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12.02.2016, 12:48

Los Angeles: Vorerst kein Interesse am Verteidiger

Sturm schockiert: Ehrhoff ins Farmteam abgeschoben

Noch in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch gewann Christian Ehrhoff mit den Los Angeles Kings mit 9:2 bei den Boston Bruins. Doch der Kantersieg war womöglich das letzte Spiel des 33-Jährigen im Trikot des Stanley-Cup-Siegers von 2012 und 2014. Denn am Mittwoch setzten die Kings Ehrhoff auf die Waiver-Liste und schoben den Verteidiger schließlich am Donnerstag in die AHL ab. Der DEB reagierte bestürzt.

Christian Ehrhoff
Bild mit Vergangenheitscharakter? Christian Ehrhoff (r.) beim Spiel in Boston.
© Getty ImagesZoomansicht

Bis Donnerstag um 18 Uhr (MEZ; 12 Uhr Ostküstenzeit) konnten alle 29 anderen Teams der NHL Ehrhoff ohne Ablöse verpflichten. Weil jedoch kein Klub einen "Claim" auf Ehrhoff anmeldete, verblieb der Defensivakteur im Kader der Kings, die ihn umgehend ins Farmteam Ontario Reign (AHL) schickten und seinen Platz mit dem NHL-Neuling Kevin Gravel besetzten, der aus dem Vorort von Los Angeles erstmals zu den Kings in die NHL berufen wurde.

Auch wenn das fehlende Interesse via Waiver-Liste für Ehrhoffs mittelfristige Zukunft in der NHL nichts Gutes verheißt, ist ein Wechsel vor dem Ende der Wechselfrist am 29. Februar durch die jüngsten Geschehnisse noch längst nicht vom Tisch. Denn im Verlauf der gewöhnlich heißen Phase auf dem Transfermarkt ist es durchaus nicht ausgeschlossen, dass Ehrhoff in den nächsten Tagen und Wochen für einen anderen Klub noch ein Thema wird. Möglicherweise werden die Kings dabei allerdings gezwungen sein, aus finanziellen Erwägungen den Kontrakt eines anderen Spielers im Gegenzug aufzunehmen oder einen Teil von Ehrhoffs Salär (Jahresgehalt: 1,5 Millionen US-Dollar) bis zum Saisonende zu übernehmen.

Ehrhoff hatte sich im Sommer nach einem Jahr bei den Pittsburgh Penguins dazu entschieden, mit den Kings erneut für ein Jahr zu einem potenziellen Titelkandidaten zu wechseln. Trotz zumindest zwei Toren und neun Vorlagen in 40 Spielen konnte sich Ehrhoff allerdings in Kalifornien nie das Vertrauen von Coach Darryl Sutter erspielen, der den Deutschen zuletzt immer öfter nicht berücksichtigte; wohl auch, weil der Moerser mit -10 die mit Abstand schlechteste Plus/Minus-Bilanz im Kings-Kader aufweist.

Bundestrainer Marco Sturm und DEB-Präsident Franz Reindl haben bestürzt auf die Ausbootung von Ehrhoff Kings reagiert. "Ich war ein bisschen schockiert", gestand Deutschlands NHL-Rekordspieler Sturm. Reindl meinte: "Mir tut es ein bisschen weh" und sprach zudem von einer "psychologische Belastung". Sturm kann dies bestätigen: "Ich war selber mal auf der Waiverliste. Das ist knallhart." Für die Nationalmannschaft könnte die Degradierung des 854-maligen NHL-Profis Ehrhoff sogar positive Folgen haben. "Von der besten Liga der Welt Abschied nehmen zu müssen, das wünsche ich keinem", sagte Sturm indes. "Man will nicht zurück nach Deutschland."

jom

 
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