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14.03.2016, 23:04

DEL, Play-offs: Viertelfinalauftakt am Dienstag

Krupp gegen Heimatklub - München unter Druck

Am Dienstag und Mittwoch beginnt in der DEL endgültig die fünfte Jahreszeit, nachdem sich Meister Mannheim und Vize-Meister Ingolstadt nach Niederlagen in der Qualifikationsrunde gegen Köln beziehungsweise Straubing unerwartet vorzeitig in die Sommerpause verabschieden mussten. Ausgerechnet gegen einen Angstgegner will der Hauptrundenerste aus München endlich auch Erfolg in den Play-offs. Zwischen Berlin und Köln kommt es im zweifellos namhaftesten Duell der vier Viertelfinalserien zur Neuauflage des Finals von 2013.

EHC Red Bull München (1.) - Straubing Tigers (9.)

Keith Aucoin & Steven Zalewski
Bayerisches Duell im Viertelfinale: Münchens Keith Aucoin (l.) gegen Straubings Steven Zalewski (r.).
© imagoZoomansicht

Gleich zwei Eishockey-Dämonen müssen die Münchner im Viertelfinale bekämpfen. Zum einen verloren die Oberbayern gegen den niederbayerischen Außenseiter sämtliche vier Saisonspiele, die letzten beiden Partien davon zu Hause - nach einem 2:5 und 1:2 in Straubing vor dem Jahreswechsel - im Januar (2:3) und Februar (0:1). Zum anderen ist die Play-off-Bilanz des Hauptrunden-Champions in der DEL bislang desaströs. Vor dem 0:4 vor einem Jahr im Viertelfinale gegen die Grizzlys Wolfsburg mit einem allerdings arg verletzungsgeplagtem Kader waren die Münchner 2014 mit 1:2 in der Qualifikationsrunde an den Iserlohn Roosters gescheitert. Bereits 2011, und damit noch vor dem Einstieg von Red Bull, war der 2010 sportlich aufgestiegene EHC in der Qualifikationsrunde mit 0:2 an den Kölner Haien gescheitert.

Von einem Play-off-Fluch will man in München indes nichts wissen, zumal mit Ausnahme von Abwehrspieler Richie Regehr, den eine Verletzung am Bein plagt, der Kader zum Start voraussichtlich vollzählig an den Start gehen kann. "Wir sind besser aufgestellt als vor einem Jahr und haben lange nicht so viele Verletzte. Daher sind wir der Favorit", zeigte sich Kapitän Michael Wolf vor Spiel eins selbstbewusst.

Die Mission erster Sieg in einem Play-off-Spiel jenseits der Quali-Runde gehen die ambitionierten bayerischen Hauptstädter gegen einen Gegner an, der selbst beileibe kein Stammgast in der DEL-Endrunde ist. Erst zum dritten Mal im zehnten Versuch schafften es die Niederbayern, die 2012 bei ihrer ersten Teilnahme dank eines überraschenden 4:0 gegen Wolfsburg prompt das Halbfinale (1:3 gegen Berlin) erreicht hatten, in die Play-offs.

In Straubing indes ist die Euphorie groß - nicht erst, seit Verteidiger Maury Edwards am Freitag mit seinem Overtime-Treffer den 2:0-Serienerfolg gegen Ingolstadt perfekt machte. Derby-gestählt sind die aktuell grippegeschwächten Tigers also bereits, gegen die individuell herausragend besetzten Münchner dürfte es allerdings dennoch schwer werden, erneut zu überraschen. Denn der EHC kann beispielsweise mit Keith Aucoin, Jason Jaffray, dem deutschen Shootingstar Dominik Kahun oder Rauhbein Steve Pinizzotto hohe spielerische Qualität in allen Mannschaftsteilen aufbieten. Es scheint daher zweifelhaft, ob Straubing, dem gerade diese offensive Durchschlagskraft abgeht, mit seinem starken Kollektiv über eine lange Serie ebenso gut zurecht kommt wie zuletzt gegen Ingolstadt.

kicker-Tipp: 4:2 für München.


Eisbären Berlin (2.) - Kölner Haie (7.)

