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06.05.2017, 22:38

Zweites Spiel: DEB-Team hält gut 30 Minuten mit

Nach gutem Start: Klare Niederlage gegen Schweden

Über 30 Minuten lang hielt die deutsche Nationalmannschaft auch im zweiten Turnierspiel gegen eine Top-Nation gut mit und hatte beim Stand vom 2:2 sogar Chancen auf den Führungstreffer. Zwei späte Tore im Mitteldrittel sowie drei Treffer binnen drei Minuten im Schlussabschnitt sorgten am Ende für eine deutliche 2:7-Niederlage gegen Schweden.

1. Drittel: Schweden druckvoll - DEB-Team effektiv

Wie bereits beim Überraschungssieg gegen die USA am Freitag geriet das deutsche Team auch gegen die "Tre Kronor" zunächst unter Druck. Nach einem Aufbaufehler von Frank Hördler scheiterte Linus Omark aber an Thomas Greiss (6.). Kurz darauf ging Schweden in Führung: Oliver Ekman-Larsson mit einem von Gerrit Fauser noch abgefälschten Schuss von der blauen Linie genau ins linke obere Toreck (7.). Obwohl am Ende des ersten Drittels ein eindeutiges Schussverhältnis von 22:5 zugunsten der Skandinavier stand, wurde auch das DEB-Team mehrmals gefährlich. Zwei abgefälschte Schüsse von Dennis Seidenberg in Überzahl (9., 10.) sowie Frederik Tiffels im Fallen (15.) prüften Torhüter Viktor Fasth. Der Ausgleich gelang schließlich Patrick Hager mit einem satten Handgelenkschuss aus halblinker Position (16.).

2. Drittel: Brodin sorgt für die Vorentscheidung

Philip Gogulla (2.v.l.)
Traf im Powerplay zu 2:2: Philip Gogulla (2.v.l.).
© picture allianceZoomansicht

Das zweite Drittel startete mit einem Rückschlag für das deutsche Team. Nach nur sieben Sekunden spielte Schweden nach einer Strafe gegen Moritz Müller in Unterzahl, was Victor Rask per Direktabnahme nach einem gelungenen Spielzug aus spitzem Winkel eiskalt bestrafte - nur 23 Sekunden waren im Mittelabschnitt gespielt. Pech allerdings für die Schweden beim erneuten Führungstreffer: Bei einem Zweikampf abseits der Passstafette zum 2:1 verletzte sich Rasks Reihenkollege von den Carolina Hurricanes, Elias Lindholm, am Bein und musste von den Kollegen vom Eis begleitet werden.

Trotz des erneuten Rückstands gelang es der Mannschaft von Marco Sturm in der Folge besser als im ersten Drittel, die Partie ausgeglichen zu gestalten und die Nordeuropäer immer wieder in der eigenen Zone zu beschäftigen und so auch zu Strafen zu zwingen. Wie schon bei der WM in Russland 2016 konnten sich die Deutschen erneut auf das Powerplay verlassen. Philip Gogulla erzielte per Abstauber in der 26. Minute das 2:2. Das DEB-Team kam nach dem erneuten Ausgleich sogar zu weiteren Chancen. Doch nun konterte Schweden clever, Linus Omark drückte den Puck nach starker Vorarbeit und Pfostentreffer von Marcus Krüger im Slot über die Linie - 3:2 (36.). Drei Sekunden vor Drittelende baute schließlich der aufgerückte Verteidiger Jonas Brodin nach Ablage von Willie Nylander zu einem ungünstigen Zeitpunkt für das deutsche Team sogar noch aus.

