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09.03.2016, 17:11

Nürnberg: Kritische Stimmen vor den Play-offs

"Teilzeit-Eishockey": Sabo kritisiert die Ice Tigers

Eine Woche vor dem Start des Play-off-Viertelfinals hängt in Nürnberg der Haussegen schief: Die Ice Tigers schlossen die reguläre Saison nach drei Niederlagen in Folge auf Rang sechs ab. Viele leichtfertig vergebene Punkte kosteten die Franken das Heimrecht in der Endrunde. Haupt- und Namensponsor Thomas Sabo vermisst Kampf und Einstellung bei den Spielern und rechnete knallhart ab.

"Nur"Platz sechs

Thomas Sabo
"Fahrlässig": Haupt- und Namenssponsor Thomas Sabo kritisiert die Spieler der Ice Tigers.
© imagoZoomansicht

Mit 161 Treffern stellt Nürnberg die zweitbeste Offensive der DEL. Zudem stellen die Ice Tigers mit Patrick Reimer (26 Tore, 38 Vorlagen, 64 Scorerpunkte) und Steven Reinprecht (19/36/55) die beiden Top-Scorer der Liga. Jochen Reimer, Andreas Jenike und Tyler Beskorowany bilden das beste Goalie-Trio der Liga. Yasin Ehliz und Leo Pföderl zählen zu den talentiertesten deutschen Stürmern. Hinzu wurde der Kader durch NHL-Superstar Dany Heatley prominent verstärkt und mit David Steckel gelang ein echter Glücksgriff.

Trotzdem beendeten die Franken die Hauptrunde "nur" als Sechster. "Es wurde das Minimalziel erreicht, nicht mehr und nicht weniger", stellt Sabo in einem kritischen Interview auf der Vereinswebsite fest und schätzt die reguläre Saison als "überhaupt nicht befriedigend" ein. Tatsächlich hätten die Ice Tigers deutlich mehr Zähler auf dem Konto haben können, doch verfiel die Mannschaft nach guten Phasen schnell in Selbstzufriedenheit und schaltete ein paar Gänge zurück. "Mit Teilzeit-Eishockey erreicht man eben nicht mehr", kritisiert Sabo. Durch die "absolut leichtfertig vergebenen" Punkte seien auch "fahrlässig wirtschaftliche Verluste für den Klub in Kauf genommen" worden.

Eine Frage der Einstellung

Konkrete Namen nannte Sabo zwar nicht, doch dürfte unter anderem Verteidiger Kurtis Foster gemeint sein, der mit viel Vorschusslorbeeren im Sommer aus Mannheim kam und bislang weit hinter den Erwartungen zurückblieb. Beim jüngsten 1:2 in Wolfsburg verschuldete er im Powerplay hinter dem eigenen Tor bei nur noch zwei Sekunden auf der Uhr den entscheidenden Gegentreffer. "Wir haben einfach einige Spieler, die sich vor den Play-offs Gedanken machen sollten, ob sie denn wirklich die richtige Einstellung mitbringen", poltert Sabo.

Wir haben Spieler, die sich vor den Play-offs Gedanken machen sollten.Nürnbergs Haupt- und Namenssponsor Thomas Sabo

Im Play-off-Viertelfinale trifft Nürnberg auf Iserlohn - die heimstärkste Mannschaft der DEL. "Meiner Meinung nach sind wir gegen die Roosters ein krasser Außenseiter", sagt Sabo, "das hängt vor allem damit zusammen, dass wir hier auf eine Mannschaft treffen, die die ganze Saison leidenschaftlich um ihre Position gekämpft hat. Das ist momentan auch der große Unterschied zu den Ice Tigers."

Vorbild Patrick Reimer

Ein Spieler, der in Sachen Einstellung, Kampfgeist und unbändiger Leidenschaft voran geht, ist Kapitän Patrick Reimer. "Ich würde ihn am liebsten 22-mal klonen, dann wären wir nämlich deutscher Meister. Er ist vom Charakter her einfach in allen Bereichen ein Vorbild", lobt Sabo und schickt hinterher: "Es gibt einige Spieler in der Mannschaft, die sich mal ein Beispiel nehmen sollten."

Die Play-off-Euphorie soll Nürnberg trotz der harschen Worte noch anstecken. Sabo hofft, dass die Ice Tigers ab Mittwoch (19.30 Uhr) "geschlossen als Mannschaft auftreten, sonst werden wir im Viertelfinale keine Chance haben."

cru

 
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Vereinsdaten

Vereinsname:Thomas Sabo Ice Tigers
Anschrift:Thomas Sabo Ice Tigers
Kurt-Leucht-Weg 11
90471 Nürnberg
Telefon: 09 11 - 98 89 76 00
Telefax: 09 11 - 98 89 76 02
Internet:http://www.icetigers.de/


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