Darin Olver & Moritz Müller
Zug zum Tor: Berlins Darin Olver (l.) gegen Kölns Moritz Müller (r.).
© imagoZoomansicht

Ungeachtet der unterschiedlichen Verläufe der Hauptrunde, die Eisbären erspielten sich als Zweiter mit 92 Punkten immerhin 15 mehr als Köln auf Rang sieben, sprechen schon die vier Saisonvergleiche zwischen beiden Teams für eine ausgeglichene Serie. Denn stets siegten die Heimmannschaften, die Eisbären mit 5:2 und 3:1, die Rheinländer mit 6:1 und 4:3.

Zumindest am Play-off-Hunger dürfte es beiden Teams zudem nicht fehlen. Denn nach der Meisterschaft 2013 durch ein 3:1 gegen die damals noch von Uwe Krupp trainierten Haie ging es für Berlin steil bergab. 2014 und 2015 erreichten die erfolgsverwöhnten Hauptstädter nach zwei 1:2-Niederlagen gegen Ingolstadt beziehungsweise Nürnberg in der Qualifikationsrunde nicht einmal das Viertelfinale. Für die Haie wiederum, die 2014 mit Krupp noch einmal im Finale standen und erst in Spiel sieben mit 0:2 gegen Ingolstadt verloren, rächte sich die anschließende Trennung vom gebürtigen Kölner und einstigen Stanley-Cup-Sieger bitter. Nach zwei Vize-Meisterschaften in Folge fand man sich vor einem Jahr in der Domstadt nach der Hauptrunde auf Tabellenplatz elf wieder.

"Falls der Bus auf dem Weg zur Halle kaputt ist, finde ich den Weg trotzdem", meinte Krupp gegenüber der B.Z. scherzhaft über seine Ortskenntnisse in seiner Heimatstadt, in die er mit den Eisbären als leichter Favorit zu mindestens zwei Gastspielen reisen wird. Große Ausgeglichenheit im Kader ist der Trumpf der Berliner, die einzig auf den mit einer Kreuzbandverletzung ausfallenden Bruno Gervais verzichten müssen. Für den Abwehrspieler fand Manager Peter Lee allerdings mit dem erfahrenen Milan Jurcina Mitte Februar noch einen namhaften Ersatz. Darüber hinaus verfügen die Eisbären noch immer über das meisterschaftserfahrene Gerüst mit Akteuren wie André Rankel, Florian Busch, Frank Hördler oder Constantin Braun.

Die Haie schlingerten lange Zeit erneut um Platz zehn herum, ehe der Trainerwechsel von Niklas Sundblad hin zu Cory Clouston mehr Stabilität brachte. Vor allem die beiden deutschen Philip Gogulla und Patrick Hager trugen Köln durch die Haupt- und zuletzt auch die Qualifikationsrunde. Daneben verfügen die Haie über offensivstarke Abwehrspieler in Shawn Lalonde, Fredrik Eriksson und dem nachverpflichteten Danny Syvret, der - wie Hager und Gogulla - in den drei Spielen gegen Mannheim auf fünf Scorerpunkte kam. Trotz des guten schwedischen Keepers Gustaf Wesslau zeigten sich die Rheinländer in der Defensive auch gegen die Adler teilweise recht anfällig - der entscheidende kleine Unterschied zwischen zwei ähnlich starken und zudem für die Play-offs gebauten Mannschaften?

kicker-Tipp: 4:3 für Berlin.


jom

 
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Vereinsname:EHC Red Bull München
Anschrift:EHC München
Spiridon-Louis-Ring 3
80809 München
Telefon: 0 89 - 30 66 91 00
Telefax: 0 89 - 30 66 91 04
Internet:http://www.ehc-muenchen.com/

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Anschrift:Straubing Tigers
Landshuter Straße 23
94315 Straubing
Telefon: 0 94 21 - 56 95 69
Telefax: 0 94 21 - 54 37 70
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Vereinsname:Eisbären Berlin
Anschrift:EHC Eisbären Management GmbH
Friedrichstr. 76, 10117 Berlin
Telefon: 030 - 971840 - 0
Fax: 030 - 97184050
E-mail: info@eisbaeren.de
Internet:http://www.eisbaeren.de/

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Gummersbacher Straße 4
50679 Köln
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Telefax: 02 21 - 27 95 50
Internet:http://www.haie.de/


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