3. Drittel: Nylander macht es deutlich

Linus Omark, Marcus Krüger, Matthias Plachta (v.l.)
Linus Omark (l.) und Marcus Krüger (2.v.r.) freuen sich nach Schwedens 3:2.
© imago

Mit dem Zwei-Tore-Vorsprung im Rücken setzte Schweden das deutsche Team im Schlussabschnitt unter Druck. Zumindest unmittelbar vor dem eigenen Tor verteidigten die deutschen Akteure zunächst solide - bis es am Ende dann doch noch deutlich wurde: Zunächst traf Gabriel Landeskog, der den Abpraller eines Schusses flach über die Linie drückte (50.). Nur 58 Sekunden danach traf Nylander, Jungstar der Toronto Maple Leafs und Sohn des ehemaligen NHL-Stars Michael Nylander, mit einem akkuraten Handgelenkschuss aus halbrechter Position ins linke obere Toreck (51.). Greiss war erneut chancenlos.

Nur waren die Skandinavier und insbesondere Nylander in Spiellaune. Erneut nur 79 Sekunden später war Greiss erneut geschlagen, nachdem der Offensivspieler die Scheibe mit etwas Glück zwischen den Schonern des Keepers hindurch zum 2:7 aus deutscher Sicht über die Linie geschoben hatte (52.). Sturm gab für die Schlussminuten danach Danny aus den Birken an Stelle von Greiss Eiszeit, um den NHL-Keeper, der 24 Stunden zuvor gegen die USA brilliert hatte, ein wenig zu schonen.

Der erste Sieg gegen Schweden seit 1992 bei einer WM bleibt für das DEB-Team damit vorerst weiterhin ein Wunschtraum. Im dritten Turnierspiel in der Gruppe A trifft Deutschland am Montag (16.15 Uhr) mit Russland auf den nächsten schweren Brocken, ehe es bereits am Dienstag (20.15 Uhr) gegen die Slowakei weitergeht.

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Statistik zum Spiel

Deutschland - Schweden 2:7 (1:1, 1:3, 0:3)

Tore: 0:1 Ekman-Larsson (7.), 1:1 Hager (17.), 1:2 Rask (21.), 2:2 Gogulla (26.), 2:3 Omark (36.), 2:4 Brodin (40.), 2:5 Landeskog (50.), 2:6 Nylander (51.), 2:7 Nylander (52.).
Schüsse: 24:44 (5:22, 11:10, 8:12).
Strafminuten: 10:10.
Zuschauer: 18.688 (ausverkauft).

Deutschland

Sturm:
8 Rieder - 72 Kahun - 12 Macek.
42 Ehliz - 95 Tiffels - 37 Reimer.
50 Hager - 55 Schütz - 87 Gogulla.
22 Plachta - 36 Y. Seidenberg - 17 Kink.
43 Fauser.
Verteidigung:
91 Müller - 24 D. Seidenberg.
16 Abeltshauser - 3 Krueger.
48 Hördler - 2 Reul.
Tor:
1 Greiss (ab 51:59: aus den Birken).

Schweden

Sturm:
92 Landeskog - 49 Rask - 28 Lindholm.
22 Eriksson Ek - 71 Karlsson - 29 Nylander.
34 Söderberg - 16 Krüger - 67 Omark.
42 Nordström - 20 Lundqvist - 48 C. Klingberg.
Verteidigung:
77 Hedman - 5 Stralman.
23 Ekman-Larsson - 25 Brodin.
24 Edler - 3 J. Klingberg.
Tor:
30 Fasth.

jom

 
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Vereinsdaten

Teamname:Deutschland
Anschrift:Deutscher Eishockey-Bund
Haus des Eissports
Betzenweg 34
81247 München
Deutschland
Telefon: (00 49) (0) 89 - 81 82 0
Telefax: (00 49) (0) 89 - 81 82 36
Internet:http://www.deb-online.de/

Vereinsdaten

Teamname:Schweden
Anschrift:Svenska Ishockeyförbundet
Bolidenvägen 22
Box 5204
12116 Johanneshov
Sverige
Telefon: 00 46 - 8 - 4 49 04 00
Telefax: 00 46 - 8 - 91 00 35
Internet:http://www.swehockey.se/


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