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10.02.2016, 10:16

NHL: Devils siegen bei Brodeurs Trikot-Zeremonie

Lucics emotionale und torreiche Rückkehr

Zwölf NHL-Spiele fanden in der Nacht zum Mittwoch statt. Besonders emotional waren deren zwei: Zum einen kehrte L.A.-Stürmer Milan Lucic an die alte Wirkungsstätte nach Boston zurück und wurde dort sehr herzlich empfangen. Geschenke verteilten die Kings aber nicht, vielmehr schossen sie die Bruins mit 9:2 ab. Zum anderen wurde in New Jersey Goalie-Legende Martin Brodeur geehrt und sein Trikot mit der Nummer 30 unters Hallendach gezogen. Seine Devils sorgten dann für zusätzlichen Jubel und schlugen die Edmonton Oilers mit 2:1.

Ehrhoffs Kings schießen Seidenbergs Bruins ab

Milan Lucic
Rückkehr nach Boston: Los Angeles' Milan Lucic wurde von den Bruins-Fans gefeiert.
© Getty ImagesZoomansicht

Acht Jahre lang trug Milan Lucic das Trikot der Bruins, der Franchise, von der er im Jahr 2006 gedraftet wurde. Ende Juni 2015 wurde der 27-Jährige dann nach Los Angeles transferiert. In der Nacht zum Mittwoch kehrte der Kanadier nun mit den Kings nach Boston zurück. Lucic wurde während einer Unterbrechung im ersten Drittel mit einem Film auf dem Videowürfel geehrt, erhielt stehende Ovationen und drehte eine Ehrenrunde auf dem Eis im TD Garden. "Das Publikum war großartig zu mir. Die Unterstützung der Fans kann ich gar nicht genug hervorheben. Vielen Dank, dass sie diese Nacht für mich persönlich so besonders gemacht haben", sagte der Stürmer. "Und danke auch an meine Teamkameraden, dass sie zum Start unseres Road Trips so einen wichtigen Sieg geholt haben."

Für Lucic nämlich war es nicht nur eine emotionale, sondern auch eine torreiche Rückkehr an die alte Wirkungsstätte: L.A. setzte sich klar mit 9:2 durch. Boston ging zwar zunächst durch Brad Marchand in Führung (6.), dann aber ließen die Kalifornier sieben (!) Tore folgen: Jeff Carter (19.), Marian Gaborik (20.), Andy Andreoff (23.), Drew Doughty (33.), Dwight King (33.), Trevor Lewis (39.) und eben Lucic (44.) trafen. Nachdem Tyler Randell den Überfall kurz stoppte (45.), legten Luke Schenn (54.) und Dustin Brown (57.) nach. Am Ende sorgten also elf unterschiedliche Schützen für das Elf-Tore-Spektakel.

Dabei kam es auch zum Duell zweier deutscher Verteidiger: Bostons Dennis Seidenberg spielte in der zweiten Defensivreihe neben Joe Morrow, fuhr 25 Wechsel, bekam 18:58 Minuten Eiszeit (0:03 in Über- sowie 0:25 in Unterzahl), hatte vier Checks, einen geblockten Schuss und kam auf einen Plus-Minus-Wert von -2. Los Angeles' Christian Ehrhoff bildete das zweite Abwehrpärchen mit Luke Schenn, hatte 18 Wechsel, 12:33 Minuten Eiszeit (davon 0:25 im Powerplay), blockte drei Schüsse, hatte eine Plus-Minus-Bilanz von 0 und gab zwei Torvorlagen.

