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04.03.2017, 00:04

DEL Pre-Play-offs: Saisonaus für Ingolstadt und Straubing

Sensation in Bremerhaven - Berlin gewinnt OT-Krimi

Die Fischtown Pinguins haben die Sensation geschafft: Am Freitagabend löste der DEL-Neuling das Viertelfinal-Ticket mit einer wilden Elf-Tore-Achterbahnfahrt gegen den ERC Ingolstadt. Bremerhaven setzte sich mit 6:5 durch und gewann damit die Serie genauso mit 2:0 wie die Eisbären Berlin gegen die Straubing Tigers. Die Entscheidung am Pulverturm dauerte allerdings bis in die dritte Verlängerung. Dann schoss Jamie MacQueen die Hauptstädter eine Runde weiter.

Wilde Achterbahnfahrt mit elf Toren in Bremerhaven

Fischtown Pinguins
Die Fischtown Pinguins feierten in Ingolstadt einen 4:1-Sieg und stehen vor dem Einzug ins Viertelfinale.
© imagoZoomansicht

In Bremerhaven ging die rassige Serie zwischen den Fischtown Pinguins und dem ERC Ingolstadt in den zweiten Akt. Der DEL-Neuling aus dem hohen Norden brauchte nur noch einen Sieg fürs Weiterkommen, entsprechend emotional startete die Partie. Bis zur ersten von vielen Rudelbildungen dauerte es nur neun Sekunden. Ansonsten suchten beide Seiten den direkten Weg zum Tor - mit Erfolg: Bremerhavens Mike Hoeffel zog mit Tempo vors Tor und fälschte dort einen Schuss von Jack Combs erfolgreich ab (5.). Die Reaktion ließ nicht lange auf sich warten: Ingolstadt traf in Person von Brandon Buck erst den Pfosten (13.), kurz darauf zielte Buck genauer und brachte einen Flachschuss durch den Verkehr hindurch ins Ziel - 1:1 (13.). Die letzte Aktion im ersten Drittel aber gehörte noch einmal Fischtown: 11,7 Sekunden vor der Sirene landete Combs Direktabnahme zum 2:1 in den Maschen (20.).

Der ERC stand mit Wiederbeginn enorm unter Druck. Also schwang sich Torwart Timo Pielmeier als Spielmacher auf und schlenzte den Puck sehenswert in den Lauf von David Elsner, der seinen Alleingang mit einem Tunnel erfolgreich beendete (25.). Wenig später drehten die Panther sogar das Spiel, als Petr Taticek vom rechten Bullykreis zum 3:2 traf (26.). Davon unbeeindruckt kämpften die Pinguins einfach weiter und erarbeiteten sich das Scheibenglück zurück. Brock Hooton schoss knapp vorbei, doch das Hartgummi sprang von der Bande genau auf die Kelle von Jordan Owens, der auf 3:3 stellte (34.). Das Momentum war nun wieder klar auf Seiten der Bremerhavener, die 26 Sekunden später sogar wieder in Führung gingen: Pielmeier reagierte gegen Jason Bust noch mustergültig, war gegen den Abstauber von Ross Mauermann dann aber chancenlos (34.). 4:3, der Underdog führte auch nach dem zweiten Abschnitt.

Die bislang schon wilde Achterbahnfahrt war aber noch nicht zu Ende. Ingolstadt kam mit doppelter Überzahl aus der Kabine und schlug schnell in Person von Buck zu (41.). Fischtown aber behielt seine Nerven erneut im Griff und antwortete mit zwei Powerplay-Toren: Ein "Tip-in" von Owens markierte das 5:4 (42.), ein Abstauber von Bast das 6:4 (47.). Doch auch nach zehn Treffern hatte der Wahnsinn noch kein Ende. Der ERC stand komplett mit dem Rücken zur Wand und trat die Flucht nach vorne an, was zum nächsten Tor führte: Brian Salcido verkürzte auf 5:6 (48.). In der Folge nahm der Druck auf die Pinguins noch einmal richtig zu, vor allem als Pielmeier noch Platz für einen zusätzlichen Angreifer machte. Fischtown aber hielt der Dauerbelagerung stand. Der DEL-Neuling schafft damit die Sensation und steht im DEL-Viertelfinale.

Berlin nach 102 Minuten weiter

Deutlich weniger Tore aber keineswegs weniger Spannung bot das Parallelspiel zwischen Straubing und Berlin. Die Tigers gingen gleich zweimal durch Sean Sullivan (5.) und Scott Timmins (13.) in Führung und nährten die Hoffnung, die Serie zu verlängern. Die Eisbären aber fanden jeweils die passende Antwort und glichen durch Alexander Roach (6.) und Spencer Machacek (31.) aus.

In den nächsten knapp 30 Minuten gaben beide Seiten jede Menge Schüsse ab und sorgten mit hochwertigen Chancen für kollektives Luftanhalten am Pulverturm. Doch die beiden Goalies Matthew Climie und Petri Vehanen sperrten ihr Tor zu und ließen in der regulären Spielzeit keinen weiteren Treffer mehr zu.

Spiel zwei ging also in die Verlängerung, die im "Sudden-Death"-Modus ausgetragen wird. Sprich: Es wird so lange weitergespielt, bis eine Mannschaft mit einem Tor den "plötzlichen Tod" herbeiführt und das Spiel sofort beendet. Schon in den ersten 20 Minuten waren die Nerven zum zerbersten gespannt. Vor allem Berlin machte Druck, doch Torwart Climie wuchs über sich hinaus. In der zweiten Overtime ließ das Tempo bereits spürbar nach. Der Siegtreffer lag auf beiden Seiten in der Luft: Eisbären-Stürmer André Rankel traf die Eisenstange (93.), auf der anderen Seite klärte Verteidiger Bruno Gervais mit dem Handschuh auf der Linie (98.). Im insgesamt sechsten Drittel sollte dann die Entscheidung zu Gunsten der Hauptstädter fallen - dabei spielte das Glück das Zünglein an der Waage: Jamie MacQueens Schuss fälschte Tiger-Verteidiger Dylan Yeo an den Innenpfosten ab, von dort fiel der Puck ins Tor (102.). Die Eisbären siegten mit 3:2 n.3.V.

Viertelfinale am Mittwoch

Damit ist die Qualifikationsrunde 2017 beendet - am Mittwoch (19.30 Uhr) startet das Viertelfinale. Bremerhaven trifft auf den Hauptrunden-Ersten EHC Red Bull München. Eine Serie mit jede Menge Reisestrapazen: 1640 Kilometer (Hin- und Rückreise) muss die Auswärtsmannschaft pro Spiel zurücklegen. Berlin bekommt es mit dem Zweiten Adler Mannheim zu tun. Beide Pre-Play-offs-Team sind zunächst auswärts gefordert. Ferner trifft Nürnberg (3.) auf Augsburg (6.) und Köln (4.) auf Wolfsburg (5.). Die Viertelfinals werden im Modus "Best-of-Seven" ausgetragen.

cru

 
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