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15.03.2016, 17:00

DEL, Play-offs: Die Viertelfinals am Mittwoch

Heimmacht Iserlohn und ein Beton-Duell

Am Mittwoch (19.30 Uhr) starten auch Iserlohn, Nürnberg, Wolfsburg und Düsseldorf in die Play-offs. Die Roosters beginnen als heimstärkstes Team der Liga im Tollhaus am Seilersee. Der IEC hofft gegen physisch starke Ice Tigers auf den heimischen Hexenkessel. Es ist das Duell der beiden besten Offensivreihen der Hauptrunde. Ein Treffen zweier Beton-Defensiven verspricht hingegen das Aufeinandertreffen zwischen den Grizzlys und der DEG.

Iserlohn Roosters (3.) - Thomas Sabo Ice Tigers (6.)

Iserlohn Roosters
Hexenkessel am Seilersee: Die Iserlohn Roosters sind das heimstärkste Team in der DEL.
© imagoZoomansicht

Die Überraschungsmannschaft der regulären Saison kommt aus Iserlohn: Die Roosters belegten trotz eines Mini-Etats (5,4 Millionen Euro) Rang drei der Hauptrunden-Tabelle und genießen nun Heimrecht gegen Nürnberg. Genau das könnte für die "Kampfhähne" der entscheidende Vorteil sein, denn die Truppe vom Seilersee ist die heimstärkste Mannschaft in der DEL. "Es ist definitiv hart. Die Zuschauer sind direkt über deinem Kopf", sagt Ice-Tigers-Torwart Tyler Beskorowany und auch Superstar Dany Heatley gibt zu: "Es ist schwer, dort zu spielen." Immerhin sorgt der hohe Lautstärkepegel in der Halle dafür, dass sich die Spieler auf dem Eis nur schwer verstehen und die Schiedsrichter in Sachen Strafenverteilung des Öfteren beeinflusst werden.

Doch auch der Kader der Roosters bringt Qualität mit. Iserlohn steht kompakt im eigenen Slot und ist dank schneller Stürmer brandgefährlich bei Kontern. Auch individuell haben die Sauerländer talentierte Spieler in ihren Reihen und stellen mit 162 Treffern die beste Offensive der DEL. Dass nur vier in Deutschland geborene, aber zwölf eingebürgerte Akteure sowie zehn reguläre Ausländer im Kader stehen, sorgte bereits bei Kölns Moritz Müller für Verstimmung: Der Verteidiger betitelte die Roosters als "Kanada 1c"-Mannschaft. Bundestrainer Marco Sturm aber kontert im kicker-Interview: "Was Iserlohn macht, ist legal. Es gibt Regeln, und die halten sie ein."

Die Ice Tigers schieben die Favoritenrolle bewusst nach Iserlohn. Haupt- und Namenssponsor Thomas Sabo sieht sein Team sogar als "krassen Außenseiter". "Eine schöne Lüge", entgegnet Roosters-Trainer Jari Pasanen trocken, denn" die Nürnberger Mannschaft kostet das Doppelte". Der Respekt vor den Franken ist riesengroß, immerhin ist Nürnberg die Mannschaft mit der meisten NHL-Erfahrung und den zweitmeisten Toren nach der Hauptrunde (161). "Unsere Mannschaft ist für die Play-offs gebaut", predigt Ice-Tigers-Sportdirektor Martin Jiranek seit Monaten gebetsmühlenartig. In der Hauptrunde ließ Nürnberg oft die Zügel schleifen und dadurch wichtige Punkte liegen. In der Endrunde soll nun die physische Stärke voll durchschlagen.

"Es ist jetzt jeder bereit, alles in den Ring zu werfen und alles zu geben für das eine große Ziel. Wir wissen, auf was es ankommt, müssen jede Sekunde auf dem Eis zeigen, dass wir eine physische Mannschaft sind", fordert Kapitän, Top-Scorer und "Spieler der Saison" Patrick Reimer. Im Tor hat Jiranek ein echtes Luxusproblem - mit Beskorowany, Andy Jenike und Jochen Reimer stehen drei potenzielle Starter bereit. "'Besko' hat seit der Pause sehr gut gespielt. Momentan ist er der Favorit für einen Start", lässt Jiranek durchblicken. Was Nürnberg Hoffnung macht: In der regulären Spielzeit konnten die Franken drei von vier Duellen für sich entscheiden. Darunter auch der höchste Saisonsieg (9:3) und ein Erfolg im gefürchteten Eisstadion am Seilersee (3:2 n.P.).

kicker-Tipp: 4:2 für Nürnberg


Grizzlys Wolfsburg (4.) - Düsseldorfer EG (5.)

