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23.02.2017, 16:37

Rekordmeister Eisbären muss zittern - Holt DEG noch auf?

3 aus 4: So stehen die Chancen der Play-off-Kandidaten

Vor dem letzten Hauptrunden-Wochenende der Deutschen Eishockey Liga sind noch nicht alle Play-off-Plätze fest vergeben. Neuling Bremerhaven kann mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit für die erste Play-off-Runde planen. Für Berlin und Straubing könnte es hingegen noch eng werden.

Uwe Krupp
Bange Blicke: Die Eisbären Berlin haben die Pre-Play-offs noch nicht sicher.
© imagoZoomansicht

Noch ist es möglich, dass die neuen Chefs der Eisbären Berlin gleich einen gewaltigen Rückschlag moderieren müssen. Erst am letzten Hauptrunden-Wochenende der DEL entscheidet sich, ob sich der Krisenklub in die Play-offs rettet, oder ob die bislang missratene Saison am Sonntag endet. Die Aufholjagd von Verfolger Düsseldorf bleibt womöglich zwar erfolglos, doch noch zittert der DEL-Rekordmeister aus der Hauptstadt im Kampf um die drei freien Play-off-Plätze - mehr als Außenseiter Straubing und mehr als Neuling Bremerhaven, dem die DEG nur theoretisch gefährlich werden kann.

Für die Eisbären wäre ein vorzeitiges Aus ein Debakel. Der Eigentümer Anschutz Entertainment Group hat die Eisbären gerade unter die Kontrolle des NHL-Teams Los Angeles Kings gestellt. Das Ziel: Der Ex-Serienmeister soll wieder jedes Jahr um den Titel spielen.

Am Wochenende könnte Berlin dann noch aus den Play-off-Rängen der ersten Zehn rutschen, falls der Tabellenelfte Düsseldorf (58 Punkte) in zwei Spielen überraschend vier Zähler aufholt. Fünf Punkte trennen die DEG derweil von Straubing. "Ich habe immer gesagt, dass es bis zum Schluss eng bleibt und so ist es auch gekommen", sagte Tigers-Coach Larry Mitchell.

Ein Überblick über die Situation vor den Vorrunden-Spieltagen 51 und 52 am Freitag (19.30 Uhr) und Sonntag (14 Uhr):

DER ÜBERRASCHENDE NEULING: FISCHTOWN PINGUINS (8. Rang, 64 Punkte)

Die Wahrscheinlichkeit, dass der Neuling aus den Top Ten fällt, ist minimal. Der Nachrücker vergeigte zwar zwei Chancen, alles klar zu machen, schwächelte zuletzt und hat in Nürnberg und gegen Meister München schwierige Aufgaben vor sich. Aber: Selbst ohne einen Zähler spricht die Tordifferenz - um 21 Treffer besser als Düsseldorf - klar für die Pinguins. "Was jetzt noch kommt, nehmen wir gerne mit", sagte Teammanager Alfred Prey. Play-off-Chance: 99 Prozent.

Fischtown Pinguins
Das Ziel ist fast erreicht: Neuling Bremerhaven dürfte selbst mit zwei Niederlagen noch durch sein.
© imago

DER FINANZSCHWACHE MINI-STANDORT: STRAUBING TIGERS (9., 63 Punkte)

Die Fans könnten längst beruhigt sein, hätte der Außenseiter und Halbfinalist von 2012 nicht in den vergangenen Wochen einen klaren Vorsprung auf die Nicht-Playoff-Ränge verspielt. Ein Punkt gegen Schwenningen am Freitag dürfte nun allerdings genügen. Mit dem nach Bremerhaven geschätzt zweitkleinsten Etat der DEL wäre Straubing zum vierten Mal in sechs Jahren in den Playoffs dabei. "Für uns ist schon seit Wochen jedes Spiel wie ein Play-off-Spiel", sagte Trainer Mitchell.

Play-off-Chance: 80 Prozent.

DER TAUMELNDE REKORDMEISTER: EISBÄREN BERLIN (10., 62 Punkte)

Platz zehn wäre das schwächste Vorrunden-Abschneiden seit 2000/01. Krupps Team kämpfte lange mit erheblichen Personalproblemen. Die Qualität reicht aber auch kaum aus, um vorne mitzumischen. Glück für die auswärtsschwachen Eisbären, dass zwei Heimspiele gegen Ingolstadt und Iserlohn verbleiben. Zwei Punkte sollten machbar sein und das Play-off-Ticket sichern. "Wir haben es in der eigenen Macht", sagte Stürmer Marcel Noebels. Der neue Aufsichtratsvorsitzende, die kanadische Eishockey-Ikone Luc Robitaille, will noch in dieser Saison "etwas anrichten".

Play-off-Chance: 75 Prozent.

Düsseldorfer EG
Kommt die Aufholjagd zu spät? Die DEG kann es aus eigener Kraft nicht mehr auf Platz zehn schaffen.
© imago

DIE BANGENDEN KÄMPFER: DÜSSELDORFER EG (11., 58 Punkte)

Der achtmalige Meister braucht ein Wunder. Zwei Siege in den Heimpartien gegen Krefeld und Augsburg scheinen realistisch. Doch die DEG muss auch auf Ausrutscher der Konkurrenten hoffen. Nach zwei fünften Plätzen in der Hauptrunde und dem Erreichen des Play-off-Halbfinals 2015 endet diese Saison sehr wahrscheinlich schon nach der Vorrunde. "Wir geben nicht auf. Wir versuchen, die letzten beiden Spiele zu gewinnen und dann schauen wir, was dabei raus springt", sagte Kapitän Daniel Kreutzer.

Play-off-Chance: 10 Prozent.

dpa

 
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Deutsche Eishockey-Liga - Tabelle

Pl. VereinTorePkte.
1Adler Mannheim182:131106
 
2EHC Red Bull München185:120104
 
3Thomas Sabo Ice Tigers174:128101
 
4Kölner Haie143:10597
 
5Grizzlys Wolfsburg152:12690
 
6Augsburger Panther153:14986
 
7ERC Ingolstadt155:15573
 
8Eisbären Berlin121:14765
 
9Fischtown Pinguins142:15964
 
10Straubing Tigers143:16764
 
11Düsseldorfer EG124:15961
 
12Schw. Wild Wings118:15356
 
13Iserlohn Roosters128:16755
 
14Krefeld Pinguine118:17249

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