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07.03.2016, 13:42

Kapitän Schubert zeigt Selbstkritik

Nach Desaster: Freezers-Profis müssen mit Konsequenzen rechnen

Die Hamburg Freezers träumten davon, zu den vier besten Teams der Deutschen Eishockey Liga zu zählen. Nun gehören sie nicht einmal zu den Top Ten. Die verpassten Play-offs dürften zu Konsequenzen führen.

Saison zum Knicken: Die Hamburger Thomas Oppenheimer und Daniel Spang (re.).
Saison zum Knicken: Die Hamburger Thomas Oppenheimer und Daniel Spang (re.).
© imagoZoomansicht

Nach den zum dritten Mal in der Vereinsgeschichte verpassten DEL-Playoffs kommen die Eishockey-Profis der Hamburg Freezers auf den Prüfstand. "Es wäre zu billig, nur von einem Ausrutscher zu sprechen. Es wird einen erhöhten Gesprächsbedarf geben", betonte Geschäftsführer Uwe Frommhold und deutete damit mögliche Konsequenzen für die weit hinter den Erwartungen gebliebenen Cracks an. Denn statt wie erhofft in die Beletage der vier besten Teams der Deutschen Eishockey Liga aufzusteigen, reichte es für den laut der Fachzeitschrift "Eishockey News" viertteuersten Kader der Liga nicht mal für die Top Ten. Daran änderte auch das abschließende 4:3 am Sonntag bei den Straubing Tigers nichts mehr.

Trotz des desaströsen elften Tabellenplatzes scheint der Posten von Cheftrainer Serge Aubin, der noch einen Vertrag bis 2017 hat, nicht in Gefahr zu sein. Das Vertrauen in die Arbeit des 41-Jährigen ist ungeachtet des verpassten Saisonziels weiterhin groß. "Serge ist ein hochtalentierter Trainer mit großer Fachkompetenz", meinte Frommhold.

Dagegen sollen die Zeiten, in denen Sportdirektor Stephane Richer zugleich als Co-Trainer fungiert, Vergangenheit sein. Frommhold räumte ein, dass die Doppelfunktion ein Problem war. Künftig soll sich Richer ganz auf die Kaderplanung konzentrieren. Und da gibt es viel zu tun. Die Verträge von elf Spielern laufen aus. Die meisten dürften nicht verlängert werden. Selbst mit langfristigen und gut dotierten Kontrakten ausgestattete Akteure wie Jerome Flaake und Marcel Müller könnten zur Disposition stehen.

Schuberts Selbstkritik

Immerhin gaben sich die Akteure selbstkritisch. Kapitän Christoph Schubert gab zu, dass das Team die Saison über "nicht konstant gespielt" habe: "Jeder muss sich fragen, ob er alles gegeben hat." Die Gründe für den sportlichen Niedergang liegen auf der Hand: Die Freezers haben die drittmeisten Gegentore kassiert und trotz eines namhaften Angriffs die drittwenigsten Tore erzielt. Das Überzahlspiel ist das drittschwächste, das Unterzahlspiel sogar das zweitschwächste der Liga. Hinzu kommt die Auswärtsmisere: Keine Mannschaft gewann auf fremden Eis seltener als die Hamburg Freezers.

Geschäftsführer Frommhold hofft dennoch, dass das Verpassen der Play-offs zu keinem Image-Schaden führt. "Es wäre schade, wenn eine Saison das kaputt machen würde, was wir uns in den Jahren zuvor mit Herzblut und viel Arbeit aufgebaut haben." Immerhin: Die Popularität der Freezers stieg zuletzt rapide an. Der Zuschauerschnitt ist zum dritten Mal nacheinander auf nun 9022 gestiegen. Nur die Eisbären Berlin, die Kölner Haie und die Adler Mannheim haben mehr.

dpa

 

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Deutsche Eishockey-Liga - Tabelle

Pl. VereinTorePkte.
1EHC Red Bull München160:12494
 
2Eisbären Berlin152:13692
 
3Iserlohn Roosters162:14391
 
4Grizzlys Wolfsburg151:11887
 
5Düsseldorfer EG152:13287
 
6Thomas Sabo Ice Tigers161:15283
 
7Kölner Haie146:13877
 
8ERC Ingolstadt155:16176
 
9Straubing Tigers147:15975
 
10Adler Mannheim138:14673
 
11Hamburg Freezers142:16672
 
12Augsburger Panther158:18569
 
13Krefeld Pinguine136:16461
 
14Schw. Wild Wings143:17955

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