Björn Krupp, Manuel Strodel & Felix Brückmann
Beton-Abwehr: Wolfsburgs Björn Krupp (l.) und Felix Brückmann (r.) gegen Düsseldorfs Manuel Strodel.
© imagoZoomansicht

Bei Wolfsburg ist die Defensive Trumpf: Mit nur 118 Gegentoren stellten die Grizzlys die beste Verteidigung in der Hauptrunde. Die Betonabwehr fußt auf mehreren Stützten: Zum einen auf der vorgegebenen Defensivtaktik von Trainerfuchs Pavel Gross, die die Spieler konsequent im Kollektiv aufräumen lässt. Zum anderen auf den individuellen Stärken der Verteidiger, die sowohl checken als auch schlittschuhlaufen können. Auch das deutsche Goalie-Tandem mit Felix Brückmann (2,05 Gegentore/Spiel, 92,1 Prozent Fangquote) und Sebastian Vogl (2,26, 91,4) zeigten, dass auf sie Verlass ist. Kurzum: Die Niedersachsen sind nur schwer zu knacken und verzeichnen auch bei den Special Teams (Powerplay 21,7 Prozent, 1.; Unterzahl 84,1 Prozent, 4.) exzellente Werte.

"Wir freuen uns, dass es los geht. Es ist die schönste Zeit in der Saison, darauf haben wir jetzt lange hingearbeitet", sagt Stürmer Gerrit Fauser voller Vorfreude und warnt vor dem Gegner: "Düsseldorf hat eine starke Mannschaft, sie kämpfen, sie haben viel Erfahrung im Team. Es wird nicht leicht, aber es wird eine heiße Runde."

Doch auch die DEG-Abwehr kann sich sehen lassen: Mit 132 Gegentreffern stellt Düsseldorf die drittbeste Defensive der Liga. Allen voran dank dem "Torwart des Jahres" Mathias Niederberger (2,27 Gegentore/Spiel, 93,0 Prozent Fangquote). Aber auch davor stimmt in der Verteidigung die Mischung aus Physis, Technik und Schussstärke. Im Vergleich zu den Grizzlys hat die Eislauf-Gemeinschaft sogar ein wenig mehr Tiefe im Sturm. Kurios: Dass die DEG auswärts ran muss, könnte sogar ein Vorteil sein, denn Düsseldorf stellt die auswärtsstärkste Truppe der Liga. "Trainer des Jahres" Christof Kreutzer holt alles aus seiner Mannschaft heraus.

Aus den direkten Duellen während der regulären Saison lässt sich kaum ein Trend ablesen. Zweimal siegte Wolfsburg (2:0, 3:0), zweimal Düsseldorf (2:0, 5:3). Drei Shutouts in vier Aufeinandertreffer belegen aber durchaus, dass sich zwei sattelfeste Abwehrreihen gegenüber stehen werden.

kicker-Tipp: 4:1 für Wolfsburg


cru

Video zum Thema
Nürnberg: "Spieler des Jahres" Reimer will den Pott- 15.03., 12:00 Uhr
Superstar Heatley freut sich auf Iserlohn
Dany Heatley ist der prominenteste Spieler in der Deutschen Eishockey-Liga. Der WM- und Olympiasieger startet am Mittwoch (19.30 Uhr) mit den Thomas Sabo Ice Tigers in seine ersten DEL-Play-offs. Der 35-Jährige freut sich auf die Serie gegen die heimstarken Iserlohn Roosters und auch auf das Tollhaus am Seilersee. Kapitän, Top-Scorer und „Spieler des Jahres“ Patrick Reimer ist heiß auf den Pott. Derweil hat Trainer Martin Jiranek wohl eine Entscheidung in der Torhüter-Frage getroffen.
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Anschrift:Iserlohn Roosters
Seeuferstraße 25
58638 Iserlohn
Telefon: 0 23 71 - 83 57 60
Telefax: 0 23 71 - 83 57 62
Internet:http://www.iec.de/

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Anschrift:Thomas Sabo Ice Tigers
Kurt-Leucht-Weg 11
90471 Nürnberg
Telefon: 09 11 - 98 89 76 00
Telefax: 09 11 - 98 89 76 02
Internet:http://www.icetigers.de/

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Anschrift:EHC Wolfsburg Grizzly Adams
Im Allerpark 5
38448 Wolfsburg
Telefon: 0 53 61 - 84 84 89 0
Telfax: 0 53 61 - 84 84 89 40
Internet:http://www.ehc-wolfsburg.de/

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Anschrift:Düsseldorfer EG
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40239 Düsseldorf
Telefon: 02 11 - 86 32 59 0
Telefax: 02 11 - 86 32 59 39
Internet:http://www.deg-eishockey.de/


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