Boucher untermalt Brodeurs Trikot-Zeremonie

Martin Brodeur
Trikot-Zeremonie: Die Nummer 30 von New Jerseys Goalie-Legende Martin Brodeur wird unter das Stadiondach gezogen.
© Getty ImagesZoomansicht

Die Feierlichkeiten der Devils stiegen schon eine Stunde vor dem 2:1-Heimsieg gegen Edmonton: Die Trikotnummer 30 von New Jerseys Goalie-Legende Martin Brodeur wurde in einer Zeremonie unter das Hallendach gezogen. "Ich denke, das hat den Druck auf uns ein bisschen erhöht. Du willst so einen Abend nicht dadurch kaputt machen, dass du verlierst", sagte New Jerseys Angreifer Reid Boucher, der mit dem Siegtreffer sowie der Torvorlage zum zwischenzeitlichen 1:0 dafür sorgte, dass die Feierstimmung bis nach der Schlusssirene erhalten blieb. Für die Oilers stand der deutsche Mittelstürmer Leon Draisaitl auf dem Eis, konnte seinen Stempel aber kaum aufdrücken. Der 20-Jährige agierte in der zweiten Angriffsreihe neben Taylor Hall und Iiro Pakarinen auf 18:07 Minuten Eiszeit (davon 2:40 in Über- sowie 0:03 in Unterzahl), fuhr 20 Wechsel und hatte einen Plus-Minus-Wert von 0.

Brodeur hält bis heute NHL-Rekorde in Spielen (1266), Siegen (591), Shutouts (125) und gespielten Minuten (74.439). Auch in den Play-offs verzeichnete der heute 43-Jährige die meisten Shutouts (24) sowie die zweitmeisten Partien (205) und Siege (113). Darüber hinaus staubte er viermal die Vezina Trophy (bester Torwart des Jahres) ab und holte mit den Devils dreimal den Stanley Cup. "Du schaust auf die 30, wie sie nach oben gezogen wird, und sagst 'Das ist es!'", erklärte Brodeur. "Wir haben großartige Erinnerungen geschaffen und großartige Erfolge gefeiert."

Jones stellt Chicago kalt

Für ein "Low-Scoring-Game" zwischen Chicago und San Jose sorgten die beiden Torhüter: Blackhawks-Keeper Corey Crawford stoppte 25 Schüsse und hatte eine Fangquote von 96,2 Prozent - Sharks-Goalie Martin Jones zeigte gar 33 Paraden und feierte seinen fünften Saison- bzw. seinen zwölften Karriere-Shutout. "Das Penaltykilling und das Powerplay waren großartig. Auch Jones war klasse", lobte Fins-Kapitän Joe Pavelski und hob die mannschaftliche Geschlossenheit hervor. Tatsächlich machten die Special Teams den Unterscheid: San Jose überstand drei Unterzahlsituationen unbeschadet und traf dann selbst in der einzigen Überzahl des Abends: Patrick Marleau donnerte die Scheibe unter die Latte (30.). Kurz vor Schluss machte Joe Thornton mit einem "Empty Netter" alles klar - 2:0 (59.).

Toronto: Niederlage nach dem Blockbuster-Trade

In Spiel 1 nach dem Neun-Spieler-Blockbuster-Trade zwischen Toronto und Ottawa - die Maple Leafs gaben Kapitän Dion Phaneuf, Matt Frattin, Casey Bailey, Ryan Rupert und Cody Donaghey ab und holten dafür Milan Michalek, Colin Greening, Tobias Lindberg, Jared Cowen sowie ein Zweitrunden-Draftrecht für das Jahr 2017 - mussten die Kanadier noch ohne ihre Neuzugänge auskommen. Bei den Calgary Flames setzte es wohl auch deshalb prompt eine 3:4-Niederlage.


NHL-Ergebnisse vom Dienstag, den 9. Februar 2016:

Boston Bruins - Los Angeles Kings 2:9
Buffalo Sabres - Florida Panthers 4:7
New Jersey Devils - Edmonton Oilers 2:1
Philadelphia Flyers - Anaheim Ducks 1:4
Columbus Blue Jackets - New York Islanders 2:3 n.P.
Montreal Canadiens - Tampa Bay Lightning 4:2
St. Louis Blues - Winnipeg Jets 1:2 n.P.
Nashville Predators - Washington Capitals 3:5
Minnesota Wild - Dallas Stars 3:4 n.V.
Chicago Blackhawks - San Jose Sharks 0:2
Colorado Avalanche - Vancouver Canucks 1:3
Calgary Flames - Toronto Maple Leafs 4:3

Christian Rupp

 
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