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11.03.2016, 10:30

Vier Freiluftspiele in der 100. NHL-Saison

Draisaitl & Co. obenauf - Subbans Knock-Out

In der Nacht von Donnerstag auf Freitag hatte es die NHL mal wieder in sich - mit gemischten Gefühlen für die deutschen Vertreter. Während die Boston Bruins um Dennis Seidenberg einen Rückschlag einstecken mussten, hielt die gute Serie für die Edmonton Oilers weiter an. Angesichts der Tabelle ist das für Leon Draisaitl & Co. aber ein Muster ohne Wert. In Montreal ließ eine schwere Verletzung den Atem stocken, die Liga bereitet sich derweil auf einen glorreichen 100. Geburtstag vor.

Erlebte einen schwarzen Abend und musste ins Krankenhaus: Montreals P.K. Subban.
Erlebte einen schwarzen Abend und musste ins Krankenhaus: Montreals P.K. Subban.
© picture allianceZoomansicht

Noch sind keine wichtigen Entscheidungen in der NHL-Saison 2015/16 gefallen, da wirft bereits die kommende Spielzeit ihre Schatten voraus. Mit gleich vier Freiluftspielen will die Liga ihren 100. Geburtstag feiern: Winnipeg, Toronto, St. Louis und Pittsburgh sind die Austragungsorte. Höhepunkt soll das "Jahrhundertspiel" der Toronto Maple Leafs am 1. Januar 2017 sein, welches im Fußballstadion des MLS-Klubs FC Toronto gegen die Detroit Red Wings stattfinden wird.

Gegründet wurde die NHL am 22. November 1917, die erste Spielzeit allerdings begann erst knapp einen Monat später. Mit den vier geplanten Begegnungen in der Jubiläumssaison erhöht sich die Zahl der NHL-Freiluftspiele auf 22. In der laufenden Spielzeit hatten bereits die Boston Bruins gegen die Montreal Canadiens (1:5), die Minnesota Wild gegen die Chicago Blackhawks (1:6) und die Colorado Avalanche gegen die Detroit Red Wings (3:5) unter freiem Himmel gespielt.

Di Giuseppes lange Durststrecke

Zurück in den Alltag: Einen weiteren Rückschlag im Kampf um ein Ticket für die Meisterrunde mussten die Boston Bruins schlucken. Das Team um den deutschen Nationalspieler Seidenberg unterlag vor heimischem Publikum den Carolina Hurricanes mit 2:3 in der Overtime. An der Spitzenposition des sechsmaligen Stanley-Cup-Siegers in der Atlantic Division änderte die Pleite immerhin nichts.

Die Begegnung, in der der 34-jährige Seidenberg 18:41 Minuten auf dem Eis stand, begann für die Bruins mit einem Nackenschlag. Elias Lindholm nutzte eine Powerplay-Situation eiskalt aus und brachte Carolina in Front. Boston rang um die unmittelbare Antwort, scheiterte aber mehrfach am glänzend aufgelegten Hurricanes-Goalie Cam Ward (30 Saves). Wenig später war es aber passiert: Loui Eriksson ließ sich nach einem feinen Querpass die Chance vor dem halbverwaisten Tor nicht nehmen - 1:1. Im zweiten Drittel legten dann aber wieder die Gäste vor, Nathan Gerbe stellte den alten Vorsprung wieder her. David Pastrnaks fulminanter No-Look-Shot rettete die Bruins im letzten Abschnitt zumindest in die Overtime.

Matchwinner in Boston: Carolinas Phillip Di Giuseppe.
Matchwinner in Boston: Carolinas Phillip Di Giuseppe.
© Getty Images

Dann aber schlug die Stunde von Noah Hanifin und Phillip Di Giuseppe: Ersterer ist erst zarte 19 Jahre alt, spielte ausgerechnet für das College in Boston und gab bei den Bruins sein NHL-Debüt. Hanifin tankte sich durch, wurde im letzten Moment geblockt - Di Giuseppe dachte mit, staubte ab und entschied nach nur 1:30 Minuten in der Verlängerung das Spiel. Für den 22-jährigen Kanadier endete damit eine lange Durststrecke, es war sein erster Treffer in den vergangenen 15 Matches (fünf Saisontore).

Oilers atmen weiter Höhenluft

Während Seidenberg und Boston Federn ließen, hält der Höhenflug der Edmonton Oilers weiter an. Das 2:1 der Kanadier um den deutschen Nationalspieler Draisaitl, der immerhin 15:31 Minuten Eiszeit bekam, über die Minnesota Wild war bereits der fünfte Erfolg in den vergangenen sieben Vergleichen. Einmal mehr einer der Garanten für den Sieg: Goalie Cam Talbot (29 Saves), der in den letzten sieben seiner acht Matches nur zwei oder weniger Gegentore kassierte. Seinen Teil trug auch Lauri Korpikoski bei, der Edmonton noch im ersten Drittel auf die Siegerstraße brachte.

Im zweiten Drittel antwortete Minnesotas Zach Parise, der 31-jährige US-Amerikaner nutzte nach einem Bully das wilde Durcheinander vor Goalie Talbot und schweißte zum zwischenzeitlichen 1:1 ein. Die Hoffnung hielt aber nur bis 7:29 vor dem Ende, ehe Connor McDavid aus spitzem Winkel ins lange Eck schlenzte und den Deckel draufmachte. Edmonton verließ damit den letzten Platz im Westen, hat mit nur 61 Punkten aus 70 Spielen aber keine Chance mehr auf die Play-offs. Der Rückstand zum letzten Wildcard-Platz beträgt bereits 13 Punkte.

Subban: Mit Nackenverletzung ins Krankenhaus

Reichlich unschön waren die Geschehnisse rund um Montreals Defensivspieler P.K. Subban, der im Spiel gegen die Buffalo Sabres (3:2) im letzten Drittel mit Teamkollege Alexei Emelin zusammenstieß und sich am Nacken verletzte. Unmittelbar nach dem Zusammenprall warf Subban die Handschuhe von sich weg und krümmte sich vor Schmerzen. Mit einer Trage musste er vom Feld geschoben werden, gab zuvor aber noch den Daumen nach oben in Richtung Fans. Anschließend wurde Subban ins Krankenhaus gebracht, zumindest fühlte er keine Taubheiten. "Ich habe ihn besucht, er war gerade bei den Ärzten", so Montreals Coach Michael Therrien: "Ich hatte ein gutes Gespräch mit den Ärzten und er kann alle seine Extremitäten bewegen. Das sind gute Nachrichten unter diesen Umständen."


NHL-Ergebnisse vom Donnerstag, 10. März:


Boston Bruins - Carolina Hurricanes 2:3 n.V.
Montréal Canadiens - Buffalo Sabres 3:2
Detroit Red Wings - Winnipeg Jets 3:2
Florida Panthers - Ottawa Senators 6:2
Minnesota Wild - Edmonton Oilers 1:2
San Jose Sharks - New Jersey Devils 0:3

msc

 
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