erwies sich als sicherer Rückhalt für die Gäste.

2. Drittel: Perry trifft aus unmöglichem Winkel

Im Mittelabschnitt ging es dann im wahrsten Sinne noch näher in Richtung Tor: Ducks-Verteidiger Brandon Montour spitzelte die Scheibe Richtung Gehäuse, das Mattias Ekholm in einer Rettungsaktion aus den Angeln hob. Das Schiedsrichtergespann entschied auf "kein Tor" (32.). Es folgte ein Faustkampf zwischen den Raubeinen Cody McLead und Jared Boll (35.), was Nashville offenbar ein wenig aus dem Rhythmus brachte, denn nur eine Zeigerumdrehung später gingen die Kalifornier in Führung: Aus schier unmöglichen Winkel von hinter der Grundlinie gab Anaheims Corey Perry einen Schuss ab - der Puck sprang vom rechten Schlittschuh von Torwart Pekka Rinne (19 Saves, 95 Prozent Fangquote) zum 1:0 ins Tor (36.).

3. Drittel: Predators schießen vier Tore, doch nur zwei zählen

Im Schlussdrittel wurden die Nervenstränge dann bis zum Zerreißen gespannt. Zunächst glich Filip Forsberg aus, indem er aus spitzem Winkel erfolgreich abstaubte (44.). "Dafür bezahlen wir ihn", sagte Mannschaftskollege Mattias Ekholm angesichts eines Jahressalärs von 6 Millionen US-Dollar mit einem Augenzwingern. "Im Ernst: Er ist einer dieser Spieler, die es verdienen, im Rampenlicht zu stehen und diese Aufmerksamkeit zu bekommen. Es ist jetzt die Zeit, um vorneweg zu gehen und er hat das wirklich geschafft." Das Momentum war nun beim Team aus Tennessee, das in der 47. Minute gleich zweimal traf, aber trotzdem nicht in Führung ging: Beim Tor von Colten Sissons behinderte Harry Zolnierczyk den Torhüter, beim Treffer von Ryan Johansen war es Ekholm, der den Keeper unerlaubt anging. Es blieb beim 1:1.

"Natürlich wollten wir, dass diese Tore zählen", erinnerte sich Forsberg hinterher. "Aber keiner hat etwas Negatives gesagt, wir haben einfach weitergespielt, sind fokussiert geblieben und dann hat uns das Powerplay geholfen." In Überzahl nämlich zog Ekholm von der blauen Linie ab, traf dabei Mitspieler Victor Arvidsson. Was nach einem misslungenen Versuch klingt, stiftete aber Verwirrung bei Anaheim, sodass Roman Josi unbeirrt zum 2:1 für die Preds abstauben konnte (58.). "Wir sind ein selbstbewusstes Team und sind nicht in Panik verfallen", freute sich der 26-jährige Siegtorschütze aus der Schweiz. "Wir haben ein gutes Spiel geliefert, hatten viele Chancen, viele Schüsse. Wir wussten, dass wir einfach genau so weiterspielen mussten, damit er reingeht."

Heimmacht Nashville - Was Anaheim jetzt Hoffnung macht

Damit gewann Nashville auch sein sechstes Play-off-Heimspiel in diesem Jahr und ist saisonübergreifend seit zehn Endrundenpartien zu Hause ungeschlagen. Für den Moment bedeutet das eine 2:1-Serienführung für die Predators. Lange Gesichter dagegen in Orange County: "Wir haben nicht annähernd so gespielt, wie wir es könnten. Trotzdem hatten wir eine Chance und das macht uns Mut, weil wir es besser können. Wir haben vor Gibson keinen guten Job gemacht und im Schlussdrittel zwei Strafen in der Offensivzone bekommen. Das kannst du in den Play-offs einfach nicht bringen", resümierte Ducks-Coach Randy Carlyle.


NHL-Play-offs 2017 - Ergebnisse vom Dienstag, den 16. Mai 2017:

Nashville Predators - Anaheim Ducks 2:1

Play-off-Stand: 2:1


Christian Rupp

 
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Vereinsdaten

Vereinsname:Nashville Predators
Anschrift:Nashville Predators
501 Broadway
Nashville, Tennessee, USA 37203
Internet:http://www.nashvillepredators.com/

Vereinsdaten

Vereinsname:Anaheim Ducks
Anschrift:Anaheim Ducks
2695 East Katella Avenue
Anaheim, California, USA 92806
Internet:http://www.anaheimducks.com/


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